Der Ride-Sharing Anbieter Lyft | eMobilität der Blog

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Lyft Ride-Sharing

Die Ridesharing Plattform Lyft vermittelt die Mitfahrgelegenheit in KFZ und bietet mittlerweile auch Bike-Sharing und Scooter-Sharing an.

Die Gründung und die Geschichte von Lyft

Lyft ist letztlich eine Ausgründung aus dem Unternehmen Zimride. Zimride wurde 2007 von Logan Green und John Zimmer ins Leben gerufen. Entgegen der Erwartungen hat der Name Zimride aber nichts mit Zimmer zu tun, sondern wurde von dem englischen Namen von Zimbabwe hergeleitet.

Der Vorgänger von Lyft ‘Zimride’ war ursprünglich eine Mitfahrgelegenheit für die Langstrecke

Zimride war zunächst eine Service Plattform für die Vermittlung von Ridesharing auf Langstrecken. Zimmer und Green gründeten Lyft 2012 als Gegenpool dazu, nämlich als Ridesharing-Angebot auf Kurzstrecken mit der Mission, „das Leben der Menschen durch den weltbesten Transport zu verbessern“.

Lyft sollte erst Zimride Instant heißen, wurde dann aber doch umbenannt. Das Unterfangen war den beiden Gründern so wichtig, dass sie es angeblich innerhalb von drei Wochen auf die Beine stellten. Immer mit dem Hintergrund, eine Alternative zum eigenen Auto zu schaffen und die Einstellung der Menschen zum Besitz eines eigenen Autos zu ändern.

Eine Anekdote erzählt, dass Zimmer bei seinem vorigen Arbeitgeber Lehmann Brothers drei Monate vor deren Bankrott ausgestiegen sei, um – von allen belächelt – das Transport-Startup aufzubauen.

Lyft nutzt als Markenzeichen den pinken Schnurrbart

Mittlerweile verbindet Lyft Fahrer und Fahrgäste in 95% der USA und hat seinen Service in die kanadischen Städte Toronto und Ottawa ausgeweitet. Im September 2018 konnte Lyft insgesamt eine Milliarde Fahrten verzeichnen. Der pinke Schnurrbart ist zu Lyfts Markenzeichen geworden.

Wie funktioniert Lyft?

Sämtliche Funktionen von Lyft werden über die Lyft-App gesteuert. Über diese Lyft-App können Fahrgäste ihr Ziel eingeben, dann Auto und Art der Fahrt auswählen und letztendlich darüber bezahlen. Wichtiges Element für die Lyft Community ist die abschließende Bewertung der Fahrt und des jeweiligen Fahrers.

Welche verschiedenen Varianten einer Fahrt bietet Lyft an?

  • Lyft – die klassische Einzelfahrt
  • LyftLine – das Teilen der Fahrt mit anderen Personen
  • LyftPlus – Auswahl eines Fahrzeugs mit mindestens sechs Sitzen (Großraum)

Wie werde ich Fahrer bei Lyft?

Voraussetzung, um bei Lyft als Fahrer einzusteigen, sind ein Mindestalter von 21, eine mindestens einjährige Fahrerlaubnis und der Besitz eines Smartphones. Das Auto muss vier Türen und fünf bis acht Sitze haben. Notwendige Versicherungsbescheinigungen müssen ebenfalls vorliegen. Zusätzlich gibt Lyft an, dass für jede Stadt noch extra Reglementierungen dazu kommen können.

Gibt es weitere Fahrangebote bei Lyft?

Lyft bietet mittlerweile auch Bike-Sharing und Scooter-Sharing in neun verschiedenen Städten in den Vereinigten Staaten an. Weitere Städte sind weltweit geplant.

Wie sieht die Zukunft von Lyft aus?

Im Jahr 2018 hat Lyft die Blue Vision Labs in London erworben. Dadurch hat das Unternehmen seinen ersten Firmenstandort in Europa eröffnen können.

Lyft investiert in autonomes Fahren, wie sieht es damit aus?

Gleichzeitig bedeutete diese Akquisition in London für Lyft auch den Einstieg in die (Weiter-)Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Auf der CES 2018 war das Unternehmen mit einem ‘self-driving-pilot’ Programm vertreten. Dieses wurde noch im Mai 2018 veröffentlicht und Lyft konnte in Las Vegas 25.000 autonome Fahrten verzeichnen.

Welche weiteren Partnerschaften hat Lyft für die Entwicklung innovativer Lösungen?

Eine weitere Partnerschaft im Bereich zukünftiger Mobilitätslösungen ist Lyft mit dem nordamerikanischen Zulieferer und Auftragshersteller Magna eingegangen. Zusammen mit dem kanadischen Unternehmen will Lyft autonome Fahrzeuge konzipieren, entwickeln und produzieren. Das erste Fahrzeug dieser Art wird bereits in Palo Alto getestet.

Die finanzielle Situation von Lyft und seine Wettbewerber

Lyft hatte recht schnell große Investoren, die viel Geld in das Startup steckten. Ein Beispiel dafür ist das chinesische Tech-Konglomerat Didi Kuaidi, das 100 Millionen USD in Lyft investierte. Brisant war das vor allem, da Didi Kuaidi damit Lyfts größtem Konkurrenten Uber die Vorrangstellung ausgerechnet in den USA streitig machte. Weitere Investoren von Lyft sind GM, Floodgate, K9 Ventures und Alibaba.

Heute hat das Unternehmen mehr als 4.000 Mitarbeiter, seinen Hauptsitz in San Francisco und machte 2017 über ein Milliarde Umsatz. Logan Green ist CEO und John Zimmer Präsident von Lyft.