Lime
Lime E-Scooter Sharing beim Websummit in Lissabon

Lime wurde unter dem Namen LimeBike in 2017 in Kalifornien gegründet

Das Unternehmen LimeBike, welches hinter dem heutigen Mobility Service namens Lime steht, wurde im Juni des Jahres 2017 von Toby Sun und Brad Bao in San Mateo in Kalifornien gegründet. Das Mobility Startup bietet seinen Kunden mit Hilfe seiner Lime App elektrische Zweiräder zur Miete an. Dieses sind elektrische Fahrräder und E-Scooter, die mit Hilfe der App freigeschaltet, gefahren und nach Abschluss des Mietzeitraumes wieder freigegeben werden können.

Lime bietet seine Mobility Services in mehr als 100 Städten in den USA an und ist inzwischen weltweit aktiv. Derzeit ist E-Scooter Sharing Spezialist Lime in über 37 Städten in 16 europäischen Ländern aktiv. Mit der Zulassung der elektrischen Scooter in Deutschland begann Lime direkt seinen Service in Deutschland. Doch Lime versteht sich als mehr als nur ein Unternehmen für technische Mobilität.

Das Mobility Startup bietet eine nachhaltige Transportlösung „von Tür zu Tür“ an. Für die Menschen in den Städten sollen somit bequeme und vor allem kostengünstige Lösungen für die sogenannte ‘letzte Meile’ zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung der elektrisch betriebenen Verkehrsmittel von Lime sollen helfen, den CO2-Fußabdruck der Verkehrsteilnehmer zu verkleinern.

Alle Fahrzeuge des Mobility Startups Lime sind stationslos verfügbar. Das bedeutet, dass die Zweiräder auf öffentlichen Straßen und Plätzen geparkt sind und in festen Zonen innerhalb der Städte auch wieder abgestellt werden dürfen. Sollte ein Nutzer versuchen, sein gemietetes Fahrzeug ausserhalb der Zone abzustellen und die Miete zu beenden, so wird das nicht funktionieren. Die App erlaubt ausschließlich in festgelegten Zonen das Parken.

Ab wann darf man bei Lime die E-Scooter fahren?

Auch wenn die Elektroroller von Rechts wegen allen Benutzern ab 14 Jahren zur Verfügung stehen, dürfen nach Vorgabe von Lime dessen E-Scooter erst Fahrer ab 18 Jahren nutzen. Es ist kein Führerschein erforderlich. Die Geschwindigkeit der Elektroroller ist auf 20 km/h beschränkt. Elektroroller dürfen auf Radspuren und Radwegen benutzt werden. Nur wenn diese nicht vorhanden sind, dürfen die Roller auf der Straße gefahren werden. Fußwege und Fußgängerzonen sind für Elektroroller gesperrt. Wenn Fahrradfahrer in einer Einbahnstraße in die entgegengesetzte Richtung fahren dürfen, gilt dies auch für Elektroroller.

Das Lime Engagement für Sicherheit im Straßenverkehr

Lime hat sich weltweit von Anfang an stark gemacht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Roller von Lime sind sicher und benutzerfreundlich. Alle Lime E-Scooter-Benutzer sind aufgefordert, sich zu sicheren Verkehrspraktiken zu verpflichten und zur Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen, indem sie den Regeln zustimmen. Lime nennt das auch in seiner App: Respect the Ride – also den Respekt bei der Fahrt zu geben.

Dies sind die Sicherheitsregeln, auf die Lime auch in seiner App stets verweist:

  • Fahren Sie nicht auf dem Bürgersteig
  • Fahren Sie nur auf zulässigen Verkehrsflächen wie Straßen und Radwegen
  • Fahren Sie jederzeit verantwortungsvoll
  • Halten Sie alle Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen ein
  • Tragen Sie beim Fahren einen Helm
  • Parken Sie, ohne Fußwege, Zufahrten oder Eingänge zu blockieren
  • Achten Sie auf Autos, Fußgänger und andere Roller- und Fahrradfahrer
  • Es darf nur eine Person auf dem Roller fahren

Verfügbarkeit und Preise für den Mobility Service Lime

Die Fahrzeuge von Lime sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr verfügbar. Lime kann jedoch die App so steuern, dass bestimmt Anforderungen der Städte, wie etwa Nachtfahrverbote, eingehalten werden. Der Service ist beispielsweise in einigen Städten zwischen 22 Uhr und 7 Uhr morgens nicht verfügbar. In dieser Zeit werden in der Regel die E-Scooter und E-Bikes eingesammelt, gewartet und geladen.

Die Abrechnung der Fahrten erfolgt über die App – für die Freischaltung wird pauschal ein Euro (außerhalb Europa ein US Dollar) berechnet, jede angefangene Minute kostet 15 Cent. Die Ausleihe ist in der Regel auf 24 Stunden begrenzt.

Wer sind die Investoren in das Mobility Startup Lime?

Auch wenn die europäischen Newcomer unter den Mobility E-Scooter Startups mit zweistelligen Millionenbeträge recht gut ausgerüstet erscheinen, so sind die amerikanischen Startups in diesem Segment Meilen voraus. Bird und Lime liefern sich weltweit ein Kopf-an-Kopf Rennen, beide Jungunternehmen sind exzellent aufgestellt, wenn es um verfügbaren Cash für die Expansion geht.

Anfang des Jahres 2019 erhielt Lime eine Kapitalspritze in Höhe von 310 Millionen US Dollar auf Basis einer Bewertung von gut 2 Milliarden US Dollar. Lead-Investor dieser Runde war der bestehende Investor GV (auch bekannt als Google Ventures). Dieses ist bereits die vierte Kapitalrunde seit der Gründung im Sommer 2017. In den vorigen Runden hatte Lime bereits 455 Millionen US-Dollar bei Investoren eingesammelt.

Mobility Gigant UBER investiert in Lime

Im Rahmen der Finanzierungsrunde investiert auch der amerikanische Mobility Gigant UBER in Lime. Ende des Jahres 2018 hatte UBER bereits in das amerikanische Unternehmen Jump Bikes investiert, das inzwischen auch in Berlin mit seinen hellroten E-Bikes vertreten ist. Es ist allerdings nicht bekannt, welchen Betrag UBER bei seinem Investment in Lime in die Hand genommen hat. 

“Unsere Investition und Partnerschaft in Lime ist ein weiterer Schritt in Richtung unserer Vision, ein One-Stop-Shop für alle Ihre Transportbedürfnisse zu werden”, so eine Sprecherin von UBER in einer Erklärung zum Investment.  “… wir freuen uns, ihre Roller in die Uber App zu integrieren, so dass die Verbraucher eine weitere schnelle, erschwingliche Option haben, um in ihrer Stadt herumzukommen, besonders zu und von öffentlichen Verkehrsmitteln.”

Die Finanzinvestoren in den E-Scooter Sharing Anbieter Lime

Zu den Finanzinvestoren in Lime gehört das Who-is-Who der globalen Venture Capital Szene. Neben GV sind Andreessen Horowitz, Bain Capital Ventures, Fidelity Investments, Alphabet, Singapore’s GIC, Bling Capital, Europe’s GR Capital und St. Augustine Partners vertreten.

Wenige Wochen nach dieser vierten Kapitalrunde galt Lime als Übernahmekandidat für den inzwischen an der Börse vertretenen Mobility Service UBER.