Mobility Startup Blickfeld: mit LiDAR-Sensoren in die Zukunft des autonomen Fahrens

Mobility Startup Blickfeld: mit LiDAR-Sensoren in die Zukunft des autonomen Fahrens
HD-Auflösung der LiDAR-Sensoren von Blickfeld

Das Münchner Mobility Startup Blickfeld möchte mit seinen LiDAR-Sensoren einen großen Schritt in Richtung der autonomen Mobilität machen. LiDAR-Sensoren (kurz für Light Detection and Ranging) sind eine Form der intelligenten Technologie, die nicht nur ein Umfeld wahrnehmen, sondern auch darauf reagieren können. Die 3D-LiDAR-Sensoren von Blickfeld wurden mit dieser Idee entwickelt. Die zuverlässige und umfangreiche Raumerkennung der Sensoren soll sich vor allem für eine Zukunft des autonomen Fahrens als vorteilhaft erweisen.

Hintergrundinformationen zu dem Münchner Mobility Startup Blickfeld

Das Tech-Startup wurde 2017 von Dr. Mathias Müller (CEO und R&D), Rolf Wojtech (Software), Dr. Florian Petit (Business Development) und Dr. Sebastian Neusser (Patentanwalt) gegründet. Die Gründer verfügen über ein breites Wissen und Erfahrung rund um Themen wie Software Development, Robotik und Sensortechnologie.

Die LiDAR-Sensoren von Blickfeld ‚sehen’ das Umfeld und reagieren darauf

Um autonomes Fahren zu ermöglichen, benötigt man nicht nur Sensoren, die das Umfeld ‚sehen’, sondern auch darauf reagieren. LiDAR-Sensoren ermöglichen das ‚Sehen’, während Software dafür sorgt, das ‚Gesehene’ zu erfassen und darauf zu reagieren. Diese LiDAR-Technologie soll das langfristige Ziel des Startups realisieren: eine Zukunft des autonomen Fahrens. Die Sensoren sind vielseitig einsetzbar – von Platooning und Highway Pilot bis hin zu Level 4 und 5 autonomen Fahrzeugen. Das Hardware-Software Paket aus Sensoren und Software ist des Weiteren so vielseitig, dass es auch außerhalb der Automobilindustrie verwendbar sein soll. Die Sensoren könnten sich auch in den Bereichen der Security, Industrie und Landwirtschaft als nützlich erweisen.

Was sind die LiDAR-Sensoren von Blickfeld und wie funktionieren sie?

Um das ‚Sehen’ des Umfelds zu ermöglichen, scannen LiDAR-Sensoren das Umfeld und erzeugen live 3D-Bilder in Form von Punktwolken. Sie erfassen dabei Informationen wie die Größen von und Abstände zwischen Objekten. Die Sensoren bestehen aus einem Silizium-MEMS-Spiegel, welcher speziell für die Sensoren entwickelt wurde und für optimale Reichweite und Sichtverhältnisse sorgt.

Um das ‚Gesehene’ zu erfassen, verfügt Blickfeld über einen Software-Stack, der die ‚gesehenen’ Informationen bündelt und auswertet.

Der Blickfeld Cube: der erste LiDAR-Sensor des Startups Blickfeld

Der LiDAR Blickfeld Cube ist das erste Produkt des Startups Blickfeld. Der würfelförmige Sensor beinhaltet Funktionen wie HD-Mapping und autonome Navigation und ist dabei ideal für das autonome Fahren. Er verfügt über ein Sichtfeld von 100° x 30°, hohe Punktdichte für optimale 3D-Bilder und eine Erkennungsreichweite von über 150 Metern. Zudem kann er mit einer Größe von 80 x 60 x 50 Millimetern überall am Fahrzeug eingebaut werden. Garantiert sind Witterungsstabilität und Langlebigkeit.

Blickfeld gewinnt ständig Gründerwettbewerbe – dieser Gewinn ist jedoch etwas ganz Besonderes

Blickfeld erhielt Anfang Juli vom Wirtschaftsmagazin BILANZ den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis des „Start me up!“ Gründerwettbewerbs. Damit setzte sich das Münchener Mobility Startup gegen insgesamt 1.200 Bewerber durch, von denen zehn ins Finale eingezogen waren.
Der Vorsitzende der Jury war in diesem Jahr Andreas von Bechtolsheim, Multigründer und legendärer Silicon-Valley-Investor. Bechtolsheim war zum Beispiel einer der frühen Investoren bei Google. Er begründete die Entscheidung der zehnköpfigen Jury: „LiDAR-Sensoren machen das Autofahren sicherer, da sie Gefahren schnell und präzise erkennen. Das Besondere an den Blickfeld-Sensoren ist dabei ihre kleine Form: Sie können direkt in Scheinwerfer und Rückspiegel integriert werden und sind gleichzeitig sehr fortschrittlich, was Reichweite, Auflösung der Bilder und Sichtfeld angeht.“ Unseren herzlichen Glückwunsch an das Blickfeld Team.
Mobility Startup Blickfeld: mit LiDAR-Sensoren in die Zukunft des autonomen Fahrens
Die Start Me Up Verleihung vom Bilanz Magazin im Funkhaus Berlin. Das Gewinnerfoto mit Start Me UP Preis von Blickfeld

Mobility Startup Blickfeld: vielversprechend für eine Zukunft des autonomen Fahrens

Mittlerweile besteht das Münchner Startup aus ca. 100 hochqualifizierten Mitarbeitern, die sowohl über Branchenkenntnisse, als auch über technisches Wissen in den Bereichen Elektronik, Optik, MEMS und Software verfügen. Zudem wurde das Startup mit zahlreichen Preisen wie, unter anderem, dem NMW Lab Award der IAA, dem BMVI Startup Pitch und dem eMove 360 ausgezeichnet.

Das Startup hat sich daher als erfolgreicher Newcomer einen Namen gemacht. Mit Investitionen von FluxUnit (OSRAM), Tengelmann VC, UVC Partners und High-Tech Gründerfonds wollen sie nun ihr Ziel, den Weg für eine Zukunft des autonomen Fahrens zu ebnen, verwirklichen.

Der LiDAR-Sensor Blickfeld Cube soll 2019 auf den Markt gebracht werden. Das könnte ein wichtiger Meilenstein in Bezug auf eine Zukunft des autonomen Fahrens sein. Und es ist wichtig, dass wir beim globalen Wettbewerb um die LiDAR Sensoren einen wichtigen und erfolgreichen Teilnehmer aus München haben.