In ein paar Jahren soll die urbane Mobilität ganz anders aussehen: Flugtaxis sollen das private Auto ersetzen und den Verkehr auf der letzten Meile entlasten. Einige Mobility Startups testen bereits ihre ersten Flugtaxi-Prototypen. Jetzt steht ein weiteres Startup in den Startlöchern: Flügelaeronautics aus Dresden. Denn die Sachsen planen ein Flugtaxi, das 2021 das erste Mal in die Luft steigen soll.

Mobility Startup Flügelaeronautics: Flugtaxis ‚on demand’

Der Gründer des Mobility Startups Flügelaeronautics, Diego Schierle, sieht vor, seine zukünftigen Flugtaxis auf Abruf zur Verfügung zu stellen. Man möchte schnell in den Supermarkt oder in das naheliegende Einkaufszentrum? Kein Problem – einfach über eine App ein Flugtaxi rufen und sich schnell zu seinem gewünschten Ziel fliegen lassen.

Die Vision des Startups Flügelaeronautics: Flexible Flüge, über Kurz- und Langstrecken und von Tür zu Tür

Diego Schierle hat konkrete Pläne, wie seine Flugtaxis in den Verkehr integriert werden sollen. Die Funktion des Senkrechtstartens ermöglicht den Luftfahrzeugen, fast überall landen zu können – in Seitenstraßen, auf Parkplätzen und sogar in der privaten Einfahrt. Sie benötigen weder Start- noch Bremsweg.

Zudem schreibt Schierle bei der Planung der Flugtaxis von Mobility Startup Flügelaeronautics Flexibilität groß. Anstatt in den ÖPNV integriert zu werden und dort fixe Strecken von Haltestelle zu Haltestelle zu fliegen, sollen die Flugtaxis flexibel und ‚on demand’ einsatzbereit sein. Denn neben der Verkehrsentlastung auf der letzten Meile sollen sie auch das private Auto ersetzen.

Das Flugtaxi X-1: der Senkrechtstarter von Mobility Startup Flügelaeronautics

Das Luftfahrzeug X-1 ist sozusagen ein Hybrid unter den Luftfahrzeugen. Denn neben einem Verbrennungsmotor verfügt das Lufttaxi auch über einen Elektromotor. Der Elektromotor wird jedoch lediglich zum Starten und Landen benutzt – das eigentliche Fliegen erfolgt über den Verbrennungsmotor.

Obwohl das Flugtaxi X-1 durch den Verbrennungsmotor nicht komplett emissionsfrei ist, sorgt der Verbrennungsmotor für eine große Reichweite. Das Luftfahrzeug soll bis zu 600 km zurücklegen können.

Das kompakte Design des X-1 von Mobility Startup Flügelaeronautics ist für den ‚on demand’ Gebrauch ausgelegt. Durch Abmessungen von 5 Metern mal 2,5 Metern kann das zweisitzige Flugtaxi an vielen Orten starten und landen und passt zudem in jede Garage. Die Flügel werden bei Start und Landung und im Stand eingeklappt und erst ausgefahren, sobald das Flugtaxi seine endgültige Flughöhe erreicht hat.

Konkurrierende Flugtaxi-Startups: was sind die Aussichten für das Modell X-1 von Flügelaeronautics?

Flugtaxis sind momentan stark im Kommen – immer mehr Startup-Unternehmen möchten die Zukunft der urbanen Mobilität mitgestalten und entwickeln daher Flugtaxis. Darunter auch Mobility Startups Lilium und Volocopter. Eins steht daher für das Dresdner Startup Flügelaeronautics fest: die Konkurrenz schläft nicht.

Mobility Startup Lilium: elektrische Senkrechtstarter-Flugtaxis ‚on demand’

Ebenso wie der X-1 von Mobility Startup Flügelaeronautics, bietet das Startup Lilium ein Flugtaxi, das senkrecht startet und landet. Auch bei Lilium sollen die Flugtaxis in Zukunft flexibel und auf Abruf fliegen. Und das obendrein noch rein elektrisch, denn die Flugtaxis von Lilium sollen nur mit einem Elektromotor ausgestattet sein und daher neben dem Verkehr auch die Umwelt entlasten.

Dafür müssen sie aber Reichweite einbüßen – im Vergleich zum direkten Konkurrenten X-1 von Startup Flügelaeronautics sollen die Flugtaxis von Lilium nur über 300 km und somit die Hälfte der Reichweite verfügen.

Mobility Startup Volocopter: vollelektrische Flugtaxis auf fixierten Strecken

Die Flugtaxis des Typs 2X von Mobility Startup Volocopter sind ebenso Senkrechtstarter und elektrisch betrieben. Was sie jedoch von den Flugtaxis von Lilium und Flügelaeronautics unterscheidet ist, dass sie nicht auf Abruf, sondern auf fixen Strecken eingesetzt werden sollen. Sie sollen Passagiere beispielsweise zu Haltestellen des ÖPNV oder zu Einkaufszentren oder Sehenswürdigkeiten fliegen.

Seit Anfang 2019 kooperiert Startup Volocopter mit dem Betreiber des Frankfurter Flughafens, der Fraport AG. Als Teil der Zusammenarbeit darf das Startup seine Flugtaxis auf dem Gelände des Flughafens testfliegen lassen. Ziel der Kooperation ist es, die Flugtaxis irgendwann fest in den Verkehr an Deutschlands größtem Flughafen zu integrieren.

Unser Fazit zu dem Trend der Flugtaxis und dem Dresdner Mobility Startup Flügelaeronautics

Eine Sache ist sicher: Flugtaxis werden kommen und Teil unserer Mobilitätszukunft sein – es ist lediglich eine Frage der Zeit. Der Personentransport per Flugtaxi ist zweifellos eine Mobilitätsform, die in Zukunft nicht nur den Verkehr, sondern auch die Umwelt entlasten helfen kann.

In der Euphorie um Flugtaxis sollte man jedoch nicht vergessen, dass es immer mehr Mobility Startups gibt, die sich der Entwicklung der Luftfahrzeuge widmen. Und Startups wie Lilium und Volocopter stellen mit ihren vollelektrischen Antrieben für das Dresdner Startup Flügelaeronautics ernstzunehmende Wettbewerber dar.

Trotz alledem geht Mobility Startup Flügelaeronautics zweifellos den richtigen Weg mit der Entwicklung seiner Flugtaxis – es wird interessant bleiben, wie sich das junge Startup gegen seine Wettbewerber durchsetzen wird. Es wird daher interessant bleiben, was die Zukunft für Flugtaxis und das Dresdner Mobility Startup noch bringen wird – wir bleiben dran und berichten weiter.