Heute Abend sprachen Roger Atkins und ich in unserer 3. Episode der ‘Global EV Talks’ auf Clubhouse mit dem Filmemacher Chris Paine und der Journalistin und Co-Produzentin Chelsea Sexton. Bereits im Jahr 2006 wirbelte der Film “Who killed the electric car” ziemlich viel Wind in der Automotive Szene auf. Im Jahr 2011 legte Chris dann nach mit dem Film “The revenge of the electric car” – für diejenigen, die diesen Elektro-Thriller noch nicht gesehen haben, gibt es hier einen coolen Trailer:

Nachdem ich mir selbst kürzlich den Film “Who Killed The Electric Car” und dessen Fortsetzung “Revenge Of The Electric Car” nochmals angesehen habe, bin ich wie viele andere davon überzeugt, dass der Trend zur vollständigen Elektrifizierung von Fahrzeugen unaufhaltsam ist. Zweifelsohne wird es auf dem Weg dorthin noch einige Wendungen geben – aber die richtige Seite der Geschichte, auf der man jetzt stehen sollte, ist definitiv die elektrische Seite. Ja, in der Tat liegt dieser Film bereits zehn Jahre zurück. Die damals gestellte Frage nach dem Gewinner unter den Innovatoren in der Automobilbranche ist inzwischen ja beantwortet: Elon Musk, hier auf dem Video noch in recht jungen Jahren zu sehen.

Welche Erkenntnisse sind seit dem zweiten Film von Chris Paine hinzugekommen?

Doch was sind die Erkenntnisse der letzten zehn Jahre? Um die Beantwortung dieser Frage ging es vor allen Dingen in unserer internationalen Runde an dem heutigen Abend. Chelsea Sexton gilt in der Szene eher als vorsichtig optimistisch, sie selbst hat erst kürzlich ihr erstes E-Auto gekauft und sagte, dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis das Elektroauto signifikant die Verbrennerfahrzeuge abgelöst habe.

Chris Paine ist da deutlich weiter, er gehörte zu einem der ersten Kunden für den Tesla Roadster. Chris ist seit Ende der 90er Jahr eng mit Elon Musk befreundet und berichtete frisch und frei von den gemeinsamen Erlebnissen.

Unser Talk ist immer auf sechzig Minuten begrenzt, mit insgesamt gut 150 Zuhörern aus aller Herren Länder war der Gesprächsraum bestens gefüllt. In der nächsten Woche sind wir dann wieder live, selber Ort und dieselbe Zeit.

Unser Global EV Talk – Episode 3 – auf Clubhouse – wie immer Mittwochs um 18 Uhr CET.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Gesprächsrunde waren für mich:

  • Wir müssen bei der weiteren Entwicklung der EVs – also der elektrischen Fahrzeuge – viel stärker auf die emotionalen Gesichtspunkte achten. Die Engländer nennen das ‘story-telling’, also das Erzählen von Geschichten.
  • Dabei geht es auch darum, vom Elektroauto aus immer auch auf die weiteren elektrischen Fahrzeuge zu verweisen, also die E-Scooter, E-Mopeds oder die E-Bikes. Nur wer die weiteren elektrischen Fahrzeuge mit in die Welt der E-Mobilität integriert, der wird den Chancen der zukünftigen und vor allem urbanen Mobilität gerecht.
  • So sehr die Unterschiede in der Umsetzung der Elektromobilität zwischen China, Europa und Nordamerika noch sichtbar sind, umso mehr verschmelzen diese durch die globalen, mobilen Marken. Tesla macht es vor, aber auch die neuen Brands wie NIO, Polestar oder derer von E-Bikes wie Cowboy oder VanMoof zeigen, wie sehr der EV-Markt ein weltweites Thema ist.

Ich freue mich auf die Episode 4 unseres ‘Global EV Talks’ – in der kommenden Woche Mittwoch, 18 Uhr CET (=Berlin time).