Millionen Finanzierung für B2B Plattform AZOWO

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Bildrechte: Azowo GmbH

Die Berliner Wachstumsgesellschaft Project A investiert gemeinsam mit Chancenkapital BC aus Biberach und der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg einen Millionenbetrag in AZOWO. Die Mobility-Plattform aus Biberach gibt in dieser Woche den erfolgreichen Abschluss einer Seed-Finanzierung bekannt. Mit dem neuen Kapital plant AZOWO den Team-Ausbau der Bereiche Sales und  Marketing sowie die Weiterentwicklung des Produkts.

Höhere Auslastung der Fahrzeuge führt zu deutlicher Kostensenkung

AZOWO ist eine individuell anpassbare, cloud-basierte Mobility-Plattform für den B2B-Markt, mit der Unternehmen „ihre Fahrzeugflotte einfacher, transparenter und effektiver managen können“. Durch die höhere Auslastung der Fahrzeuge können deutliche Kosten eingespart werden. Das erste Produkt, das AZOWO über seine Plattform anbietet, ist eine Corporate Carsharing-Lösung. Dazu stellt das Unternehmen seinen Kunden eine Telematik-Box bereit, die an jedes Fahrzeugmodell angebracht werden kann. Auch bestehende Fuhrparks, Scooter oder Fahrräder können über die Box angebunden werden. Der Vorteil für Unternehmen ist eine flexible Nutzung, da die Fahrzeuge digital reserviert und schlüssellos genutzt werden können.

“Viele Unternehmen haben eine sehr ineffiziente Auslastung ihrer Fahrzeugflotte und ein umständliches Flottenmanagement-System, das wollen wir ändern”, sagt Andreas Kopf, einer der drei Gründer und Geschäftsführer von AZOWO. “Unser Ziel ist es, das Flottenmanagement so ökonomisch, einfach und transparent wie möglich zu gestalten.”

“Wir sehen im Bereich Mobility großes Potenzial und sind beeindruckt vom ambitionierten Team”, sagt Uwe Horstmann, Partner beim Berliner Project A. “Neben der finanziellen Unterstützung werden wir uns auch operativ einbringen. Unsere Experten unterstützen AZOWO vor allem in den Bereichen Marketing, Sales und Business Intelligence.”

AZOWO plant neue Produkte für Fahrzeugflotten

Für das dritte Quartal 2018 plant AZOWO als zweites Produkt den Launch einer umfassenden Flottenmanagement-Lösung, die mit entsprechender App den Zugang zu einer digitalen Fahrzeugakte für jedes Fahrzeug ermöglicht. Flottenmanager bekommen so einen Echtzeit-Überblick über die Fahrzeuge ihrer Flotte, sowohl über die gemeinsam genutzten Carsharing-Fahrzeuge, als auch die fest zugeordneten klassischen Firmenwagen. Mithilfe der aggregierten Daten aus manuellen Angaben und der Telematik-Box können Informationen zu Kilometerstand, aktueller Fahrzeugposition, anstehenden Buchungen oder dem Füllstand des Tanks direkt eingesehen werden. Features wie ein digitales Fahrtenbuch oder ein Tool zum Schadensmanagement erleichtern die Nutzung auch für den entsprechenden Fahrer.

“Carsharing ist ein starker Trend, wenn es um die Mobilität von morgen geht und es wird Zeit, dass diese Entwicklung auch in Unternehmen Einzug hält”, sagt MBG-Geschäftsführer Dirk Buddensiek. “AZOWO bietet eine flexible Plattform, die es Unternehmen so einfach wie möglich macht.”

Die Nutzung von Carsharing-Angeboten im B2C-Bereich hat sich in Deutschland seit 2015 auf über zwei Millionen Privatnutzer verdoppelt. Diese Zahlen zeigen, dass der Trend der Sharing Economy, der sich in verschiedenen Branchen abzeichnet aber im Bereich Mobilität mit am stärksten sichtbar ist, weiter festigt. Auch in der Unternehmenswelt wird das Thema “End of Ownership” immer relevanter. Es gibt zwar derzeit noch keine staatlichen Vorgaben, aber es wird von Unternehmen immer stärker verlangt, Verantwortung für ihre CO2-Bilanz zu übernehmen. Eine Reduzierung bzw. Optimierung der Fahrzeugflotte ist ein erster Schritt in diese Richtung. Mit AZOWO können Unternehmen ihre Fahrzeugflotte aktuell bis zu 40 Prozent effizienter auslasten. Das Unternehmen wurde 2015 von Peter Jegutzki, Andreas Kopf und Patric Schneider mit Sitz in Biberach gegründet.

 

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