Milk & More – StreetScooter erobert Großbritannien

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Milk & More – StreetScooter erobert Großbritannien
Quelle: Deutsche Post DHL Group

Still und leise wird morgens noch vor sieben Uhr Milch, Obst, Gemüse und vieles mehr ausgeliefert. Perfekt zum Frühstück gibt’s dann die frischen Sachen – viele davon von regionalen Anbietern – auf den Tisch. Klingt unwahrscheinlich? Der britische Lieferservice Milk & More versucht genau das. Und hat sich dafür den deutschen StreetScooter zur Hilfe geholt.

Umweltfreundliche Milchlieferung

Der Milchmann hat bei den Briten eine recht lange Tradition. Morgens stellt er die vollen Milchflaschen vor die Tür und holt sie wieder ab, wenn sie leer sind. In der Firmenphilosophie von Milk & More steht sowohl Regionalität, Gesundheit wie auch Umweltfreundlichkeit sehr weit oben. Daher haben sie sich jetzt für den Einsatz für die StreetScooter entschieden. Um die Auslieferung noch ökologischer zu machen. 

Weiß-blau statt post-gelb

In Deutschland kennt man die kleinen knuffigen Elektroautos als gelbe Flitzer, die in der Stadt mehr oder weniger geräuschlos als Postautos dienen. Die StreetScooter GmbH hat die knuffigen Autos zusammen mit der Deutschen Post entwickelt, um deren Flotte umweltfreundlicher zu machen. Mittlerweile sieht man sie z.B. in Stuttgart ziemlich häufig durch die Wohngebiete cruisen. Milk & More hat gerade 200 von diesen Scootern bestellt. Natürlich nicht im klassischen post-gelb, sondern in ihren Farben – weiß-blau. Es ist die große Variante – der „Work L Box“. Die Besonderheit am 8 m3 großen Aufbau ist, dass er natürlich gekühlt werden kann. Und noch etwas ist ungewöhnlich: Alle haben das Lenkrad auf der linken Seite. Für die Produktion war das also keine große Umstellung. Grund dafür sei, so Milk & More, die erhöhte Sicherheit für den Fahrer, wenn er auf der Gehwegseite aussteigt anstatt zur Straße hin. Mein erster Gedanke dabei war, dass dadurch aber doch die Sicherheit während des Fahrens darunter leidet. Wer schon einmal mit dem Linkslenker im Linksverkehr unterwegs war, kann das mit Sicherheit nachvollziehen. Das ist doch eine kleine Herausforderung. Die Zulassung auf britischen Straßen ist aber wohl schon erfolgt.  

Das perfekte Fahrzeug für Milk & More

Ironisch finde ich eigentlich die Tatsache, dass es die Deutsche Post ist, die – jetzt sogar im Ausland – beginnt andere Unternehmen bei einer emissionsfreien Belieferung zu unterstützen. Patrick Müller, CEO von Milk & More, macht sogar deutlich, dass sie „mit dem StreetScooter […] das perfekte Fahrzeug für unsere Bedürfnisse gefunden [haben].“ Und Jürgen Gerdes Konzernvorstand Corporate Incubations von Deutsche Post DHL Group und verantwortlich für den StreetScooter, ist sichtlich stolz darauf: „Als Innovationsführer helfen wir Kunden, in ihrer eigenen Branche ebenfalls innovative Wege zu gehen.“ 

Zukunft trifft Tradition

Damit hält das E-Auto ein weiteres Mal Einzug in den Bereich der sogenannten „last mile“ – und zusätzlich noch in ein sehr traditionsreiches Gewerbe. Spannender weise sind – wie gesagt – die großen Autobauer wieder einmal nicht mit von der Partie. Das Unternehmen Milk & More unterstützt mit seinem Vorhaben die ambitionierten Ziele der britischen Regierung in Sachen Klimawandel und Emissionsreduzierung. Bleibt zu hoffen, dass auch trotz Brexit der StreetScooter weiterhin auf die britischen Inseln verkauft werden kann – vor allem hinsichtlich der Kosten.  

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