Am vergangenen Montag zeigte Mercedes-Benz Vans in Kopenhagen einer angereisten Gruppe von Journalisten seine Vision URBANETIC. Die Schwaben präsentierten ihr revolutionäres Mobilitätskonzept, ‚das weit über bisherige Ideen rund um autonome Fahrzeuge hinausgeht‘.

Die Trennung von Personen- und Gütertransport entfällt

Denn Vision URBANETIC hat etwas Revolutionäres in sich: es hebt die Trennung von Personenbeförderung und Gütertransport auf. Somit wird eine bedarfsgerechte, nachhaltige und effiziente Beförderung von Personen und Gütern machbar. Gleichzeitig werden die Bedürfnisse von Städten, Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie Reisenden und Pendlern auf innovative Weise erfüllt.Während beispielsweise tagsüber das Fahrzeug für den Personentransport eingesetzt wird, kann es in der Nacht Waren innerhalb der Städte transportieren.

Damit soll die Vision bereits in wenigen Jahren helfen, Verkehrsströme zu reduzieren und innerstädtische Infrastrukturen zu entlasten. Natürlich voraussetzend, dass wir in diesen ‚wenigen Jahren‘ von den rechtlichen und planerischen Gegebenheiten autonom Fahren dürfen.

Elektrisch betriebenes Chassis mit unterschiedlichen Aufsätzen

Das visionäre Fahrzeug basiert auf einem autonom fahrenden, elektrisch betriebenen Chassis. Hierauf sind unterschiedliche Wechselaufbauten aufbaubar. Für den Personentransport sind bis zu zwölf Passagiere machbar, im Cargo-Modul können bis zehn EPAL-Paletten transportiert werden. Das Fahrzeug hat eine Länge von 5,14 Metern, die Laderaumlänge ist mit 3,70 Metern angedacht. Zudem integriert das Konzept eine IT-Infrastruktur, die in Echtzeit Angebot und Nachfrage in einem definierten Mobilitätsraum analysiert. Das können zunächst kleinere Areale sein, zukünftig sind hier aber auch ganze Städte oder Ballungszentren denkbar.

Mercedes-Benz Vans möchte die Innenstädte entlasten

Mit dem Vision URBANETIC verfolgt Mercedes-Benz Vans ein ambitioniertes Ziel: auf einer nahezu unveränderten Straßeninfrastruktur sollen mehr Personen und Güter mit weniger Fahrzeugen befördert werden. Hiermit sollen die Innenstädte entlastet werden, die CO2-Emissionen reduziert und gleichzeitig die kontinuierlich wachsenden Mobilitätsanforderungen erfüllt werden.

Dank der autonomen Steuerung des Vision URBANETIC auf Level 5-Niveau – dem vollautomatisierten Fahren – verringern sich die Betriebskosten, während die Betriebsdauer steigt. Wenn man einmal vom Zeitraum des Ladens des batterieelektrischen Antriebes und den Wartungszeiträumen absieht, kann jedes Fahrzeug an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr genutzt werden. Somit werden beispielsweise im Personennahverkehr Lösungen rentabel, die mit einem Fahrer nicht wirtschaftlich zu betreiben wären.

Keine Frage die Vision von Mercedes-Benz ist in einem frühen Stadium. Dennoch konnten in Kopenhagen bereits diverse Module gezeigt werden. Zusätzlich erklärten die Van Mitarbeiter in Workshop ihre Intentionen und Strategie. Es war ein spannender Tag.

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