Mercedes und Porsche folgen Audi auf dem Pfad der Elektromobilität in die Formel E. In der Saison 2019/2020 dürfen die beiden Hersteller in die elektrische Rennserie einsteigen. Audi hatte bereits dieses Jahr den Platz von Abt eingenommen, um als Hersteller neue Erfahrungen sammeln zu können und diese in seinen Modellen für die Straße anzuwenden.

Offiziell als Teilnehmer anerkannt

Mercedes-Benz und Porsche wurden nun offiziell von der FIA als Teilnehmer anerkannt. Damit dürfen sich die die beiden deutschen Automobilhersteller nun für die Elektroauto-Rennserie Formel E vorbereiten. Die beiden Traditionsunternehmen dürfen laut Mitteilung in der Saison 2019/2020 an der Rennserie teilnehmen.

Klassement

Elf Teams umfasst das Klassement in der Saison 2019/2020. Neben den beiden neuen Herstellern  sind Audi (früher Abt), BMW, DS Automobiles, Jaguar Land Rover,Nissan, Mahindra Racing, NextEV NIO, Penske Autosport und Venturi Automobiles am Start.

Mercedes – DTM aus Elektro an

Mercedes Benz hatte bereits im Sommer 2017 den Ausstieg aus der DTM bekannt gegeben. „Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir aus der DTM aussteigen wollen – aber wir machen das mit Respekt gegenüber der Serie und mit Respekt gegenüber allen unseren Partnern. Deswegen wollten wir das mit langen Vorlauf haben“, erklärt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolf dem ‚SWR‚.

„Wir haben über Wochen diskutiert, welches die besten Plattformen für uns sein könnten – auch im Hinblick auf den Launch unserer Elektrofahrzeuge 2019 und 2020. Aus diesem Grund hat man sich entschieden, statt der DTM Formel E zu machen“, so der Mercedes-Motorsportchef. SWR

„Es ist wichtig, dass man eine konsequente Strategie hat. Und wir decken mit der Formel 1 und der Formel E beide Seiten des Spektrums ab. Wir machen globalen Motorsport mit Hightech auf der größten Bühne, die es mit der Formel 1 gibt, und auf der anderen Seite ein Start-up-Business, wie die Formel E sie heute ist“ SWR

Porsche – LMP1 aus Eletro an

Porsche beendet sein LMP1-Engagement in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zum Saisonende 2017. Neben der neuen Fokusierung auf den Einsatz des 911 RSR in der GT-Klasse der FIA World Endurance Championship, setzt man auch hier auf die Elektromobilität. (Porsche)

„Einstieg und erfolgreiche Präsenz in der Formel E sind die logische Konsequenz unserer Mission E. Wachsende Freiheitsgrade für Eigenentwicklungen machen die Formel E für uns attraktiv“, sagt Michael Steiner, Entwicklungsvorstand der Porsche AG. (Porsche)

„Porsche setzt auf alternative und innovative Antriebskonzepte. Die Formel E ist für uns das ultimative kompetitive Umfeld, um die Entwicklung von High Performance-Fahrzeugen in punkto Umweltfreundlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit voranzutreiben.“(Porsche)

Größere Akkus

Derzeit läuft die vierte Serie der Formel E die am19. Mai nach Berlin kommt. In der fünften Saison könnten die Rennwagen größere Akkus bekommen, sodass ein Fahrzeugwechsel überflüssig wird. Momentan führend ist das Team Techeetah.

Formel E

Die Formel E ist eine rein elektrisch betriebene Rennserie und startete am 13 September 2014 in ihre erste Saison. Ähnlich der Formel 1 fahren hier 10 Teams mit 20 Fahrern weltweit gegeneinander.  Der Automobilverband FIA ist der Veranstalter dieser Rennserie und organisiert neben der Königsklasse Formel 1 auch die elektrische Rennserie. Viele ehemalige Formel 1 Piloten fahren in der Serie, die mit den Werten wie Umweltfreundlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit die junge Zielgruppe ansprechen soll. (Formel E)

Erfahrungen der Formel E

Die Formel soll als kompetitives Umfeld für die Automobilindustrie dienen. Denn hier können die Automobilhersteller testen welche Motoren und Komponenten am besten zusammen arbeiten und ihre Rückschlüsse auf die Fertigung von Automobilen für den Endverbraucher ziehen.

Location

Besonders cool sind die Lokationen der Rennserie, denn als Austragungsorten dienen eigens entworfene Straßenkurse direkt in den Stadtzentren. Dies ermöglicht den Zuschauern ein besseres Feeling und die Nähe zu diesem Motorsport.

Die Formel E besitzt eine immer weiter steigende Bedeutung in der Motorsportwelt. Durch eine Vielzahl an namhaften Herstellern und Unterstützern machte sich die nachhaltigste aller Rennserien einen Namen auf der Weltkarte. Rund um den Globus erfreuen sich viele Grand Prix an großer Beliebtheit.

Der Transfer auf die Straße

Gründer und CEO der Formula E Holdings  Alejandro Agag setzt darauf, dass der starke Wettbewerb einiger der besten Automobilhersteller dafür sorgt, dass die Elektrotechnologie immer weiter verbessert und nach vorne getrieben wird. FIA-Präsident Jean Todt zeigt sich überaus zufrieden mit seiner jüngsten Rennserie. „Wir wollen zeigen, dass Städte und ihre Führungen praktikable Lösungen im Hinblick auf nachhaltigen Transport besitzen.“

Fazit

Ein gutes Zeichen, das nun mit dem Zugang von Porsche und Mercedes Benz fast alle großen deutschen Hersteller an dieser Rennserie teilnehmen. Die Premium Hersteller mit Motorsport Affinität zieht es zu der elektrischen Fortbewegung und die Erfahrungen werden sich auf der Straße widerspiegeln. Das sieht man bereits an Jaguar, die mit dem I Pace ihr erstes Elektroauto auf den Markt gebracht haben und bereits länger an der Formel E teilnehmen.

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