Mercedes-Benz bereitet sich auf die Markteinführung seines ersten Elektrofahrzeugs der nächsten Generation, des elektrischen SUV EQC, 2019 vor und veröffentlicht bereits einige interne Crashtestergebnisse.

Batterie & Kapazität

Der EQC verspricht eine hohe Fahrdynamik dank zweier Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit zusammen 300 kW Leistung. Basis dafür ist eine Lithium-Ionen-Batterie (408 V, 210 Ah) mit einer Kapazität von 80 kWh. Leistungsmäßig  positioniert sich der EQC mit seinem Energiegehalt der Batterie nach NEFZ damit unterhalb von Tesla mit seinen 100 kWh. Der Jaguar I-PACE ist mit seinen 90 kWh ebenfalls stärker aufgestellt.

Der Mercedes-Benz EQC verspricht dank seiner ausgeklügelten Betriebsstrategie eine elektrische Reichweite von über 450 km nach NEFZ.

Strenge Sicherheitsstandards

Weil es das erste vollelektrische Fahrzeug des Unternehmens ist, das von Grund auf elektrisch ist, sagte der Autohersteller, dass man “strenge Sicherheitsstandards für die Batterie und alle stromführenden Komponenten anwendet”.

Basierend auf den Crashtests gab Mercedes-Benz an, dass es bereits gelungen sei, mehrere Sicherheitsmerkmale zu verbessern:

  • Ein neuer Rahmen umgibt die im vorderen Teil befindlichen Antriebskomponenten, die von den üblichen Befestigungspunkten getragen werden.
  • Die Batterie ist von einem robusten Rahmen mit integrierter Crashstruktur umgeben. Zwischen Rahmen und Batterie sind Verformungselemente eingebaut, die bei einem starken Seitenaufprall zusätzliche Kräfte aufnehmen können.
  • Ein Batterieschutz im vorderen Bereich der Batterie kann verhindern, dass der Energiespeicher von Fremdkörpern durchbohrt wird.
  • Das Hochspannungsnetz kann je nach Schweregrad bei einem Crash automatisch abgeschaltet werden. Es wird zwischen einer reversiblen und einer irreversiblen Abschaltung unterschieden. Beim Abschalten sinkt die Spannung im Hochspannungsnetz außerhalb der Batterie in kürzester Zeit unter die sicherheitsrelevante Spannungsgrenze.
    Ein weiteres Merkmal des umfassenden Hochspannungssicherheitskonzeptes ist, dass der Ladevorgang automatisch abgebrochen wird, wenn bei Stillstand an einer Schnellladestation ein Stoß erkannt wird (Gleichstromladung). Es gibt auch Abschaltpunkte, an denen Notfallteams das Hochspannungsnetz manuell deaktivieren können.
  • Neben der Bewertung der Insassenwerte bei einem Crash wurde auch die Unfallsicherheit der Batterie getestet. Zu den Prüfkriterien gehörte das Verhalten der Batterie unter Einwirkung und Eindringen von Fremdkörpern, wobei auch Überhitzung und Überlastung simuliert wurden.

Das Laden beim Mercedes-Benz EQC

Der EQC verfügt serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und ist damit für das Wechselstrom- (AC-) Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet.

Bis zu drei Mal schneller als an einer Haushaltssteckdose erfolgt das Laden an einer Mercedes-Benz Wallbox. Und noch schneller geht es über Gleichstromladen, abhängig vom  Ladestand lädt der EQC an einer entsprechenden Ladestation mit einer maximalen Leistung von bis zu 110 kW. Die Ladezeit soll dann gemäß Schätzungen etwa 40 Minuten von 10 – 80 Prozent betragen.

Technische Daten des EQC

CO2-Emission

0 g/km

Stromverbrauch (NEFZ)

22,2* kWh/100 km

Reichweite (NEFZ)

über 450* km

Antrieb

2 Asynchron-Maschinen, Allradantrieb

Nennleistung

300 kW (408 PS)

Max. Drehmoment

765 Nm

Höchstgeschwindigkeit

180 km/h (abgeregelt)

Beschleunigung 0-100 km/h

5,1 s

Batterie

Lithium-Ionen

Energieinhalt Batterie (NEFZ)

80 kWh

Batteriegewicht

650 kg

Länge/Breite (mit Spiegel)/Höhe

4.761/1.884 (2.096) /1.624 mm

Spurweite (VA/HA)

1.625/1.615 mm

Radstand

2.873 mm

Gepäckraum (je nach Ausstattung)

ca. 500 L

Leergewicht/zul. Gesamtgewicht/Zuladung (DIN)

2.425*/2.930/505 kg

zul. Anhängelast bei 12% Steigung

1.800 kg

 

Hier ist ein Video vom internen Crashtest des EQC Elektro-SUVs:

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