Magment – induktive Ladung durch leitenden Beton

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Bild: Magment

Magment ist eine Firma aus dem Süden Münchens, welche die induktive Ladung von Elektrofahrzeugen während der Fahrt ermöglichen möchte. Dabei geht sie nicht die bislang bekannten Wege der in der Straße verbauten elektrischen Spulen, sondern nutzt den Zement selbst für die Ladung.

Die Funktionalität

Der Beton von Magment soll die induktive Ladung während der Fahrt weitgehend unabhängig von der genutzten Spur ermöglichen. Der Beton behält die sicherheitsrelevanten Eigenschaften eines herkömmlichen Straßenbelags. Er kann ohne Probleme in bereits bestehenden Straßen verbaut werden. Auch für den Einsatz innerhalb des Fahrzeugs als Spule für die zu ladende Energie ist er geeignet. Laut Magment würde der Einsatz hier zu einer Gewichtsreduzierung führen.

Der Beton verdichtet sich selbst und erübrigt somit die Bearbeitung mit einem Presslufthammer. Zusätzliche Eigenschaften neben der elektrischen Leitfähigkeit ist eine gute Wärmeleitfähigkeit und mechanische Widerstandsfähigkeit. Insbesondere die Wärmeleitfähigkeit dürfte bei einem potentiellen Einsatz im Fahrzeug für die Kühlung von Bedeutung sein.

Zusätzlich bietet die Firma sogenannte Magnetfeld-Konzentratoren an, welche das Magnetfeld formen und leiten können. Damit erhöht sich die Effizienz der Ladungen in Abhängigkeit von der Fahrzeughöhe über der Straße. E-PKW könnten mit einer 92-95 prozentigen Effizienz geladen werden. Diese reduziert sich bei Bussen und LKW bis auf 83,5 – 86%. So kann die Ladung zumindest auf Parkplätzen beschleunigt werden.

Der Beton besteht, statt des üblichen Kies und Sand, zu 87 % aus elektrisch leitenden Teile von Elektroschrott und keramischen Ferriten. Diese werden aus der Umgebung der Firma bezogen.

Der Umweltaspekt

Der Beton ist eine gute Möglichkeit zur Verwertung der riesigen Massen von Elektroschrott. Allerdings stellt sich auch die Frage, wie er selbst weiterverwendet wird. Ist eine Auftrennung in elektrische Teile und Beton nach Ablauf der Lebensdauer möglich oder wird das Endprodukt zu Sondermüll? Der Verzicht auf Kies und Sand ist auf jeden Fall ein Gewinn, da die weltweiten Vorräte, von für den Bau geeignetem Kies und Sand, sehr knapp sind und zu massiven Zerstörungen in der Natur führen.

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