Tesla hat nach neusten Informationen Tausende von Supercharger Stationen in Bau. Eine neue Karte für die USA soll demnächst kommen. In Deutschland werden Supercharger gebaut, die nur für Tesla freigegeben sind.

USA Supercharger

Der CEO von Tesla, Elon Musk gab auf Twitter bekannt, dass bald eine aktualisierte Karte kommt, da sich “Tausende von Supercharger-Stationen” in der Bau- oder Genehmigungsphase befinden. Derzeit werden in den USA mehrere neue Schnellladesysteme für Elektrofahrzeuge gebaut, aber das Supercharger-Netzwerk von Tesla ist immer noch das Best ausgebaute.

Neue Ladestationen

Der in Kalifornien ansässige Autohersteller hat  in diesem Jahr neue Ladegeräte im Rekordtempo aufgebaut. Laut der Website Supercharge.info startete Tesla das Jahr mit 1.124 Stationen auf der ganzen Welt und hat in den ersten 4 Monaten des Jahres bereits 121 neue Stationen hinzugefügt.

In Amerika haben Teslas größte Ladestationen bis zu 40 einzelne Ladesäulen. Das Unternehmen hat die Idee des „angenehmen“ Ladens ausgebaut und bietet bei den beiden größten Ladestationen ein völlig neues Konzept mit einer Lounge.

Geplante Ladestationen

Musk teilte jetzt mit, dass tatsächlich “Tausende” von Supercharger-Stationen in Arbeit sind. Man will das Tempo beschleunigen, um in diesem Jahr einige neue Stationen online zu bringen.

Standorterweiterung

Musk bezieht sich bei seinem Post  auf “Standorte” und nicht auf “Supercharger”. Das dürfte bedeuten, dass es um neue Ladepunkte geht. Dies würde eine Verdoppelung des derzeitigen Netzwerks bedeuten, welches derzeit aus 1.252 Stationen und 9.721 Supercharger besteht.

Supercharger Genehmigungsprozess

Um einen Supercharger in Betrieb zu nehmen, muss Tesla einige Dinge beachten.

  • Standort vereinbaren und Genehmigung der Stadt erwerben
  • die in Kalifornien gebaute Hardware liefern
  • einen Auftragnehmer für die Installation der Hardware beauftragen
  • Verbindung mit dem Stromversorgungsunternehmen herstellen.

Deutschland Ladesäulenverordnung

Aufgrund der Ladesäulenverordnung war es Tesla nicht möglich weitere Supercharger-Standorte zu bauen. Das Problem, welches Deutschland Tesla bereitete war, das Ladestationen öffentlich zugänglich, aber nicht für alle Elektrofahrzeuge geeignet sind. Tesla hat nun eine Lösung gefunden, diese Verordnung zu umgehen.

Beim neuen  Standort Beelitz weißt man mittels eines Schilds eindeutig daraufhin, wer Zugang zu den Superchargern erhält. „Nur für Teslafahrer während des Ladevorgangs zugänglich“. Damit will man diesem Abschnitt der Ladesäulenverordnung entgehen:

„Wird der Zugang dagegen nur einer von vorneherein bestimmten oder bestimmbaren Personengruppe eingeräumt, liegt kein öffentlich zugänglicher Ladepunkt im Sinne dieser Verordnung vor.“  (LSV / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Weitere Lösung

Eine weitere Lösung könnte eine Schranke mit Pin-Code sein. Der Code wird auf dem Display des Tesla angezeigt und damit exklusiv.

Ob die einfachere Variante mit dem Warnschild ausreichend ist, muss noch die Bundesnetzagentur entscheiden. Die Variante der Schranke könnte nämlich eher gegen die Verordnung verstoßen:

„Der Betreiber eines Ladepunkts hat den Nutzern von Elektromobilen das punktuelle Aufladen zu ermöglichen. Dies stellt er sicher, indem er an dem jeweiligen Ladepunkt .. keine Authentifizierung zur Nutzung fordert“ (LSV / Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Fazit

Tesla baut aus und das besonders in Ländern, in denen Verordnungen nicht den Fortschritt blockieren. Ich finde es sehr merkwürdig, dass der LSV die Ladeinfrastruktur und deren Ausbau in dem Maße beschränkt. Natürlich ist es besser, wenn Ladestationen jedermann zur Verfügung stehen. Tesla jedoch den Ausbau zu beschränken, ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wir sollten froh sein, wenn die Anzahl der Ladestationen zunimmt, ansonsten beschäftigt man sich ewig mit dem Henne Ei Problem der deutschen eMobilität.