Kaufprämie für Elektroautos – Erfolg ausbleibend

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Elektromobilität

Seit der Einführung der Kaufprämie für Elektroautos sind die Zahlen nicht wirklich überzeugend. Und auch die Diesel Krise und mögliche Fahrverbote haben anscheinend keinen positiven Effekt auf die Anträge.

Geldmittel verfallen

Bis Ende März wurden in Deutschland insgesamt 57.549 Anträge bei der zuständigen Behörde gestellt. Insgesamt kann die Prämie, die bis Ende Juni 2019 läuft, knapp 300.000 Autos bezuschussen. Werden in den nächsten 1 ¼ Jahren nicht deutlich mehr Autos gekauft und bezuschusst, verfällt die Förderung.

Genaue Zahlen

Von den knapp 58.000 Anträgen, waren knapp 33.000  Anträge für reine Elektro-Autos. Knapp 24.000 Anträge gingen  für Plug-In-Hybride ein und der Rest entfiel auf andere Fahrzeuge, wie zB Autos mit Brennstoffzelle.

Von diesen Anträgen fallen knapp die Hälfte, nämlich 26.561 Anträge auf Privatpersonen und 29.906 auf Unternehmen. Mit 541 Annahmen wurden kommunale Betriebe oder Zweckverbände bezuschusst.

Prämien

Für den Kauf eines Elektroautos zahlt der Bund eine Prämie von 4.000 Euro. Plug-In-Hybride werden noch mit 3.000 Euro gefördert.

Model S wieder Zuschussfähig

Das Auto des Herstellers Tesla, das „Model S“, ist seit kurzem wieder zuschussfähig. Tesla hat nachgewiesen, dass man das Fahrzeug zu einem Preis von weniger als 60.000 Euro erwerben kann. Über dieser Grenze erhalten eAutos keine Förderung. Das Bundesamt hatte das „Model S“ im Dezember von der Förderungsliste gestrichen, da man das Model S nur mit zusätzlichen Komfortpaket kaufen konnte und somit immer die Preishöchstgrenze überschritt. Tesla hat dies nun wiederlegt.

Bundesumweltministerin für Prämie für Elektro-Lieferfahrzeuge

In der Dienstagsausgabe der BILD Zeitung hat Svenja Schulze (SPD) für die Einführung einer solchen plädiert. Man wolle Anreize schaffen, dass sie eAutos schneller verbreiten. Besonders Kommunen will man anregen, alte Diesel Busse in Rente zu schicken und auf umweltfreundlichere elektrische Fahrzeuge umzusteigen.

 „Ich will mehr Anreize, damit sich E-Autos schneller verbreiten. Deshalb brauchen wir eine Prämie für Elektro-Lieferfahrzeuge. Auch bei Bussen im öffentlichen Nahverkehr muss die Elektro-Quote steigen. Hier übernehmen wir ab sofort den größten Teil der Zusatzkosten für die Städte.“ – Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin gegenüber BILD

Fazit Ladenhüter Umweltprämie

Eigentlich wollte man mit Hilfe eines Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Seit Juli 2016 können Käufer eines Elektroautos, oder Hybriden die Prämie beantragen. Nach bisherigen Planungen soll die Förderung am 30. Juni 2019 enden und 300.000 Fahrzeuge auf deutsche Straßen bringen. Der Blick auf die jüngste Zwischenbilanz zum Antragstand per 31. Januar 2018 ist weiterhin ernüchternd. Warum hat man immer noch nicht erkannt, dass man das Henne Ei Problem lösen muss und nimmt man nicht ein Teil des Geldes und investiert ihn in eine flächendeckende Ladeinfrastruktur?

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