Die neue Mobilitätsmarke der beiden großen Fahrzeughersteller Daimler und BMW hat einen Namen: “Jurbey”! So berichten übereinstimmend mehrere Medien und Mobility Szenekenner.

Carsharing und Ridehailing werden zusammengelegt – ebenso das Parken und Laden per App

Aus Berlin heraus werden die Münchener und Stuttgarter die Produkte der next-generation Mobility anbieten. Offiziell werden ab dem heutigen 1. Februar fünf Gesellschaften an den Start gehen. Neben dem Carsharing legen BMW und Daimler ihre Ride-Hailing Geschäfte und weitere Mobilitätsplattformen zusammen. Hinzu kommen Dienstleistungen rund ums Parken und das Laden von Elektroautos per App.

Wofür steht der Name Jurbey?

Bitte fragen Sie mich nicht, wie man Jurbey tatsächlich ausspricht. Das Kunstwort ist eine Wortkreation, mit welcher wohl nur bisherige Insider etwas anfangen können. Aus car2go und DriveNow wird also Jurbey. Ich selbst hatte ja eher auf car2Drive oder 2goNow getippt. Doch anscheinend fehlte mir die Fantasie für etwas wirklich Neues.

Für was könnte dieses Kunstwort Jurbey stehen? The ‘Journey in urban environments of generation Y?’ Nun, ich finde das etwas weit hergeholt, aber sei’s drum: die Marketingstrategen der beiden OEMs werden bestimmt ihre Erklärung haben und uns alsbald mitteilen.

Car2go und DriveNow stellen nur einen Teil der neuen Mobilitätstochter

Im modernen Mobilitätsumfeld sind die Carsharing Töchter car2go und DriveNow inzwischen weltweit bekannt. Ganz gleich ob rein elektrisches Carsharing in Paris oder  Kopenhagen, oder auch in Übersee wie Vancouver: die Apps von car2go und DriveNow funktionieren rund um die Welt. Insgesamt haben beide Carsharing Unternehmen global mehr als 20.000 Fahrzeuge im Einsatz.

Beeindruckend ist auch eine Betrachtung der gemeinsamen Carsharing Flotte in der deutschen Hauptstadt. 2.600 Fahrzeuge und rund 500.000 registrierte Kunden fahren für beide Unternehmen allein in Berlin. Bang!

Welche weiteren Mobility Brands wandern unter das Dach von Jurbey?

Ganz konkret werden neben den beiden Carsharing Brands noch MyTaxi, Chauffeur Privé, Clevertaxi und Beat sowie Parkmobile und ParkNow zukünftig in fünf getrennten Gesellschaften unter dem Jurbey Markendach arbeiten. Für diesen Zusammenschluss gab nach der europäischen auch die US-Wettbewerbsbehörde grünes Licht.

Wo sitzt die Zentrale von Jurbey?

Das neue gemeinsame Unternehmen siedelt sich in Berlin-Mitte an. Dort dürfte es auch am einfachsten sein, die benötigten Software Entwickler für das gemeinsame Wachstum anzusiedeln. Rund um den Alexanderplatz und den Hackeschen Market finden sich bislang vor allem die Berliner Startups. Jurbey wird bestimmt versuchen, in Startup Manier seine Mobility Services auszubauen. Eine gewissen Entfernung zu den Zentralen in München und Stuttgart ist dabei sicherlich nicht ganz unerwünscht.

Was machen die jeweiligen Muttergesellschaften mit ihren Auslandstöchtern?

Nun, das ist eine interessante Frage. Ein Beispiel: die Daimler Mobility Services und Geely Group Company, eine Geschäftseinheit der Geely Holding Group, haben vor einigen Monaten in China ein Joint-Venture für einen Premium Ride-Hailing Dienst gegründet. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hangzhou bietet in mehreren chinesischen Städten Mobilitätsdienste zur Beförderung von Fahrgästen mit Premium-Fahrzeugen an. Wird das nun auch in Jurbey integriert? Wir werden es erfahren.

Wer sind die Wettbewerber von Jurbey?

Daimler (Mercedes-Benz) und BMW haben erkannt, dass sie letztlich jeweils alleine nicht mit den globalen, großen Herausforderern mithalten können. Gegen UBER und Lyft aus den USA oder das chinesische Didi sind die Töchter der beiden OEMs jeweils auf sich alleine gestellt chancenlos. Mit Jurbey hofft man nun eine Antwort auf die internationalen Herausforderer gefunden zu haben. Zumindest in Europa traut man sich zu, Marktführer in Mobility Services werden zu können.

Wo finde ich die digitalen Angebote von Jurbey?

Wir werden mit Sicherheit weiterhin per App auf die digitalen Angebote von Jurbey zurückgreifen können. Die digitalen Angebote von Jurbey werden aber zukünftig auch in den Fahrzeugen von BMW und Mercedes-Benz eingebaut.

Zusätzlich werden die Sharing und Pooling Dienste auch anderen Kunden angeboten. Das Ziel ist es, den Endkunden komplette Door-to-Door Services anbieten zu können. Gerade auf dieser sogenannten letzten Meile stehen wir vor riesigen Herausforderungen. Da kommt ein starker Player gerade recht.