hyPowerRange: Startschuss für neuen Hybridspeicher

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Quelle: www.pixabay.com
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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Hybridspeicherprojekt hyPowerRange zur Entwicklung von neuartigen Batterien. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Konzeptes für Elektrofahrzeuge, das neben der Reichweite auch den Kühlbedarf und die Kostenstruktur von eAutos verbessern soll.

Der Hybridspeicher integriert sich dabei in ein ganzheitliches Energiesystem der Elektrofahrzeuge, die durch das Thermomanagement mehr Reichweite versprechen.

Ganzheitliche Fahrzeuganalyse aus Fahrdaten

Die Hochschule Kempten analysiert verschiedenen Anforderungen an die Batterien aus bereits vorliegenden Daten analysiert, um Gesamtnutzungsprofile erstellen zu können. Neben den bereits vorhandenen Daten erhebt die Hochschule auch neue Daten, um ein detailliertes Lastenheft für alle Projektpartner zu erstellen. Anschließend wird eine Teststrategie erarbeitet und ab 2019 im Lade- und Fahrbetrieb getestet.

Direktkopplung ohne elektronische Zwischenwandler

Im Gegensatz zu bisherigen, vergleichbaren Projekten plant hyPowerRange, auf einen elektronischen Zwischenwandler der Batterie zu verzichten. Die direktgekoppelte Gesamtbatterie soll sich aus unterschiedlichen, anwendungspezifischen Hochenergie- und Hochleistungszellen zusammensetzen. Hierdurch wird eine modulare und flexible Anpassung der Batterieleistung möglich. Daher entwickelt die BMZ Group spezielle Algorithmen, die den gleichzeitigen Betrieb der unterschiedlichen Technologien (Hochleistungszellen und Hochenergiezellen) ermöglichen sollen.

Ein übergeordnetes Fahrzeug-Thermomanagement, in das auch die Batterie eingebettet wird, soll für zusätzliche Reichweite sorgen. Dabei soll durch eingebaute Wärmepumpen ein optimales Temperieren von Fahrzeug und Batterie erfolgen. Die Entwickler sehen dabei eine thermische Vorkonditionierung aus dem elektronischen Netz vor, um eine homogene Temperaturverteilung aller Zellen innerhalb des „Komfortbereichs“ sicherzustellen, so der Projektpartner BMZ Group.

Projektteilnehmer bei hyPowerRange

Quelle: http://www.hochschule-kempten.de/forschung/forschungsschwerpunkte-und-projekte/forschungsschwerpunkt-2-vernetzte-mobilitaet-und-fahrzeugtechnik/hypowerrange.html
Projektlogo hyPowerRange

Das Projektkonsortium besteht neben der Hochschule Kempten aus der ABT Sportsline, der Konvekta AG, dem Betrandt Ingenieurbüro und der BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH. Zu den Partnern aus der Wirtschaft kommen zudem die Fraunhofer-Institute für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) sowie für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Das Projekt hyPowerRange wird voraussichtlich zum Jahresende 2019 abgeschlossen. Wir sind gespannt, ob sich aus dem Projekt neue Lösungen für die aktuelle Batterieproblematik ergeben.

4 KOMMENTARE

  1. Ups..
    Dies haben die AMIS schon lange. Ziel wäre ein Hybrid der möglichst 120 KM rein elektrisch und erst darüber hinaus mit dem Benzinmotor angetrieben wird. Zur Zeit kommt dieser Forderung der neue Chevrolet Volt II am nächsten. Die grösseren Li – Batterien (über 60 KW) machen beim Aufladen zu Hause noch grosse Probleme. Es hat nicht jeder günstigen Nachstromm. ( ist dieser auch sauber?) Habe 70m2 Fotovoltaikanlage mit der man die 18 KW Batterie des Volt gerade noch bei bedecktem Wetter tagsüber aufladen kann. Achtung bei grösserem Entzug würde der Smartzähler auch noch auf teuren Tagstrom zugreifen. Die Unterhalts-Verbrauchskosten steigen da schnell auf Dieselniveau. Auch ein spez. Controller mit Speicher scheidet z. Zt. aus Preisgründen aus. Interessant ist ein neuer Vergleich eines 1200 er Hubraum Benziner mit 5 Plätzen der nicht mehr Umweltverschmutzung macht als ein TESLA. Der muss aber mit einem A 8 oder Mercedes verglichen werden….. sagen da die Profis. Gibt es einen Ort wo man mit dem 1200 er nicht hinkommt? (Ein solcher Motor reicht im Hybrid) Günstig läuft ja der TESLA auch nur wenn man nur 90 Km/h fährt.

  2. @ Max Strauss,es geht hier nicht um ein Hybridfahrzeug mit Verbrenner sondern um eine spezielle Batteriearchitektur ,die es beispielsweise ermöglicht, mit optimaler Betriebstemperatur und somit erhöhter Reichweite loszufahren und durch die Wärmepumpenheizung für Fahrzeuginnenraum und Batterie insgesamt ein Optimum als Gesamtsystem zu generieren.

  3. Lieber Arthur,
    die Batteriearchitektur ist bei einem E-Auto nicht anders als bei einem Hybridfahrzeug. Nur eben etwas grösser. Ich fand es angebracht als Praktiker mit diesbezüglicher Erfahrung, bei diesem Thema auf das Hauptproblem des Aufladens aufmerksam zu machen. Dass die neuen Li – Batterien im Winter aufgewärmt werden müssen und vor allem im Sommer gekühlt, wissen die Automarktführer dieser Branche seit 2010.Jene haben seit Anfang an Wärmepumpen sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen serienmässig eingebaut. Das Halten der Batteriethemperatur erfolgt automatisch unabhängig der eingestellten Klimaanlage für den Fahrerinnenraum.
    Dass vor allem bei grossen Stromabgaben sich die Batterien stark aufheizen, weiss nicht nur TESLA, nein auch der Airbus A 380 stand deswegen für Nachbesserung der Bordbatterie anfänglich lange am Boden. Wenn jetzt deutsche Wissenschaftler noch ein kleines Bisschen mehr herausholen könnten, wäre dies erfreulich.
    Aber nach Forschung und Planung sollte man jetzt halt endlich zur Ausführung übergehen…….

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