“BE ANYWHERE, MOVE EVERYTHING, CONNECT EVERYONE.” (Hyperloop One)

In Highspeed-Kapseln durch Vakuumröhren rasen und innerhalb von Minuten Distanzen überwinden, für die man mit dem Auto mehrere Stunden braucht? Für Tesla-Gründer Elon Musk ist das die Zukunft. Bis 2020 soll das super schnelle Reisen im Hyperloop den Markt für Mobilität revolutionieren. Nur Teleportation könnte das noch toppen. In unserer Serie zum Startup-Tuesday stellen wir das kalifornische Startup Hyperloop-One vor.

Wer steckt hinter Hyperloop One?

Geht nicht, gibt’s nicht – so die Einstellung von Elon Musk. Den Hyperloop selbst zu entwickeln ist für ihn aber nicht denkbar. Verständlich wenn man daran denkt, dass seine Unternehmen SpaceX und Tesla Motors die Märkte gerade ordentlich aufmischen. Shervin Pishevar und Brogan BamBrogan haben sich seiner Idee angenommen. Die Gründer von Hyperloop One und Elon Musk waren bereits in der Vergangenheit ein eingespieltes Team und arbeiten derzeit gemeinsam an der Ausarbeitung des Hyperloops.

2014 starteten die Gründer in einer Garage in Los Angeles. Heute arbeiten rund 200 Ingenieure, Mechaniker und Designer an der Verwirklichung ihrer Vorstellung. Ziel ist es, die Dauer für Langstreckendistanzen nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch für den Güterverkehr auf die Dauer von Nahverkehrsdistanzen zu reduzieren. Die anfangs belächelte Idee nimmt heute eine immer klarere Gestalt an.

Wie funktioniert das superschnelle Reisen?

Eigen für den Hyperloop konstruierte Elektromotoren ermöglichen freischwebenden Passagierkapseln mit je 28 Plätzen durch die Unterdruck-Röhre zu gleiten. Laut Hyperloop One werden entsprechende Strecken in fünf Ländern geplant, in denen 2020 Güter und 2021 bereits Menschen transportiert werden sollen.

Dafür hat Hyperloop-One eine detaillierte Durchführbarkeitsstudie für ein Personentransportsystem angekündigt. Unterstützt von der Unternehmensberatung McKinsey und dem Architekturbüro von Bjarke Ingels verspricht das Startup die Strecke zwischen den Metropolen Dubai und Abu Dhabi mit einer Geschwindigkeit von 1100km/h bereisbar zu machen. Das würde bedeuten, dass man nur etwa 12 Minuten im Hyperloop für eine Autostrecke von etwa zwei Stunden benötigt.

Was bedeutet das für den Nutzer?

Revolutionär, technologisch ausgereift, energieeffizient aber auch nutzerfreundlich? Auf seiner Website formuliert das Startup, dass die Nutzung des Hyperloop für Passagiere nur so teuer sein soll wie ein Busticket. Denn er soll ein öffentliches Verkehrsmittel sein, das eben nicht die Haltestellen in einer Stadt verbindet, sondern die verschiedenen Metropolen.

Der Physiker und Ingenieur John Hansman, Direktor des International Center for Air Transportation am Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat sich bereits 2013 mit der Umsetzbarkeit des Hyperloops auseinandergesetzt. An sich würde nichts die fundamentale physikalische Regeln brechen. Hansman hinterfragt das Projekt jedoch von einem energietechnischen Standpunkt und ebenfalls aus ökonomischer Sicht.

Berechnungen von Musk zufolge wäre der Hyperloop für den Passagiertransport für umgerechnet etwa 4,5 Milliarden Euro ein richtiges Schnäppchen. Und auch die circa 5,6 Milliarden Euro für den Gütertransport wären immer noch günstiger als in Stuttgart einen Bahnhof tiefer zusetzen. Eine sportliche Berechnung oder einfach zu wenig realitätsnah?

Ob der Traum vom Metropolen-Hopping innerhalb weniger Minuten und zu einem Busticket-Preis wahr wird, wird sich zeigen. Für unser heutiges Startup-Tuesday Unternehmen Hyperloop One ist klar, dass der Highspeed-Zug kommen wird – wir sind gespannt.