Als Teil des Projektes HEAT (kurz für Hamburg Electric Autonomous Transportation) soll ab diesem Monat der erste autonome Shuttlebus auf den Straßen getestet werden. Ziel des Projektes ist es, den autonomen Shuttlebus langfristig in den regulären Straßenverkehr und den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren.

Hier stellen wir den selbstfahrenden HEAT-Shuttlebus vor und berichten über die Ziele des HEAT Projektes.

HEAT: ein autonomes Projekt mit ambitionierten Zielen

Die Autonomie von Fahrzeugen ist eine Technologie der Zukunft. Viele schrecken vor dem Gedanken selbstfahrender Fahrzeuge zurück – Fahrzeuge ohne Fahrer, die selbst bremsen und lenken? Das klingt fast schon utopisch.

Doch fest steht: autonome Fahrzeuge werden kommen. Immer weitere Fahrzeughersteller entwickeln autonome Pkw und Nutzfahrzeuge, so beispielsweise VW als Teil der elektrischen ID.-Fahrzeugfamilie.

Autonome Fahrzeuge müssen jedoch nicht nur entwickelt, sondern auch problemlos in den Straßenverkehr integriert werden. Genau das ist das Ziel des HEAT Projektes: zu beweisen, dass autonome Fahrzeuge in den normalen und alltäglichen Straßenverkehr integriert werden können.

Zu den Projektpartnern des Projektes gehören die Hamburger Hochbahn AG, die Stadt Hamburg, die Siemens Mobility GmbH, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die IAV GmbH und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität.

Hier einige der Beteiligten am HEAT Projekt (v.l.n.r.): Markus Schlitt (Siemens Mobility), Matthias Kratzsch (IAV), Senator Michael Westhagemann und Henrik Falk (Vorstandsvorsitzender Hochbahn AG)
Bildrechte / Image rights: Hochbahn

Das HEAT-Fahrzeug: ein elektrischer, emissionsfreier und autonomer Shuttlebus

Der autonome Shuttlebus des HEAT Projektes ist fünf Meter lang und wiegt drei Tonnen. Er soll in Zukunft bis zu 10 Fahrgäste bei bis zu 50 km/h durch die Hamburger HafenCity transportieren können – und das völlig selbstständig und emissionsfrei.

So soll er aussehen: der autonome Shuttlebus des HEAT Projektes in Hamburg
Bildrechte / Image rights: Hochbahn

Diese Technologie wirkt zwar futuristisch, doch Sicherheit wird bei dem Projekt sehr groß geschrieben. Um diese zu gewährleisten ist der E-Shuttle mit diversen Sensoren, Kameras und Radaren ausgestattet. Die Einsatzstrecke des E-Shuttles soll zudem mit Sensoren-Technologie und Kommunikationssystemen ausgestattet werden. Im Notfall soll die Leitstelle der Hamburger Hochbahn mit dem E-Shuttle kommunizieren können und relevante Fahrbefehle erteilen können.

„HEAT bietet der Stadt die Chance, das automatisierte und vernetzte Fahren selbst in allen Facetten zu erforschen. Dabei gilt für uns: Safety first! Die Akzeptanz bei den Menschen ist ein wesentlicher Faktor für den künftigen Einsatz von autonomen Fahrzeugen.“ So äußerte sich Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Michael Westhagemann über das HEAT-Projekt.

Wann können Fahrgäste in Hamburg mit dem regelmäßigen Einsatz des autonomen HEAT-Shuttlebusses rechnen?

Die Testfahrten mit dem autonomen Shuttlebus sollen bereits diesen Monat unter realen Bedingungen im Straßenverkehr stattfinden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollen diese Tests unter steter Aufsicht eines Begleiters und ohne Fahrgäste auf einer festgelegten Strecke ablaufen.

Die feste Integration des E-Shuttles in den Hamburger Straßenverkehr soll allerdings erst Mitte 2020 geschehen. Auch hier soll bei den ersten Fahrten noch ein Begleiter anwesend sein, der im Notfall eingreifen könnte.

Unser Fazit zu dem Einsatz autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr und ÖPNV

Obwohl sich viele ein selbstfahrendes Auto nicht vorstellen können oder sogar Angst vor solch fortschrittlicher Technologie haben, steht für uns fest, dass das autonome Fahren Teil unserer Mobilitätszukunft darstellt. Diese Entwicklung wird allerdings noch Jahre dauern, damit beispielsweise die nötige Sicherheit gewährleistet werden kann.

Das emissionsfreie und autonome Fahren: eine wichtige, zukunftsträchtige Entwicklung

Einiges tut sich bereits in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge. So kooperieren beispielsweise die drei Mobilitätsunternehmen e.GO Moove, Transdev und die ZF Friedrichshafen AG in der Entwicklung und langfristigen Integration autonomer Fahrzeuge in den ÖPNV.

Autonome Shuttlebusse sind ebenfalls in Monheim bei Düsseldorf geplant. Auch an der Sensoren-Technologie für autonome Fahrzeuge wird bereits gearbeitet, wie beispielsweise bei Mobility Startup Blickfeld.

Diese Entwicklungen sind unserer Ansicht nach sehr wichtig für eine emissionsfreie und umweltentlastende Mobilitätszukunft. Wichtig dabei ist, dass dieses emissionsfreie Fahren nicht nur mit privaten Elektroautos, sondern auch im ÖPNV durchgesetzt wird.

Die Hamburger Hochbahn fungiert daher mit dem HEAT Projekt als Vorbild für andere ÖPNV-Betreiber. Wir werden diese Entwicklung weiterhin beobachten und hoffen, bald über zahlreiche weitere Projekte rund um das autonome Fahren berichten zu können.