Tesla hat sich das Ziel gesetzt, alle Probleme in der Produktion des Model 3 schnellstmöglich zu beheben, damit endlich die an versierten 5000 Model 3 pro Woche produziert werden können. Ein Hackathon  soll nun zwei problematische Roboter-Engpässe im Modell 3-Produktionsprozess beheben.

Die Hintergründe

In den letzten Wochen hat Tesla-Chef Elon Musk verlauten lassen, dass man Fertigungsstopps nutzt, um die Automation zu verbessern und „Flaschenhälse systematisch anzugehen“. Die neueste Lösung ist offenbar ein Hackathon, um zwei problematische Engpässe im Modell 3-Produktionsprozess zu beheben. (Tesla)

Fehler bei der Automation

Tesla plante ursprünglich, dass die Produktion des Modell 3 das am meisten automatisierte Produktionsauto-Programm in der Industrie sein sollte, mittlerweile hat Musk zugegeben, dass sie einige Fehler bei der Automatisierung gemacht haben.

Auch ein Analyst von Bernstein hatte bereits so geurteilt. „Was die Automatisierung der Automobilproduktion angeht, ist Elon vielleicht den falschen Dingen verfallen“, urteilte Analyst Max Warburton. Gemeint ist das Ziel immer mehr Produktionsschritte von Robotern ausführen zu lassen, mehr als in herkömmlichen Automobilproduktionen. „Menschen sind unterbewertet“, sagte Musk im Interview mit CBS. Es sei sein Fehler gewesen, zu sehr auf die Technologie vertraut zu haben. Ein komplexes Netzwerk an Laufbändern war im Werk verbaut, habe jedoch nicht funktioniert.

Aktionärsbrief

Musk schrieb Anfang des Monats im Aktionärsbrief der Gesellschaft: „[…] ein sprunghafter Wandel in der Fertigung ist nicht ohne Herausforderungen, besonders zu dem Beginn der Prozesse, und wir haben einen Fehler gemacht, indem wir zu viel Automatisierung zu schnell implementiert haben.“

„In den ausgewählten Bereichen, in denen wir Probleme mit vollautomatisierten Prozessen hatten, wie beispielsweise bei Teilen der Batteriemodul-Linie, bei Prozessen des Materialfluss-Systems und bei zwei Schritten bei der allgemeinen Montage, haben wir vorübergehend auf  halbautomatisierte Systeme und manuelle Prozesse umgestellt, während wir daran arbeiten, um auf die volle Automatisierung zurückzugehen. “ (Aktionärsbrief)

Hackathon

In einem Versuch, etwas von dieser Automatisierung zurückzubringen, sagte Musk am Sonntag, dass derzeit ein Hackathon mit dem Ziel läuft, „die 2 schlimmsten Roboterproduktions-Engpässe zu beheben“. Ein Hackathon ist ein Event, bei dem Programmierer eingeladen werden, um in einem kurzen Zeitraum für ein Preisgeld ein Problem zu lösen. Musk behauptet seit einiger Zeit, dass die Probleme bei der Model 3 Fertigung auf Software Fehler zurückzuführen sind. Ein Hackathon könnte also die Probleme lösen.

Vorteile Automatisierung

CEO Musk setzt bei Tesla immer stärker auf die Automatisierung. Das Unternehmen sieht das Model 3 als ersten Schritt Richtung Produktionsautomatisierung, die wirkliche „Revolution“ soll das Modell Y mit sich bringen.

In einem kürzlich veröffentlichten Produktionsupdate für das Modell 3 schrieb das Unternehmen: „Wir sehen bereits viele Vorteile einer stark zunehmenden Automatisierung als Teil des Produktionsprozesses des Model 3.“ Man habe festgestellt, dass man das Model 3 qualitativ hochwertiger herstellen können und man deutlich mehr Sicherheitsvorteile genieße. (Tesla)

Fazit

Ein spannder Schritt von Tesla, die Probleme mit einem Hackathon lösen zu wollen. Die Schritte hin zu vollständigen Produktionsautomatisierung geht Musk trotz größerer Rückschläge konsequent weiter. Die Ankündigung für die Produktionsstätte des Modell Y wird in den kommenden Monaten erwartet. Beim Model 3 ist man nach einer konstanten Produktionsrate von über 2.000 Einheiten pro Woche zuversichtlich, dass Tesla innerhalb der nächsten zwei Monate – etwa 6 Monate nach dem ursprünglichen Ziel – sich auf 5.000 Einheiten steigern kann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here