Mit der Einführung der Elektroautos stellen sich für Privat- und Geschäftsreisende gleichermaßen Fragen des Zeitvertreibs. Jedes Auto an sich bedeutet bei heutiger Nutzung einen hohen Produktivitätsverlust. So fahren mehr als 80 Prozent der Berufspendler in den Großstädten allein in ihrem Fahrzeug zur Arbeit. Da hilft noch keine so großartig zusammengestellte Spotify Liste. Keine Sprach-CD hilft nachhaltig bei der Überbrückung. Diese Pendelfahrten können heute einfach kaum sinnvoll genutzt werden.

Die Fahrzeuge werden durchgehend live-geschaltet sein

Wenn wir jetzt über längere Geschäftsreisen mit dem Firmenwagen nachdenken, so lassen sich Effizienzsteigerungen nur unter gewissen Voraussetzungen erreichen. Ein smartes Konzept für die Nutzung der on-board Möglichkeiten bedingt eine durchgehende Anbindung durch die Telekom-Anbieter. Zusätzlich wird es notwendig werden, dass digitale Komponenten hinzugeschaltet werden können. Da hilft die Vorstellung, dass in autonom fahrenden Fahrzeugen, diese beiden Faktoren als gesetzt angenommen werden dürfen.

Zugegeben, die Screens in den Fahrzeugen werden immer größer und leistungsfähiger. Bei der jüngsten Probefahrt eines Tesla Model X in Berlin war der große, farbige Screen ein echter Hingucker. Internet, Google Maps, interaktive Schaltung der verfügbaren und vor allem erreichbaren Tesla-Ladestationen haben mich vollends überzeugt.

Welche Trends werden wir bei Geschäftsreisen zukünftig beobachten

Digitale rollende Office Lösungen werden dem Business Passagier Funktionen bieten, die er bislang nur von seinem Laptop Arbeitsplatz kennt. Warum nicht eine Skype-Konferenz auf Geschäftsreisen über das große Fahrzeugdisplay führen? Das Office im Fahrzeug mit integriertem Zugriff auf Powerpoint Folien, die Reisekostenabrechnung oder gar die Urlaubsfreigabe-Formulare.

Das heißt weniger Entertainment und mehr sinnvolle Business Funktionen, also mehr Office Unterstützung. Und selbst wenn wir diese Zusatzfunktionen nur bei Stillstand des Fahrzeuges ausführen dürfen, so fallen mir zwei Use-Cases ein.

Auf deutschen Autobahnen gibt es derzeit 700 Baustellen, das birgt jede Menge Potential für Staus. Stauzeiten mit Hilfe der Office Funktionen überbrücken ist bestimmt keine schlechte Vorstellung.

Ladezeiten für Elektroautos auf Geschäftsreisen sinnvoll nutzen

Für die Nutzer von Elektroautos bleibt als großer Zeitfresser die jeweilige Verweildauer an den Ladestationen. Warum also nicht eine der oben genannten Office Anwendungen in der 30 minütigen Wartepause im Elektrofahrzeug durchführen. Oder den interaktiven Sprachkurs mit Bildführung an der Ladestation genießen.

Das wären wirklich innovative Konzepte. Die größte Herausforderung für uns wird sein,  dass es keine standardisierten Schnittstellen gibt mit eigener Infrastruktur und eigenen Displays – herstellerübergreifend. Auf geht’s ihr Innovatoren – hier gibt es echte Potentiale für neue, disruptive Geschäftsmodelle …