Hier prallen doch einige Gegensätze aufeinander, ein Chemieunternehmen das sich dem Umweltschutz verschreibt und den Land Rover Defender als Elektroauto umbauen will? Klingt wie ein Scherz, ist aber keiner. Das Chemieunternehmen Ineos will einen elektrifizierten Geländewagen bauen, und das soll nach Vorbild des Land Rover Defender geschehen. Also bekommt der Jaguar I Pace und des Tesla Model X wohl bald Konkurrenz. Wie ernst kann man die Visionen des britischen Chemieindustriellen Jim Ratcliffe nehmen? Wir stellen den Mann und seine Vision vor.

Wer ist Jim Ratcliffe?

Jim Ratcliffe ist ein Chemie Industrieller und laut Forbes 2017 9 Milliarden US Dollar schwer. Er kommt aus dem Vereinigten Königreich und ist 64 Jahre alt. Als Chef und Mehrheitseigner des Petrochemiekonzerns Ineos ist er in der Schweiz ansässig. Soweit zu seiner Person. Nun widmen wir uns seiner Vision, dem spannenden Teil dieses Artikels.

Die Vision: ein elektrischer Wagen auf Basis des Land Rover Defender

Laut eigener Mitteilung will die Firma Ineos eine komplett neue Autoproduktion erschaffen. Mit Hilfe einer hohen dreistelligen Millionensumme, soll ein Team von Autoexperten das Projekt auf die Beine stellen. Gegründet wurde eigens die Sparte Ineos Automotive die von dem Petrochemiker Dirk Heilmann nun als CEO geleitet wird. Nun wird nach geeigneten Standorten in Europa gesucht. Optimistisch sind die Chefs auf jeden Fall.

“Unsere Aufgabe ist es, den weltbesten Geländewagen zu konzipieren”, & “wir sind sicher, diesen Plan erfolgreich umzusetzen.” erklärt Heilmann. Ob der Geländewagen den SUVs von Tesla und Jaguar Konkurrenz machen wird, bleibt abzuwarten.

Warum der Land Rover Defender?

Mehrheitseigner und Großgrundbesitzer Ratcliffe ist einfach ein Fan des Urmodells aller Geländewagen. Da der indische Konzern Tata (übernahm die britischen Automobilhersteller Jaguar und Land Rover vor einigen Jahren) die Traditionslinie einstellen will, sieht er eine Marktlücke.

Diese Details sind von Ineos bekannt:

  • befriedigt werden, sollen alle Entdecker und Offroad Enthusiasten.
  • Der Verkaufspreis schwankt laut Medienberichten zwischen 30.000 Euro und knapp 58.000 Euro.
  • Marktstart soll ca. 2020 erfolgen.
  • Ziel ist ein jährlicher Absatz von etwa 15.000 Fahrzeugen pro Jahr.
  • Mehrere Antriebsarten sollen möglich sein, von voll elektrisch bis hybrid, wohl auch eine Diesel Variante soll auf den Markt kommen.
  • Geländewagen brauchen Allrad, ohne Diskussion, auch bei Ineos.
  • Die Zielgruppe sieht Ineos in den USA, Afrika und Europa

Mit Vorsicht zu genießen

Das ganze Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und ist an einigen Eckpunkten mit Vorsicht zu genießen. Die Markenrechte liegen natürlich bei Tata und laut einigen Portalen soll eine Zusammenarbeit bisher abgelehnt worden sein.  Die Robustheit im Zusammenhang mit diesem KFZ kann ebenfalls eine Hürde beim Markteintritt sein. Viele der Wagen bedürfen keiner Auswechslung, da sie als leicht reparierbar gelten. Trotzdem schaffen solche Visionen auch neue Zielgruppen. Abschließend zur Konkurrenz Situation der elektrischen SUVs:

 „Es wird kein moderner SUV. Es wird vielmehr ein sehr robuster Offroader nach alter Schule. Wir wollen keine Kopie herstellen, wir sind darauf aus, ein neues Fahrzeug zu fertigen, das den Platz des Defender einnehmen wird“, so Crotty.