Schon seit 1950 drehen Rennfahrer in der Formel 1 ihre Runden auf Strecken überall auf der Welt. Erst seit 2014 gibt es die Formel E. Die Rennwagen sehen den Boliden aus der Formel 1 zum Verwechseln ähnlich und auch die Formel E zieht Zuschauer rund um den Globus in ihren Bann. Doch im Gegensatz zur Formel 1, treibt kein Benzinmotor sondern ein rein elektrischer Antrieb die Autos an. Für beide Disziplinen gilt aber: Die Fahrer im Cockpit der Boliden müssen wahre Modellathleten sein, fit bis in die Haarspitzen und durchtrainiert wie andere Leistungssportler auch. Wichtige Voraussetzung dafür ist die richtige Ernährung.

Die Ansprüche an die Fitness sind die gleichen

Bis zu zwei Stunden sitzen die Fahrer in ihren Autos. Dabei müssen sie einerseits stets konzentriert bleiben und in jeder Kurve den idealen Bremspunkt finden. Doch das ist nicht die einzige Belastung: In den Kurven wirken Kräfte auf die Rennfahrer, die das eigene Körpergewicht um das vielfache überstiegen. Kein Wunder also, dass sich die Fahrer auch während Pausen im Rennkalender nicht auf die faule Haut legen können, sondern ihren Körper am Laufen halten müssen. Das wiederum funktioniert nur dann, wenn auch die Ernährung der Piloten exakt abgestimmt ist. Denn die Nahrungszufuhr muss einerseits darauf ausgelegt sein, dem Körper wichtige Energie zuzuführen. Auf der anderen Seite muss ein Fahrer auf seine Linie achten, weil schon ein paar Kilogramm zu viel wichtige Hundertstelsekunden kosten können. So besteht die spezielle Diät eines Rennfahrers aus einem Kompromiss zwischen Energiezufuhr und der Vermeidung von zu vielen Kalorien. Mark Webber entschied sich beispielsweise dafür, weitgehend auf Kohlenhydrate zu verzichten. Konkret bedeutet das: Kein Weißbrot und wenig Nudeln, dafür Vollkornprodukte und ballaststoffreiches Gemüse. In Bezug auf die Ernährung ähneln sich nicht nur die Pläne von Formel-1-Piloten und Formel-E-Piloten, diese Art der Ernährung ist auch für Ausdauersportler in vielen anderen Disziplinen selbstverständlich. Doch auch Menschen, die nicht mit dem Leistungssport ihr Geld verdienen, können sich an dieser Art der Ernährung ein Vorbild nehmen. Denn sie hilft auch denjenigen Menschen dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren, die für die Ausübung ihrer Tätigkeit nicht körperlich sondern rein kognitiv gefordert sind. Schließlich müssen auch da der Körper und Gehirn mit ausreichend Energie versorgt werden, damit die Leistungsfähigkeit auf dem höchsten Niveau bleibt.

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Beim Topspeed hat die Formel 1 die Nase vorn

So groß die Ähnlichkeiten in puncto Fitness, Ernährung und Rennwagendesign zwischen Formel 1 und Formel E auch sein mögen, der ganz entscheidende Unterschied zwischen den beiden Disziplinen steckt unter der Haube. Denn während die Formel-1-Boliden von einem V6-Motor mit über tausend PS angetrieben werden, bezieht ein Formel E Wagen seine Power aus einem Elektromotor. Dieser hat zwar geringfügig bessere Beschleunigungswerte als ein Verbrennungsmotor vorzuweisen, doch dessen Leistung wird noch nicht ganz erreicht. Während Formel-1-Boliden eine Spitzengeschwindigkeit von annähernd 400 Km/h erreichen, ist beim Elektromotor der Formel E bei 225 Km/h Schluss. Experten sind sich uneinig, welche Maximalgeschwindigkeit der elektrische Antrieb in den kommenden Jahren durch kontinuierliche Verbesserung erreichen kann. Doch es stellt sich auch die Frage, ob Spitzengeschwindigkeiten wie in der Formel 1 überhaupt gewollt sind. Denn in einem Elektroauto hat der Fahrer während des Rennens im Cockpit einige zusätzliche Aufgaben zu bewältigen, die es beim Verbrennungsmotor nicht gibt. So muss der Fahrer beispielsweise das Energiemanagement des Elektroantriebs ständig regulieren, weil sonst die Batterie zu schnell leer wird und das E-Auto einfach stehen bleiben würde. Eine zu hohe Geschwindigkeit, könnte die Piloten schlichtweg überfordern.

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Allgemein ist also eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen und möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln nicht nur für Athleten und solche, die es werden wollen, geeignet. Grundsätzlich ist eine bewusste Nahrungsaufnahme mit einem hohen Anteil an natürlichen, pflanzlichen Lebensmitteln all denjenigen empfohlen, die beruflich oder privat viel leisten müssen und auf ihre Gesundheit achten wollen.

Bildrechte Beitragsbild: Michael Brecht