Fisker gab bekannt, dass es vom Schwermaschinenhersteller Caterpillar eine Investition für seine Festkörper-Batterietechnologie erhalten hat.

Fisker

Henrik Fisker ist einer der bekanntesten Automobildesigner der Welt. Er ist verantwortlich für den wunderschönen BMW Z8 oder den Aston Martin DB9. Als Gründer des Joint-Ventures Fisker Automotive (mit Quantum Technologies einem Automobilzulieferer) verfolgt er den Traum von der Entwicklung und Herstellung von Elektroautos in Kalifornien. Das erste Ergebnis war der Fisker Karma, eine viertürige Plug-in-Hybrid-Limousine.

eMotion

Anfang des Jahres präsentierte das Startup sein neues vollelektrisches Fahrzeug EMotion mit dem Anspruch, eine Reichweite von 400 Meilen mit einer einzigen Ladung zu erreichen.

Grundlage für den Antrieb ist eine neue Technik, die von Nanotech, einer Firma von Fisker, entwickelt wurde. Vergleichsweise kleine Stromspeicher soll kostengünstiger und leistungsfähiger als Lithium-Ionen-Batterien sein. Die sogenannten Supercaps sind auf Graphen-Basis.

Die Karosserie wurde besonders in Sachen Reichweitenoptimierung geplant und aerodynamisch optimiert. Der Einsatz von Aluminium und Carbon sorgt für ein besonders niedriges Gewicht des Elektroautos. Zum Beispiel spart man an den Felgen 40 Prozent im Vergleich zu konventionellen Felgen, durch den Einsatz von Aluminium-Carbon-Verbundrädern.

Eigene Batterietechnologie

Caterpillar will anscheinend ein Stück von Fiskers eigens entwickelten Batterietechnologie:

„Die Investition zielte auf die zukünftige Solid-State-Batterie-Technologie von Fisker Inc. mit Anwendungen in den Bereichen Bauwesen, Energiespeicherung, Transport und Bergbau.“

Solid-State-Batterie-Technologie – Festkörperakkus

Im Festkörper-Akku strömen die Lithium-Ionen auf ihrem Weg zwischen der Anode und der Kathode nicht mehr durch eine Flüssigkeit (Elektrolyt). Das Verbindungsmedium ist eine dünne Schicht eines Feststoffes, bisher meist Glas-Keramik. Dieser Umstand spart Platz, da eine Schichtung der Akkus wie eine Lasagne möglich ist.

Die angesprochene Schichtung spart viel Platz und damit auch Gewicht. Eine beliebige Miniaturisierung und deutlich flexiblere Bauformen als bei den bisherigen Lithium-Ionen-Akkus mit flüssigem Elektrolyten, soll ebenfalls möglich sein. Festkörper-Akkus verfügen über eine deutlich höhere Energiedichte, was größere Reichweiten bei geringerem Gewicht zur Folge hat. Zudem erfolgt die Ladung schneller, als bisherige Lithium-Ionen-Akkus. Das feste Material reduziert die Brandgefahr auf ein Minimum, da brennbare Lösungsmittel nicht benötigt werden. Zudem kann bei Kälte nichts mehr gefrieren, was das Beheizen der Akkus im Winter überflüssig machen könnte.

Fazit

Die Elektrifizierung von schweren Maschinen ist ein spannender Punkt für die Zukunft der eMobilität- Festkörperbatterien werden hier wahrscheinlich einen großen Teil beitragen. Bisher hat es jedoch noch kein Unternehmen geschafft, Festkörperakkus mit einer ausreichenden Menge und einem attraktiven Preisniveau zu produzieren, um kommerziell rentabel zu sein. Auch Toyota ist eine der Firmen, die mit Hochdruck an dieser neuen Generation von Akkus forscht. Wir werden sehen, wer das Rennen macht.

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