Das Startup Faraday Future bestätigt die lange gemunkelte Finanzierung, die das Unternehmen im vergangenen Jahr wahrscheinlich gerettet hat. Das in Kalifornien ansässige Start-up gab vor kurzem bekannt, dass es Finanzierungen in Höhe von 2 Milliarden Dollar abgeschlossen hat, um seine Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Faraday Future

Obwohl Faraday Future offiziell in Kalifornien ansässig ist, wurde es von Chinesen gegründet und die neue Investition kommt auch aus Asien. Das Startup wollte mit seinem FF91 dem Branchenriesen Tesla den Rang ablaufen und eine ganz Zeit lang, sah es so aus, als könnte der Supersportler die Konkurrenz aufmischen. Im Juli 2017 kam die ernüchternde Meldung, dass das Elektroauto-Startup sein geplantes Werk in Nevada streichen musste und mit dem Rücken zur Wand steht.

Investition offiziell

Was so lange gedauert hat, bis der Deal offiziell wurde, ist offenbar die Zustimmung des Komitees für Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS). Nach dieser neuen 2-Milliarden-Dollar-Investition von Evergrande Health, einer Holdinggesellschaft mit Sitz in Hongkong, die hauptsächlich in Medien- und Gesundheitsunternehmen investiert, hat FF die folgende neue Aktienstruktur:

  • 45% für Evergrande Health (Investor)
  • 33% für den ursprünglichen Aktionär (Jia Yueting)
  • 22% für das Team bei FF

Entwicklung abschließen

„FF wird weiterhin die zugesagten Mittel einsetzen, um unsere oberste Priorität zu erreichen – die Entwicklung abzuschließen und das erste Serienfahrzeug, FF 91, sowohl für den US-amerikanischen als auch für den chinesischen Markt zu liefern. Die Investition wird FF auch dabei unterstützen, seine Produktpipeline zu erweitern, Spitzentechnologien zu entwickeln und das Geschäft auf dem globalen Markt schnell auszubauen, einschließlich unserer Produktionsstätten in Hanford, Kalifornien, und in Guangzhou Nansha, Provinz Guangdong, China. “ (Faraday Future) Das FF91 sollte ursprünglich im Jahr 2018 auf den Markt kommen, jedoch kam es zu Problemen bei dem Bau des Werkes. Laut Medienberichten war der rund 1 Milliarde Dollar teure Komplex nicht finanzierbar. Obwohl die Mega-Fabrik als Grundpfeiler des Startups galt.

FF91

In einem Interview behauptete Jia Yueting, dass der FF91 „unter 2 Millionen chinesische Yuan” kosten soll. Das entspräche knapp 275.000€. Ein Auto für den Mainstream ist der FF91 also nicht. Bereits 64.00 Vorbestellungen (Anzahlung 5.000 Dollar) will das Unternehmen bisher erhalten haben. Auf der CES-Messe hatte man anscheinend einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Supersportler soll Interessenten mit einer Maximalleistung von 783 kW (1050 PS) erfreuen und in 2,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die Reichweite des Elektroautos von Faraday Future wird mit 700 Kilometern angegeben.

Führung bei FF

Das chinesische e-Startup Faraday Future verlor nach einem Bericht des Manager Magazin die beiden deutschen C-Levels Stefan Krause und Ulrich Kranz. Mit den Beiden gingen zeitgleich der Finanz- und der Technik-Vorstand. Das Startup Evelozcity wurde von den beiden ehemaligen Faraday Future  Führungskräften gegründet. FF verklagte später EVelozcity wegen mutmaßlicher Diebstahl von vertraulichen Informationen und Wilderei von Mitarbeitern.

Fazit

In den letzten 3 Jahren ging Faraday Future vom möglichen Tesla Konkurrenten zum Chaos Startup über, welches Probleme mit unbezahlten Lieferanten und Klagen über Klagen hatte.

Man hat in den letzten Jahren einige coole EV-Technologien entwickelt, jedoch waren die Geldprobleme permanent im Fokus und die Hoffnung auf ein fertiges Produkt sank von Monat zu Monat. Mit 2 Milliarden Dollar kann man nun einen erneuten Angriff auf die Produktion des FF91 starten. Jedoch habe ich die Befürchtung, dass man durch das Chaos und den Weggang einiger führender Mitarbeiter den Halt verloren hat. Wir behalten die chinesischen Kalifornier im Auge.

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