Trotz der niedrigen Produktionszahlen sind bereits einige Exemplare des Model 3 auf amerikanischen Straßen unterwegs. Nun sind auf Reddit erste Bilder von einem schweren Unfall des Stromers aufgetaucht. Dieser zeigt, dass das Model 3 so sicher ist, wie von den Kaliforniern versprochen und auch in der Vergangenheit bei anderen Modellen bewiesen.

So wurde zum Beispiel Teslas SUV, das Model X, vom NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zum derzeit sichersten SUV erklärt. Die Tests mit dem Elektroauto zeigen, dass in diesem Fahrzeug die Insassen eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, bei einem schweren Unfall ohne ernsthafte Verletzungen auszusteigen und das neue Model 3 scheint ähnlich sicher.

Der Unfall

Ein Model-3-Besitzer veröffentlichte auf Reddit Bilder seines Fahrzeugs, welches bei einem Frontalcrash ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Tesla Kunde konnte ohne schwerwiegende Verletzungen aussteigen und auch der Beifahrer wurde nur leicht verletzt. Laut des Fahrers Model_3_Crash_Dummy hatten ihm Rettungskräfte mitgeteilt, dass deutlich schlimmere Verletzungen zu erwarten waren.  (Reddit)

Verletzungen durch Screen

Tesla ist bekannt für seine großen Bildschirme, die als Bedienkonsole der Fahrzeuge genutzt werden. Genau dieser wurde bei dem Crash vom Beifahrer getroffen, was zur Splitterung des Screens führte. „Mein einziger Kritikpunkt zu diesem Auto ist, dass der Arm meines Beifahrers während dem Unfall den Bildschirm traf, der daraufhin zersplitterte.“ So Model_3_Crash_Dummy und er führte weiter aus, dass sich dadurch leider nicht mehr das Handschuhfach öffnen ließ. (Reddit)

Zur Info: Das Handschuhfach des Model 3 lässt sich nur über das große Touchscreen-Display öffnen.

Nachbesserung durch Musk versprochen

Tesla-Chef Elon Musk wurde bereits auf Twitter auf dieses Problem aufmerksam und lobte Besserung: „Es wird ein Software-Feature geben, das das Handschufach automatisch öffnet, wenn das Auto nach einem Unfall zum Stehen kommt (Adding software feature to open glovebox automatically when car comes to a stop after a crash. Will look at bonding a thin plastic sheet to the front or back of screen.)” Und auch die Splitterung des Screens soll bei Tesla behoben werden. Zukünftig soll eine dünne Plastikfolie vor oder hinter dem Displayglas angebracht werden, um gefährliche Splitter zu vermeiden.

Sicherheit bei Tesla

Teslas Automobile erzielen in Tests oft die Bestnote. Bei einem Crashtest von Euro-NCAP erreichte das Model S fünf von fünf möglichen Sternen. Getestet wurde damals  die Variante mit dem größten Akku-Pack. Teslas SUV, das Model X, wurde vom NHTSA, dem National Highway Traffic Safety Administration, zum derzeit sichersten SUV erklärt. Die Tests mit dem Elektroauto zeigen, dass in diesem Fahrzeug die Insassen eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, bei einem schweren Unfall ohne ernsthafte Verletzungen auszusteigen. (NHTSA)

Verantwortlich für die guten Noten ist laut Tesla das alternative Antriebskonzept. Man könne dank des umfangreich gesicherten Batteriepakets im Fahrzeugboden einen niedrigen Schwerpunkt aufweisen, der nicht nur die Sportlichkeit, sondern auch die Überschlagswahrscheinlichkeit deutlich reduziere. Im Endeffekt ergibt dies eine höhere Überlebenschance. Dies ermöglicht laut NHTSA für die Insassen eine 93-prozentige Wahrscheinlichkeit, bei einem schweren Unfall ohne ernsthafte Verletzungen auszusteigen. (NHTSA)

Gefahren bei Elektroautos

Anders als bei Verbrennern steht im Falle eines Unfalls die Batterie im Mittelpunkt. Zwar haben reine Stromer dank der kompakten Bauweise der Motoren eine deutlich größere Knautschzone im Frontbereich, jedoch besteht die Gefahr von Bränden oder Kurzschlüssen.

Brandgefahr von Elektroautos – Lithium-Ionen-Akku

Ein Lithium-Ionen-Akkumaltor verbrennt in einem sehr heißen Feuer. Werden Li-Ionen-Zellen überladen oder hohen Temperaturen ausgesetzt, wie sie bei einem Unfall entstehen können, dann bricht die Schichstruktur der Metalloxide zusammen. Bei diesem Vorgang werden hohen Energiemengen freigesetzt die elementaren Sauerstoff bilden. Die hohe Wärme führt zu einer Verdampfung der Elektrolytflüssigkeit, welches leichtbrennbare Gase entstehen lässt. Entzündet sich dieses Gas brennt die Li-Ionen-Zelle. Dieser Vorgang ist ein sich selbst verstärkender Prozess und kann die eingelagerten Li-Atome entzünden, was zu einem Metallbrand führt. (Elektroniknet)

Die erhöhte Brandgefahr bei Elektroautos hat sich in der Praxis nicht bewahrheitet. Trotzdem will das baden-württembergische Wirtschaftsministerium diesen Bereich noch weiter erforschen. Eine weitere Alternative sind Festkörper-Akkus, denn diese verfügen über eine deutlich höhere Energiedichte, was größere Reichweiten bei geringerem Gewicht zur Folge hat. Das feste Material reduziert auch die Brandgefahr auf ein Minimum, da brennbare Lösungsmittel nicht benötigt werden.

Kurzschlüsse

„lnterne Kurzschlüsse in Batterien stellen ein Sicherheitsrisiko für Fahrzeuginsassen und Unfallbeteiligte dar, aber auch für Einsatzkräfte, die nach Unfällen Hilfe leisteten.“ So das Wirtschaftsministerium. Elektroautos haben Hochvoltanlagen mit 400 bis 600 Volt; tödlich für jeden der diese berührt.

Besondere Schulungen bilden die Feuerwehr für die neue Technologie aus. Gefahr besteht, wenn die Hochvolt-Leitungen an der falschen Stelle berührt oder durchtrennt werden. Orange Leitungen stehen ständig unter Spannung und bei den Fahrzeugen gibt es besondere Trennstellen zum Deaktivieren der Komponenten.

Fazit

Tesla hält Wort. Die Sicherheitsbestimmungen sind auch beim aktuellen Modell hoch angesetzt worden und haben bei diesem Unfall den Passagieren wahrscheinlich das Leben gerettet, bzw. schlimme Verletzungen verhindert.

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