Vor wenigen Wochen war ich in Stuttgart zur offiziellen Weltpremiere für die Presse. Wir drehten gemeinsam mit den Produktmanagern einige Runden auf der Teststrecke in unmittelbarer Nachbarschaft zum VFB Stuttgart und MB Museum. Damals wurden die ersten vollelektrischen Busse an Testkunden übergeben. Unter Ihnen die Hamburger Hochbahn AG, die den eCitaro einer Überprüfung auf Herz und Nieren vollziehen wollte.

Hamburger Hochbahn AG ordert 20 Omnibusse

Und bereits jetzt liegt der erste Großauftrag vor: Mercedes-Benz liefert 20 Stadtbusse des neuen, vollelektrisch angetriebenen Citaro an die Hamburger Hochbahn AG. Die ersten zwei Fahrzeuge werden noch in diesem Jahr übergeben, der Rest folgt dann in 2019.

Mit dem vollelektrischen Citaro auf dem Weg zur grünen Busflotte

Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses: „Der erste große Auftrag für unseren elektrisch angetriebenen emissionsfreien Citaro liegt noch vor dessen offizieller Premiere vor – das dokumentiert das Vertrauen der Verkehrsbetriebe in unser Konzept für Elektromobilität im Nahverkehr. Mit dem Citaro bringen wir einen wesentlichen Baustein auf dem Weg zu einem lokal emissionsfreien Busverkehr auf den Markt.“

Für die Hamburger gelten die Stadtbusse als Meilenstein auf dem Weg zur grünen Busflotte. Ab dem Jahr 2020 will die Hamburger Hochbahn möglichst nur noch emissionsfreie Omnibusse beschaffen.

Energieeffizienz durch ein einzigartiges Thermomanagement

Der neue vollelektrisch angetriebene ‚eCitaro‘ wird noch im Laufe dieses Jahres in Serienfertigung gehen. Schwerpunkt in der Entwicklung war eine maximale Energieeffizienz. Sie erfolgt durch ein einzigartiges Thermomanagement. Es reduziert den Energieverbrauch und erhöht damit die Reichweite.

Ich habe damals in Stuttgart gelernt, dass ein Bus am meisten Energie für die Klimatisierung der Fahrgastzelle aufwenden muss. Bedingt durch die vielen Stops und ein ständiges Öffnen der Türen entweicht im Winter Wärme aus dem Fahrgastbereich und strömt im Sommer jene Wärme von außen hinein. Gerade deshalb wurden die Busse auch in Finnland und Spanien unter extremen Wetterbedingungen getestet.

So übernimmt im eCitaro zum Beispiel eine energiesparende Wärmepumpe die Heizung des Fahrgastraums. Für den Antrieb ist eine Hinterachse mit Motoren nahe den Radnaben zuständig. Nun ist Hamburg nicht gerade für Temperaturen oberhalb von 35 Grad Celsius bekannt. Dennoch möchte man auch hier vorbereitet sein.

Typisch für den Citaro ist ebenfalls der modulare Aufbau seiner Batterien. Sie verfügen über eine Gesamtkapazität von bis zu 243 kWh. Die Batterien werden auf Idealtemperatur gekühlt, das bedeutet maximale Aufladung, höchste nutzbare Kapazität und lange Lebensdauer. Die Aufladung der Akkus erfolgt per Stecker im Depot. Nach Serienanlauf des Citaro werden auch weitere Varianten für Zwischenladungen auf der Strecke verfügbar sein.

Enge und erfolgreiche Partnerschaft seit vielen Jahrzehnten

Die Hamburger Hochbahn AG betreibt mit rund 1000 Omnibussen 111 Linien mit insgesamt 1327 Haltestellen. Pro Jahr werden rund 212 Millionen Fahrgäste befördert. Die Hamburger gehören seit 1997 zu den Premierenkunden der ersten Generation des Niederflur-Stadtbusses Mercedes-Benz Citaro. Bis heute hat Mercedes-Benz weit mehr als 1000 Citaro nach Hamburg geliefert und mit dem eCitaro kommen jetzt für einen ersten Kunden weitere 20 hinzu.

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