Europas größter Produzent von Elektrofahrzeugen, die Renault Gruppe, und der Energieversorger Empresa de Electricidade da Madeira (EEM), kooperieren in einem etwas größer angelegten Testversuch für eine Smart City. Es geht in diesem Fall um eine Smart Island. Gesucht ist die optimale Kombination verschiedener Akteure und Technologien des heutigen und zukünftigen Energiemarktes für eine smarte Lebensumgebung von Morgen.

Die autarken Ergebnisse des Smart Island Projektes sollen in Zukunft auf andere Städte und Regionen übertragbar sein

Bereits im Februar 2018 startete das Projekt, das die Autarkie der Insel Porto Santo zum Ziel hat. Zum Einsatz kommen Elektrofahrzeuge, stationäre Energiespeicher, second-life-Batterien, eine Lademanagement-Technologie und Vehicle-to-Grid (V2G) – Technologie. Natürlich soll die Energie ausschließlich erneuerbar erzeugt werden. Die Projektdauer ist auf 18 Monate ausgelegt. Im Sommer 2019 ist daher mit den Ergebnissen des Projektes der Smart Island zu rechnen. Am Ende sollen die Erkenntnisse unseres Lebens in einer nicht allzu fernen Zukunft auch auf andere Inseln, Regionen oder Städte übertragbar sein. Der breite Roll-Out der Technologien würde sich auf die Technologien, das Wissen und die Verbraucher auswirken. Im Hinblick auf Anwendungen und Preise.

Warum ist das Projekt für Elektrofahrzeug Hersteller Renault von Bedeutung?

Dieses Projekt spielt Renault in die Hände, denn die Strategie ist, einer der wichtigsten Anbieter im elektrifizierten Fahrzeugmarkt und in den Städten der Zukunft zu werden. Damit ist auch die Umgebung des Energiemarktes gemeint.

Was sind die Ziele des Smart Island Projektes?

20 Testpersonen nutzen 14 Renault ZOEs und 6 Kangoo Z.E.s im normalen Alltag. Die Ladeinfrastruktur wurde entsprechend im privaten und öffentlichen Bereich angelegt. Die Elektrofahrzeuge werden nach Bedarf außerhalb der Lastspitzen geladen und fungieren zudem als Zwischenspeicher.

Zudem transportieren die Elektroautos Energie zwischen den einzelnen Ladestationen, was über das V2G ermöglicht wird und die Berechnungen der Verfügbarkeit von Energie im Netz ungleich komplizierter macht. Von Renault aufgestellte stationäre Energiespeicher nehmen Lastspitzen auf und geben die Energie nach lokalem Bedarf in das Netz ab. Neben den genannten Akteuren sind zudem Bouygues Energies et Services, The Mobility House und ABB am Projekt beteiligt.

Mit einem Fazit zu dem Smart Island Projekt ist im Sommer 2019 zu rechnen

Das Smart Island Projekt ist sehr sinnvoll und wird den beteiligten Firmen viele neue Erkenntnisse bringen. Das geschlossene System einer Insel ist sicherlich für erste Testzwecke und ein grundlegendes Verständnis, bzw. grundlegende Entwicklungen sehr hilfreich.

Die Übertragbarkeit ist jedoch wohl nur in einem gewissen Rahmen gegeben. 1:1 sind die Ergebnisse vermutlich nicht auf jeden beliebigen Ort übertragbar. Doch es können weitere Tests folgen. Dieses Projekt muss nicht unbedingt perfekte Ergebnisse für die beschriebenen Anwendungsfälle liefern. Man kann auf die Ergebnisse im Sommer 2019 und deren Verwendung gespannt sein.