Die Elektromobilität in Deutschland nimmt langsam Fahrt auf. Zwar sind die Zahlen von Neuzulassungen noch bescheiden, doch die Automobilkonzerne sind optimistisch, dass der Markthochlauf nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Auch Stromanbieter  Eon springt jetzt auf den Zug auf und hat eine eigene Geschäftsabteilung gebildet, um sich am Ladeinfrastruktur-Projekt der Autohersteller zu beteiligen.

Elektromobilität auf dem Vormarsch

Der Energiekonzern und Konkurrent innogy hat erst vorige Woche bekannt gegeben, eine entsprechende Einheit eingerichtet zu haben, die ab dem 01.01.2017 startet. Zeit, für Eon zu handeln. Doch neu ist Eon in der E-Mobility- Branche auch nicht. In den Niederlanden betreibt der Stromanbieter bereits 2500 Ladestationen und ist dort mit 300.000 Ladevorgängen zum Marktführer gekürt worden. Auch in Deutschland bietet der Konzern Ladesäulen zum Kauf oder als Pachtmodell an. Ab 2017 will er sich dann an dem Auf- und Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa beteiligen.

Spezieller Anreiz

Das Angebot für E-Auto- Fahrer wird umfassender. So wird eine „innovative Ladetechnik“ angeboten und Laden mit Ökostrom möglich gemacht. Auch Flatrates sollen mit ins Portfolio aufgenommen werden. “Wir glauben fest an die Zukunft der Elektromobilität und das enorme Wachstumspotenzial, das damit einhergeht”, sagt Eon-Vorstandsmitglied Karsten Wildberger.

Was steckt hinter dem Ausbau? Die deutsche Bundesregierung hat im Frühjahr Jahr ein 300 Millionen Euro schweres Förderpaket für Ladesäulen bekanntgeben. So soll die seit Jahren lahmende Entwicklung in Schwung gebracht werden. Und da will Eon mit von der Partie sein.

Fazit

Es drängen momentan mehrere Anbieter auf den Markt und wollen die Ladeinfrastruktur in Deutschland neu aufbauen und die Chance ergreifen. Ob Kooperationen oder einzelne Unternehmen die Mehrzahl an Ladestationen bieten werden, bleibt somit spannend.