Die Zukunft ist eindeutig: Elektroautos werden das Fortbewegungsmittel der Zukunft sein und das Potenzial ist bereits jetzt schon hoch. Doch Deutschland hinkt hinterher und dies hat mehrere Gründe.

Ladesäulennetz

Unser Test München-Berlin mit dem 2014er BMW i3 hat gezeigt, dass es durch aus Probleme bei längeren Strecken geben kann. Vor allem abseits von großen Städten ist das Ladesäulennetz noch nicht genügend ausgebaut.

„Die Frage ist, ab wann das Stromnetz an seine Grenze gelangt und wie wir Leistung bereitstellen können, ohne die Straßen aufreißen zu müssen“, Martin Konermann,  Geschäftsführer der Netze BW im Interview mit der Stuttgarter Zeitung.

Die Industrie hat bereits Forderungen gestellt und die lauten 300 bis 350 kW. Üblich heute sind bis zu 50 kW, ein großer Unterschied der sich in der Ladegeschwindigkeit deutlich spürbar macht.

Kaufprämie

Auch die Kaufprämie der Bundesregierung verfehlt momentan noch ihre Wirkung. Ausgegangen von 300.000 Autos wurden es letztendlich bis Januar nur magere 9.000 Stück. Und das magere Kaufverhalten ist vor allem bei Privatleuten groß. Die Hälfte der Anträge wurde von Unternehmen geleistet und bei knapp 3 Millionen Neuwagen waren nur 10.000 elektrisch.

Gründe

Aber warum hängt deutlich so hinterher? Besonders, wenn es andere EU Staaten wie Norwegen deutlich besser hinbekommen? In Norwegen hat der Elektroauto Besitzer ein größeres Netz an Ladestationen und die norwegische Regierung fördert Besitzer bereits seit Jahren intensiv. Das ergibt eine Quote von fast 30% Elektroautos bei der Zahl der Neuzulassungen.

eMobilitäts Zukunft in Deutschland

Der Ausblick sieht trotzdem nicht so schlecht aus. Laut der Studie “E-Mobility – vom Ladenhüter zum Erfolgsmodell” des Marktforschers Yougov sehen 64 Prozent der deutschen Autofahrer eMobilität als Transportmittel der Zukunft. Und auch jeder zweite deutsche kann sich vorstellen elektrisch seine Fortbewegung zu gestalten.

Wichtig für die Befragten sind der Umweltschutz, Steuervorteile und der geringe Verbrauch. Meine persönliche Erfahrung zeigt, auch die Beschleunigung eines Elektroautos ist beeindruckend und für mich auch unbedingt ein Kauffaktor.

Abschreckend sind momentan noch die hohen Preise und die Reichweite. Jedoch ist dies ein Kommunikationsfehler der Industrien, fast wöchentlich steigen die Batterieleistungen und damit die Reichweite. Der BMW i3 fängt ab 34.950 € an und ist damit vergleichbar mit dem Einstiegspreis eines BMW 3er Gran Turismo. Der Renault Zoe ist momentan für knapp 22.000€ zu haben, Einstiegspreise die es jedem möglich machen, sich elektrisch fort zu bewegen.