Elon Musk legt seinen Posten als Verwaltungsratschef nieder, muss eine Strafe über 20 Millionen Dollar zahlen, bleibt jedoch CEO von Tesla. Die Hintergründe.

Einigung mit der US-Börsenaufsichtsbehörde

Elon Musk und die SEC (US-Börsenaufsichtsbehörde) haben eine Einigung über die Klage erzielt, die gegen den CEO von Tesla eingereicht wurde, nachdem er Pläne veröffentlichte Tesla zu privatisieren.

Musk wird CEO bleiben, aber er muss von seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender zurücktreten, eine Strafe von 20 Millionen Dollar zahlen und einige Dinge mehr verkraften.

Kommunikationsmittel von Musk werden eingeschränkt

Besonders Musk Kommunikationsmittel und Art und Weise wird eingeschränkt. Sein favorisiertes soziales Netzwerk Twitter wurde mit in die Vereinbarung aufgenommen.

„Der Beklagte verpflichtet sich zur Einhaltung aller vorgeschriebenen Verfahren, die von Tesla, Inc. (das“ Unternehmen „) in Bezug auf

(i) die Überwachung der Kommunikation in Bezug auf das Unternehmen in jedwedem Format, einschließlich Beiträge in sozialen Medien ( z.B. Twitter), die Website des Unternehmens (z. B. das Blog des Unternehmens), Pressemitteilungen und Investorenanrufe sowie

(ii) die vorherige Genehmigung solcher schriftlicher Mitteilungen, die Informationsmaterial für das Unternehmen enthalten oder vernünftigerweise enthalten könnten; “

Die ganze Vereinbarung finden Sie hier: Case 1:18-cv-08865-AJN Document 6 Filed 09/29/18

zusätzliche Strafe

Laut einem Dokument der Aufsichtsbehörde muss Musk sich nicht schuldig bekennen, jedoch innerhalb von 45 Tagen von seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender zurücktreten. Die zusätzliche Strafen schließt die Ernennung von zwei neuen unabhängigen Direktoren und einer separaten Geldstrafe von $ 20 Millionen für Tesla ein.

Alle Punkte in der Übersicht:

  • Musk wird als Teslas Vorsitzender zurücktreten und durch einen unabhängigen Vorsitzenden ersetzt werden.
  • Musk wird für drei Jahre nicht wiedergewählt werden können
  • Tesla wird insgesamt zwei neue unabhängige Direktoren in seinen Vorstand berufen
  • Tesla wird ein neues Komitee unabhängiger Direktoren einrichten und zusätzliche Kontrollen und Verfahren einführen, um die Kommunikation von Musk zu überwachen
  • Musk und Tesla werden jeweils 20 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Strafen in Höhe von 40 Millionen Dollar werden verteilt, um den Anlegern im Rahmen eines gerichtlich genehmigten Verfahrens Schadensersatz zu ermöglichen

Anklage

Die SEC reichte Klage gegen Elon Musk wegen seiner berüchtigten „finanzierungsgesicherten“ Stellungnahme ein, in der es um seinen gescheiterten Versuch ging, Tesla zu privatisieren. Man beschuldige Musk „eine Reihe falscher und irreführender Aussagen gemacht zu haben“.

Hintergrund

Elon Musk hatte sich oft darüber beschwert, dass Tesla eine Aktiengesellschaft ist. Er wollte gerne den Fokus von den vierteljährlichen Quartals-Ergebnissen nehmen und über langfristige Ziele sprechen. Im August gab er an, dass er erwäge den Autohersteller mit einem Wert von über $ 70 Milliarden von der Börse zu nehmen. Das Geld wollte er bereits haben.

Er twitterte , dass er erwäge, den Aktionären ihre Anteile für 420 Dollar pro Aktie abzukaufen und dass er das Geld bereits gesichert hat:

Nach den Veröffentlichung der Pläne notierte die Exit-Option bei etwa 70 Dollar und stieg daher in Richtung des Kursziels. Einige Analysten bezweifelten jedoch zurecht, dass der Plan funktionieren könnte und auch die ‚berühmt/berüchtigten‘ Tesla Shorts stellen die Finanzierung von Musk in Frage.

Fazit

Dieser Schachzug von Musk ist gehörig in die Hose gegangen. Nicht nur der Kurs von Tesla befindet sich im Fall, auch die Maßnahmen gegen Musk sind mehr als hart. Der Kurs ist gestern von 263 € auf 234 € gefallen. Musk ist in der Rolle als Vorstandsvorsitzender fast 15 Jahren, nun muss er mindestens 3 Jahre verzichten. Diese Tweets wird er wohl bereuen. Sind die Maßnahmen gerechtfertigt? Was meinen Sie?

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