Elektromobilität – von null auf 100

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Elektromobilität

Nur noch knapp eine Woche, bis ein neues Jahr beginnt – und ein ziemlich ereignisreiches Jahr endet. Für mich war es das erste Jahr, das mich der Automobilbranche und dem Thema Elektromobilität nähergebracht hat. Dazu beigetragen hat mit Sicherheit nicht nur meine Entscheidung, als Praktikantin bei einem Automobilbauer anzufangen. Vorallem die aktuellen, super rasanten Entwicklungen waren ein ausschlaggebender Faktor. Die Schnelligkeit der technologischen Entwicklungen in der Automobilindustrie kann man mit Sicherheit als exponentielles Wachstum bezeichnen. Anfang dieses Jahres habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben und bin für ein Praktikum nach Stuttgart gekommen. Und dort ging es direkt los: Das positive an der Arbeit in einer Kommunikationsabteilung ist, dass man wirklich an allen Themen irgendwie vorbeischrammt. Viele spannende Themen mussten kommuniziert werden und der Höhepunkt des halben Jahres war die IAA im September.

Elektromobilität auf der IAA 2017

Auf der IAA bot sich uns die Chance, alle neuen Visionen und Konzeptfahrzeuge der Automobilhersteller aus nächster Nähe zu betrachten. Der smart vision EQ, der EQA und der Mercedes-AMG Project ONE von Mercedes-Benz sind meiner Meinung nach am stärksten aufgefallen. Mercedes überzeugt auf der gesamten Bandbreite. Doch auch der i-Pace von Jaguar, das Konzeptfahrzeug Aicon von Audi und die Studie I.D. Crozz von Volkswagen sind unheimlich beeindruckend. Bis vor einigen Jahren hätte wirklich niemand vermutet, dass wir bereits im Jahr 2019 mit vielen Elektrofahrzeugen auf den Straßen rechnen können.

Wandel durch Elektromobilität: Wer war der Game Changer?

Ein starker Treiber der gesamten Entwicklung ist ein externer Akteur. Was macht Tesla besser? Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität sind Themen, die nicht erst seit gestern in den Köpfen der Menschen und vor allem der Industrie zu finden sind. Doch so richtig gestartet sind die deutschen Automobilhersteller irgendwie nicht. Vor der Markteinführung des Tesla Roadsters im März 2008 haben sich nur wenige Automobilhersteller mit dem Thema beschäftigt. Spätestens seit dem Model S ist klar, dass Elektromobilität auch sexy sein kann. Der Kundenwunsch hat bisher scheinbar nur sehr tief in den Menschen geschlummert. Tesla hat einen ersten Schritt gewagt, Herausforderungen wie die Reichweitenangst der Menschen anzugehen und Lösungen zu liefern.

Die großen Herausforderungen der Elektromobilität

Diese Versuche, Meilensteine auf dem Weg zur Serientauglichkeit von E-Autos aus dem Weg zu räumen, haben sich im vergangenen Jahr gehäuft. IONITY – ein Zusammenschluss der großen Automobilhersteller zu einem High-Power-Charging-Ladenetzwerk – und Initiativen wie FastCharge treiben die Entwicklung massiv voran. Kann das Reichweitenproblem gelöst werden? Wer baut kleine und leistungsstarke Batterien? Wer löst das Problem der Entsorgung? Ist die Brennstoffzelle doch vielversprechender und wie lange muss ich nun an der Raststätte ein Päuschen machen, bis ich weiterfahren kann? Der Beantwortung dieser Fragen sind Automobilindustrie und die Wissenschaft in diesem Jahr einen großen Schritt nähergekommen.

Und was war noch so los?

Ein weiteres Highlight dieses Jahres war ebenfalls ein Besuch auf der EVS 30. Die EVS 30 ist ein sehr wichtiges Messe- und Kongressevent für Elektromobilität. Zu sehen, wie weit die Automobilhersteller sind in ihrer Entwicklung und viele weitere kleine Firmen kennenzulernen, die sich mit dem Thema beschäftigen, war unheimlich spannend. Auf der EVS 30 kommen Forscher, Regierungsvertreter und Industrieexperten zusammen, um über Elektromobilität, neue Technologien und Themen wie Batterie- und Brennstoffzellenantriebe zu diskutieren.

2018: Wie geht’s weiter?

Mindestens genauso schnell auf jeden Fall. Und für mich persönlich mit einer Mitgliedschaft bei DB Call a Bike und Car2Go. DB Call a bike hat seit einiger Zeit auch Elektrofahrräder im Gepäck und ein kleines Auto für Einkäufe im Regen fehlt aktuell in meinem Repertoire.

Ich freue mich drauf und wünsche allen Leserinnen und Lesern und den Autoren dieses Blogs schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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