E-Scooter von Micro Mobility Systems aus der Schweiz

E-Scooter von Micro Mobility Systems aus der Schweiz
Mit dem micro E-Scooter unterwegs, auf dem Bahnsteig in Zürich – Bildrechte: Michael Brecht

Elektrische Scooter oder auch kurz E-Scooter genannt gehören zu den spannendsten Fortbewegungsmitteln unserer Zeit. Sie sind das perfekte Fahrzeug für die sogenannte letzte Meile. Das sind meist kurze Wege in den Städten, die vom Bahnhof oder der Bushaltestelle bis zum Arbeitsplatz oder dem Zuhause zurückgelegt werden müssen.

Es herrscht eine Zulassungspflicht für die E-Scooter in den meisten Ländern der Erde

Sie sind in vielen Ländern bereits für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen. Andere Länder (wie etwa auch Deutschland) tun sich schwer mit der Zulassung von E-Scootern, da Fragen wie Geschwindigkeitsbegrenzung, Kennzeichnung, Helmpflicht oder auch Mindestalter zunächst diskutiert werden müssen.

Die sehr leicht und intuitiv bedienbaren Fahrzeuge werden mit einem Elektromotor ausgestattet. Heraus kommt nach deutscher Amtssprache ein PLEV, ein sogenanntes „Personal Light Electric Vehicle“. Es handelt es sich bei Elektrorollern im Amtsdeutsch um Kraftfahrzeuge im Sinne von § 1 StVG, diese unterliegen einem Zulassungsverfahren.

In einigen Ländern ist eine solche Zulassung zwar nicht gesetzlich verankert, doch gelten die elektrischen Zweiträder als geduldet (zum Beispiel in Frankreich). Geduldet sind sie in den Städten deshalb, weil sie nachweislich helfen, dort das Pkw Aufkommen signifikant zu senken.

Die globalen Anbieter der elektrischen Scooter – China dominiert mit Stückzahlen von qualitativ einfachen Tretrollern

Elektro Scooter werden heute vor allem in China produziert. Mit Ninebot-Segway baut der chinesische Marktführer vor allem die billigen Varianten der E-Scooter, welche von den Scooter Sharing Anbietern wie etwa Bird, Lime oder VOI eingesetzt werden.

Doch auch in Europa gibt es einige Produzenten der E-Scooter. Der moderne Tretroller mit faltbarem Lenker, Hartrollen sowie als Kickboard mit Skateboard-Lenkung wurde Überlieferungen zufolge erstmals im Jahre 1895 in Europa in der Öffentlichkeit genutzt.

Das Schweizer Unternehmen Micro Mobility Systems aus Küsnacht bei Zürich

Als einen der führenden Tretroller Produzenten darf man getrost das Schweizer Unternehmen Micro Mobility Systems aus Küsnacht bei Zürich bezeichnen. Es hat inzwischen seine Produkte weltweit im Einsatz.

Die Entstehungsgeschichte der Micro Tretroller aus der Schweiz

Die Schweizer Micro Mobility Systems wurde von Wim Ouboter gegründet, einem Schweizer, der holländische Wurzeln aufweist. Bereits Ende der 90er Jahre nutzte er privat einen Klapproller für die Fahrten zu seiner Lieblings-Imbissbude am Zürcher Bellevue. Leicht zu verstauen und trotz alledem bestens geeignet für die innerstädtischen Fahrten – das waren die Kerneigenschaften seines Scooters.

Seit wann gibt es die elektrischen Scooter – die sogenannten E-Scooter?

In den vergangenen Jahren haben dann die elektrischen Versionen dieser klappbaren Scooter, die sogenannten E-Scooter, Einzug in die Städte gehalten. Ganz im Zeitgeist der „New Economy” gelten die elektrischen Zweiräder als hipp und praktisch zugleich.

Technische Details zu den micro E-Scootern aus der Schweiz

Im Vergleich zu den normalen Tretrollern ohne Elektromotor ist das Gewicht der E-Scooter mit bis zu 11kg deutlich schwerer. Grundsätzlich gilt: je schwerer der Motor und damit auch der Scooter, desto mehr hat das Fahrzeug an Akku-Leistung. Ein hohes Gewicht ist zwar einerseits schädlich für die Reichweite, da hiermit die Energie schneller verbraucht. Allerdings kann ein schwerer Akku auch deutlich mehr Energie speichern.

Hinzu kommt als Stellgröße das Gewicht des Fahrers für die Reichweite oder Laufzeit eines elektrischen Scooters. In der Regel haben die Elektro-Scooter eine maximale Gewichtszulassung von 100 Kilogramm.

Die Reichweite und Ladedauer der micro E-Scooter

Bei den micro Elektro Scootern reicht der Akku, je nach Gewicht des Fahrers, dem Straßenbelag etc. für bis zu 25 Kilometer. Je nach eingesetztem Akku beträgt die Ladedauer zwischen einer und drei Stunden. Geladen werden die Akkus jeweils an einer haushaltsüblichen Steckdose.

Welche weiteren Produkte führt die Schweizer Firma Micro Mobility Systems?

Die Firma Micro Mobility Systems betreibt eine eigene Entwicklung ihrer Mobility Produkte. Das Schweizer Unternehmen hält hierzu zahlreiche Patente.

Neben unterschiedlichen Varianten des micro Scooters führt Micro Mobility Systems  Kickboards, Laufräder und Accessories. Gerne arbeitet das Schweizer Unternehmen mit bekannten Brands zusammen. So wurde beispielsweise gemeinsam mit Samsonite ein Gepäckstück entwickelt, welches für die Mitnahme als Handgepäck geeignet ist. Mit nur zwei Handgriffen wird dieser Koffer zum Kick-board und kommt als solches vor allem bei Kinder besonders gut an.

Spannung pur: das Elektrofahrzeug Microlino wird ab 2019 ausgeliefert

Besonders gespannt wird derzeit das jüngste Produkt aus dem Hause Micro Mobility Systems begutachtet. Das Elektrofahrzeug Microlino wird gemeinsam mit dem westfälischen Zulieferer Artega gebaut. Mehr als 10.000 Vorbestellungen liegen hier vor. Das Fahrzeug gehört für uns zu den Top 5 Elektroautos, die unter einem Preis von 20.000 Euro zu haben sind.

Unser Interview mit Merlin, einem der Ouboter Söhne, aus dem Sommer 2018 haben wir hier nochmals aufgeführt – viel Spaß bei der Rundfahrt durch Zürich mit einem Microlino Prototypen.

https://emobilitaetblog.de/unser-microlino-update-und-interview/