Die Consumer Electronics Show – kurz CES – als eine der größten Unterhaltungs- und Elektronikmessen der Welt

Die CES ist der weltweite Treffpunkt für alle, die im Bereich der Verbrauchertechnologien erfolgreich sind. Seit mehr als 50 Jahren stellt diese Messe den Prüfstein für Innovatoren und bahnbrechende Technologien dar. Hier stellen sowohl gestandene Unternehmen wie auch junge Startups ihre Innovationen einem globalen technikaffinen Publikum vor. Viele namhafte Hersteller aus der Elektronikbranche haben bereits in Las Vegas ihre Produkte und Prototypen präsentiert oder kündigen ihre Innovationen an. Weltweit ist die CES ein wichtiger, erster Indikator dafür, wohin sich die Unterhaltungselektronik im weiteren Jahresverlauf entwickeln könnte.

Die Geschichte der Consumer Electronics Show in Las Vegas

Gestartet ist die International Consumer Electronics Show (CES) als eine der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik. Sie findet jährlich im Januar im Las Vegas Convention Center (LVCC) statt und dauert in der Regel vier Tage. Einlass erhalten nur geladene Gäste wie Branchen-Fachleute, Journalisten und Sparten-Insider. Die erste CES öffnete im Juni 1967 zunächst in New York. Sie fungierte damals als Ableger der Chicago Music Show. Diese Show war damals die größte Verbrauchermesse für elektronische Geräte.

Über einen Zeitraum von 16 Jahren wurde die Messe von 1978 bis zum Jahr 1994 zweimal jährlich veranstaltet. Im Januar lief die Messe als sogenannte Winter Consumer Electronics Show (WCES) in Las Vegas. Als Summer Consumer Electronics Show (SCES) zogen die Aussteller der Unterhaltungselektronik dann jeweils im Juni nach Chicago. Doch lediglich die CES Veranstaltung im Winter blieb auch nach Mitte der 1990er Jahre erfolgreich.

Mehrere Versuche, durch Wechsel der Veranstaltungsorte neue Besucherscharen anzulocken, erwiesen sich als nicht erfolgreich. Im Laufe der Zeit sprangen immer mehr große Unternehmen ab, eine Entwicklung, die sich bis in das neue Jahrtausend fortgezogen hat. Das bekannteste Unternehmen, das nicht mehr an der CES teilnimmt, war im Jahr 2012 Microsoft, welches sich auf andere Messen konzentriert.

Die Mobility Szene hat für sich die CES entdeckt

Heute ist der Veranstalter der CES Messe die Consumer Technology Association (CTA). Sie hat erfolgreich die Schwerpunkte von Unterhaltungselektronik auf innovative Themen in weiteren Industrien gelenkt. So ist die Bedeutung der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seit einigen Jahren für die Automobilbranche extrem angestiegen. Nirgends sonst stehen die Themen Vernetzung (auf Englisch Connectivity), Software und Elektronik so stark im Fokus.

Die Entwicklung der CES in Las Vegas in einigen Zahlen

Mehr als 182.000 Branchenexperten, darunter mehr als 63.000 internationale Unternehmen treffen sich jährlich in Las Vegas. Hier werden Innovationen gesichtet, Prototypen besprochen und Netzwerke gepflegt. Mit mehr als 4.400 ausstellenden Unternehmen und einer Ausstellungsfläche von mehr als 2,7 Millionen Quadratmetern netto begrüßte die CES 2018 die weltweit größten Unternehmen und beherbergte mehr als 1.000 Start-ups auf dem Eureka Park Marketplace. Die Zahlen für das Jahr 2019 sind leicht ansteigend. Diese Entwicklung ist insofern beachtlich, weil andere Messen mit digitalen Ausstellern und Besuchern in den letzten Jahren eher sinkende Besucherzahlen vermelden mussten. Die in Hannover angesiedelte CEBIT kündigte beispielsweise ihr Aus an und existiert überhaupt nicht mehr.

Interessant ist die Entwicklung aus Sicht der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer sowie der Mobility Startups aus den globalen Startup-Zentren wie etwa dem Silicon Valley, Tel Aviv, Berlin oder München. Die Automobilbauer sind auf der CES präsent, um hier Neuigkeiten und Prototypen vorzustellen. Darunter leidet inzwischen die Detroit Motor Show, welche bis in das Jahr 2019 direkt im Anschluss an die CES stattgefunden hat. Die Detroit Motor Show ist eine größten und sicherlich auch traditionellsten Automessen der Welt.

Die Inhalte der Mobility Anbieter auf der Consumer Electronics Show (CES)

Aus Sicht der Mobilitätsanbieter ist die CES ein globaler Schauplatz, um Fahrzeuge, Zubehör, Software oder Services vorzustellen. Elektroautos, E-Scooter, Elektroroller, riesige elektrische Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen sowie Drohnen und andere Flugobjekte, Roboter, die Pakete zustellen – alle diese Entwicklungen aus dem Mobility Segment finden sich inzwischen auf der CES. Die CES in Las Vegas zeigt die technologischen Neuheiten des Jahres. 2019 sind rund 50 Aussteller aus Deutschland zu der Unterhaltungselektronik-Messe gekommen.

Insbesondere der Bereich autonomes Fahren, Lösungen für die Vernetzung im Fahrzeug oder zwischen dem Fahrzeug und der Umgebung sind omnipräsent. Der Weg zur fahrerlosen Mobilität, eine Vielzahl von Technologien, die die Zukunft selbstfahrender Autos unterstützen, Sensoren wie LiDAR, Radar und Kameras, Parkassistenzsysteme, digitale Lösungen zur Kollisionsvermeidung, Notbremsung – die CES zeigt die Technologien von morgen für vernetzte Fahrzeuge.

Die CES schafft Platz für die Lösungen in Smart Cities

Der Bereich Smart Cities erweist sich als gleichermaßen interessant und hat Verbindungen zu den Mobilitätslösungen. Hier repräsentieren globale Hersteller das gesamte vernetzte Ökosystem einer Stadt. Die unterschiedlichen Technologien und die verschiedenen Zielgruppen im Smart City Sektor treffen sich hier.

Digitale Lösungen in den Bereichen Internet of Things IoT, künstlicher Intelligenz, die 5G-Konnektivität, Lösungen für den Verkehr auf Stadt und Land und Smart Automotive werden hier ausgestellt und diskutiert. Hinzu kommen die Themen der Energie und Versorgung, der öffentlichen Sicherheit und die stets wachsenden Bemühungen rund um Big Data Themen und die Datenanalyse.