BMW
Bildrechte: Share Now elektrischer BMW i3s

Die elektrische Strategie von BMW hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Während der bayerische Automobilhersteller zunächst auf den elektrischen BMW i3 und dessen hybriden Pendant i3s sowie den hybriden Sportwagen i8 setzte, erfolgte in den vergangenen beiden Jahren ein Umdenken. Der i3 wird in den kommenden Jahren auslaufen, eine Verlängerung der Bauweise ist nicht geplant. Von dem kleinen, elektrischen Vorreiter BMW i3 wurden bis zum Ende des Jahres 2019 mehr als 170.000 Fahrzeuge abgesetzt.

 

BMW setzt auf die Vision iNEXT

Der BMW iNEXT ist ein wichtiger Baustein bei BMW für die Umsetzung der Strategie Number ONE > NEXT im Jahre 2021. Mit diesem Fahrzeug werden zentrale Technologien für die individuelle Premium Mobilität der Zukunft verbunden. Das umfasst Faktoren wie den intelligenten Leichtbau, der nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit der Carbon-Strategie bei den bisherigen ‘i’ Fahrzeugen, elektrischer Antrieb, autonomes Fahren und digitale Vernetzung. BMW möchte hiermit die Zukunft einläuten, als quasi neue Dimension der individuellen Mobilität.

Der BMW Concept i4 – der erste vollelektrische Gran Coupé aus München

Mit dem BMW Concept i4, einem rein elektrischen Gran Coupé, präsentiert die BMW Group ein neues elektrisches Konzeptfahrzeug und gibt somit einen Ausblick auf den BMW i4, dessen Produktion 2021 starten soll. Der i4 soll nach Auskunft des bayerischen Automobilherstellers in München vom Band rollen. Vor der Toren der Landeshauptstadt München soll dann auch der vollelektrische BMW iNext in Dingolfing gebaut werden.

Der elektrische Concept i4 erinnert an den BMW 4er Gran Coupé

Wichtiges Gestaltungsmerkmal aus Sicht der Markenstrategen und Designer von BMW ist die große Niere vor der Motorhaube des Fahrzeuges. Sie behält ihren prominenten Platz am BMW Elektroauto, und das obwohl sie nicht mehr zur Motorkühlung benötigt wird. Das Echo auf diese große Niere ist sehr unterschiedlich. Während Puristen unter den BMW Fans die Niere feiern, hinterfragen viele Marktteilnehmer deren Existenz, zumal sie keinerlei Funktion mehr besitzt.

Der Antrieb des Elektroautos von BMW ist die fünfte Generation, die ja selbst in diesem Jahr im SUV iX3  Premiere feiern wird. In der Studie des Concept i4 verspricht der Motor 390 kW (530 PS), eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Seinen Strom liefert eine 80 kWh Batterie für eine Reichweite von 600 Kilometern. Das sind ordentliche Werte, die klar auf die Elektroautos von Tesla als Wettbewerber abzielen.

Bis 2025 werden 25 BMW Modelle voll- oder teilelektrisch unterwegs sein

Integraler Bestandteil der Strategie von BMW ist die Elektrifizierung von 25 Modellen bis zum Jahr 2025. Diese umfassen vollelektrische und teilelektrische Modelle. Der vollelektrische Mini machte dabei in 2019 den Anfang. Der Mini leitet seinen Akku und die Antriebseinheit aus dem BMW i3 ab. Im Jahr 2020 kommt der BMW SUV iX3, der als seriennahes Konzeptfahrzeug bereits 2018 gezeigt wurde. Der iX3 wird mit einem 70-kWh Akku ausgestattet sein und dank der erfolgreichen Historie der BMW SUV Verkäufe schnell eine große Käuferschicht überzeugen können.

 

International: Kooperation mit Autohersteller Great Wall aus China

BMW setzt im größten Markt für Elektroautos China auf eine Kooperation mit dem chinesischen Automobilhersteller Great Wall Motors. In einem gemeinsamen Unternehmen werden in China elektrische Minis für den dortigen Markt gebaut.

 

Weitere Bestandteile der BMW Mobility-Strategie

BMW widmet sich im Rahmen der individuellen Mobilität neben den elektrischen Autos ebenso den elektrischen Zweirädern. BMW produziert Premium Motorräder und baut zum Beispiel in Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen micro elektrische Scooter (E-Scooter) für den Einsatz auf der letzten Meile. BMW widmet sich weiterhin in diversen Projekten den Herausforderungen der Verkehrs- und Luftbelastung in Großstädten und Megacities. So testet man beispielsweise Hochstraßen für den Einsatz von elektrischen Zweirädern um somit mehr Mobilität in Städten ohne weiteren Platzbedarf realisieren zu können.