Elektroauto Förderung

Welche staatlichen und privaten Fördermittel gibt es? Welche Voraussetzungen gelten für die Fördermittel und über welche steuerlichen Entlastungen dürfen sich E-Auto-Fahrer freuen? Die wichtigsten Facts rund um die Elektroauto Förderung auf einen Blick.

Die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug umfasst auch finanzielle Aspekte: Denn um den Verkehr sauberer zu machen, setzen Bund, Länder und Privatwirtschaft bares Geld ein. Noch sind Autos mit Elektromotor in der Anschaffung teurer als viele Benziner und Dieselfahrzeuge. Elektroauto Förderungen sollen dem entgegenwirken und als Kaufanreiz für das umweltfreundliche Verkehrsmittel wirken.

Fördertöpfe gibt es übrigens nicht nur für Privatkäufer von E-Autos oder Unternehmen, die ihren Fuhrpark elektrisch aufrüsten. Auch allgemeine Fördermittel für Elektromobilität, etwa für Forschung im Bereich der Fahrzeugbatterien, werden von der Regierung vergeben.

Staatliche Elektroauto Förderungen

Umweltbonus

Seit Juli 2016 unterstützen Bund und Autohersteller finanziell beim Kauf von E-Autos. Für reine Elektroautos oder PKW mit Brennstoffzelle gibt es 4.000 Euro geschenkt. Hybridwagen oder andere Fahrzeuge mit weniger als 50 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer werden mit 3.000 Euro subventioniert. Jeweils die Hälfte der Summe stammt aus dem Fördertopf des Bundes, die andere Hälfte steuert der Autohersteller bei.

Das zuständige Amt für die Einreichung des Förderantrags ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Die erforderlichen Formulare gibt es online, meist werden sie aber direkt vom Verkäufer beim Erwerb des neuen Fahrzeugs ausgefüllt.

Gekauft oder geleast? Das spielt in diesem Fall keine Rolle: Die Förderung gilt sowohl beim Kauf- als auch beim Leasingvertrag.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Förderung?

Wie komme ich an eine finanzielle Förderung für den Kauf eines E-Autos? Dazu müssen vier Punkte erfüllt sein:

  1. Der finanzielle Zuschuss ist an den Netto-Listenpreis des Neuwagens gekoppelt. Dieser muss unter 60.000 Euro liegen, damit sich der Wagen für die Prämie qualifiziert.
  2. Der Zeitpunkt der Erstzulassung muss nach derzeitigem Stand zwischen 18. Mai 2016 und 30. Juni 2019 liegen.
  3. Das Fahrzeug muss im Inland, auf mindestens sechs Monate und auf den Namen des Antragstellers zugelassen sein.
  4. Das Elektroauto muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge stehen, welche das BAFA online bereitstellt.

Sonstige Förderungen für Elektroautos

Förderungen durch Stromanbieter

Andere Sparten profitieren ebenfalls von einem Zuwachs an Elektromobilität und unterstützen diese entsprechend. So zahlen viele Energieversorger Prämien an ihre Kunden, wenn diese sich ein Elektroauto kaufen. Die Logik ist klar: Besitzer von E-Autos brauchen künftig mehr Strom und werden so zu besser zahlenden Kunden.

Förderungen für die Installation einer Wallbox

Wer zuhause eine eigene Ladestation installiert, wird in einigen Städten belohnt. So fördern etwa Mainz, Düsseldorf oder Hannover die Anschaffung einer Wallbox mit 250 bis 500 Euro.

Steuerliche Vorteile für Elektroautos

Neben Vergünstigungen bei der Anschaffung gelten auch steuerliche Vorteile für Elektrofahrzeuge.

Befreiung von der KFZ-Steuer

Zehn Jahre lang sind Käufer eines E-Fahrzeugs von der KFZ-Steuer befreit, wenn dieses vor 2020 erworben wird. Das macht, je nachdem, welches Auto davor gefahren wurde, eine jährliche Befreiung von rund 250 bis 400 Euro aus.

Senkung des Steuersatzes und steuerfrei tanken für Dienstwagen

Seit Januar 2019 gelten neue Steuerbedingungen für Elektroautos, die sowohl privat als auch als Dienstwagen genutzt werden. Üblicherweise muss der geldwerte Vorteil eines Dienstwagens wie ein zusätzliches Einkommen mit einem Prozent versteuert werden. Dieser Satz wurde jetzt für Elektroauto Fahrer auf 0,5 Prozent halbiert. Das ist besonders relevant, weil mit 44 Prozent nahezu die Hälfte aller zugelassenen E-Autos in Deutschland Dienstwagen sind.

Wie geht es mit der Elektroauto Förderung weiter?

Ursprünglich waren die Zuschüsse für E-Mobilität bis Ende Juni 2019 geplant. Aktuell deutet aber alles darauf hin, dass die Förderung in die Verlängerung geht.

Aus dem Fördertopf, welcher Fördermittel für insgesamt 300.000 Anträge enthält, wurden bis Ende 2018 erst knapp unter 100.000 Prämien ausbezahlt. Vom vorhandenen Budget ist also noch einiges übrig – und auch das Ziel der Bundesregierung, bis 2019 eine halbe Million zugelassene E-Autos im Straßenverkehr zu zählen, ist noch nicht erreicht. Um den Anreiz zu vergrößern, steht eine Erhöhung der Prämie in Regionen mit starker Luftbelastung zur Diskussion.

Die meistgeförderten Elektroautos in Deutschland

Für diese E-Fahrzeuge wurden bis dato die meisten Anträge beim BAFA eingereicht.

  • Renault Zoe (ca. 10.500 Anträge)
  • BMW i3 und i3s (ca. 8.000 Anträge)
  • Smart fortwo Coupé (ca. 5.000 Anträge)
  • VW e-Golf (ca. 5.800 Anträge)
  • Smart forfour Coupé (ca. 3.700 Anträge)