Ich habe vor einigen Monaten bereits einen Beitrag zu einem Elektrofahrzeug für Menschen mit einer körperlichen Behinderung gebracht. Die Wahl des Fahrzeuges fiel seinerzeit auf den Kia Soul. Die Einpassung der Sitzschiene für den Einsatz des Handgerätes, die Kofferraumgröße für den Rollstuhl und die generell gute Übersicht im Kia waren die Gründe für die Auswahl dieses Elektrofahrzeuges. Elektromobilität für alle einsetzbar zu machen, das war bereits damals der Hintergrund des Tests.

Die Basketballer von Reha Augsburg fahren Probe

In Augsburg haben die Lechwerke (LEW) nun erneut ein Elektroauto vom Typ Kia Soul behindertengerecht umgebaut. Am vergangenen Samstag bekamen die Basketballer des Sport-Vereins Reha Augsburg e.V. im LEW-Fuhrpark eine Einführung in das Elektrofahrzeug. Anschließend konnten sie das Auto schon einmal selbst testweise fahren. In den kommenden Monaten soll nun jeder der Teilnehmer das behindertengerechte Elektrofahrzeug eine Woche lang ausgiebig testen können. Diese Erfahrungen sollen bei dem schrittweisen Durchbruch der Elektromobilität im täglichen Einsatz helfen.

„Elektrisch fahren ist wirklich ein tolles Gefühl. Für Menschen mit Behinderung gibt es bislang allerdings kaum Möglichkeiten, dieses Fahrgefühl zu erleben. Mit dem umgebauten Elektrofahrzeug erschließen die Lechwerke die Elektromobilität auch für körperlich beeinträchtige Personen. Unsere Spieler waren bereits von den kurzen Probefahrten begeistert und freuen sich jetzt umso mehr, den Kia Soul im Alltag testen zu können“, sagt Thomas Paa, Spielertrainer der Auxburg Basketz, der Basketballmannschaft im Sport-Verein Reha.

Die Elektroversion des Kia Soul wird per Handsteuerung bedient

Um den Kia behindertengerecht umzubauen, wurde eine Handsteuerung eingebaut, über die der Fahrer mit der rechten Hand Gas und Bremse bedienen kann. Eine Verlängerung am Kofferraum ermöglicht das Verschließen vom Rollstuhl aus. Dieser letzte Punkt wurde aus den Erfahrungen bei der ersten Testrunde eingebaut, hier stellte die Möglichkeit des Abschließen des Fahrzeuges noch eine der Schwachstellen dar.

Die jetzt gemachten Erfahrungen der Testfahrer will LEW nutzen, um eine möglichst barrierefreie Ladeinfrastruktur in der Region aufzubauen. „Darauf aufmerksam wurden wir durch die Anregung eines Mitarbeiters, der selbst im Rollstuhl sitzt. Seitdem versuchen wir, beim Aufbau neuer Ladesäulen auf Barrierefreiheit zu achten, und auch die bestehenden Ladestationen möchten wir soweit möglich nachrüsten, um sie barrierefrei zugänglich zu machen“, sagt Lukas Schmidl vom LEW-E-Mobility-Team. Das behindertengerechte E-Auto soll auch im kommenden Jahr wieder zu Testzwecken angeboten werden. Interessenten können sich dann bei LEW melden.

Hier noch mein erster Beitrag zu dem umgebauten Kia Soul für den Testeinsatz durch einen Rollstuhlfahrer aus Augsburg:

Elektroautos für Menschen mit körperlicher Behinderung

 

Bildnachweis: LEW – Thorsten Franzisi
Die Basketballer des Sport-Vereins Reha Augsburg e.V. haben im LEW-Fuhrpark eine Einführung in ein behindertengerechtes Elektrofahrzeug vom Typ Kia Soul erhalten.