Um den steigenden CO2-Ausstoß des Fernverkehrs zu reduzieren gibt es neue Möglichkeiten, wie die Idee LKWs über eine Oberleitung mit Strom zu versorgen (quasi als Elektro-LKW) oder Emoss-Truck für die Distribution einzusetzen.

„Nach aktuellen Prognosen wird der Straßengüterverkehr von 2010 bis 2030 um rund 40 Prozent zunehmen. Damit steigen auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen“, so Moritz Mottschall, Experte für alternative Antriebskonzepte am Öko-Institut (Quelle: deutsche Mittelstands Nachrichten).

Dabei gibt es verschiedene Lösungsansätze um mit den kommenden Anstieg des Verkehrs umweltgerecht umzugehen.

Elektro-LKW DSV

Der DSV setzt einen Elektro-LKW für dm ein und schickt den 18 Tonner auf zwei bis drei innerstädtische Touren am Tag. Der LKW Emoss MAN TGM 18 T  im Überblick:

  • Eine Batterie Ladung reicht für bis zu 250 km weite Fahrten.
  • 4,5 Stunden werden benötig um die 200 kWh Batterie vollständig aufzufüllen.
  • Beim Bremsvorgang erzeugte Energie kann zum Aufladen der Batterien genutzt werden.

eLKW Elflein

Das Logistik Unternehmen Elflein beliefert bereits die BMW Group mit einem Elektro-Schlepper. Mit dem LKW werden Zulieferteile transportiert. Der LKW stammt vom Terminaltraktor-Spezialisten Terberg. Daten des Schleppers:

  • Spart gegenüber einem herkömmlichen Lkw mit Dieselmotor bis zu 21 Tonnen CO2 jährlich
  • Drei Stunden Batterieladezeit
  • 80 Kilometer Reichweite

Oberleitung für LKW

Das Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt erforscht wie mit Hilfe von Oberleitungen entlang der deutschen Autobahnen LKW elektrisch betrieben werden könnten. Bei dem Projekt werden die Kosten für den Einsatz solcher Technologien betrachtet, die Treibhausgasemissionen und der Ressourcenbedarf.

Potenzial Elektro-LKW

Das Potenzial für Elektro LKW ist gegeben. Rund 13 Prozent könnten bis Ende 2016 mit dem Elektroantrieb ausgestattet werden. Rund 4.400 eLKW sind bisher auf Deutschlands-Straßen unterwegs. Die Potenziale werden vor allem im innerstädtischen Bereich gesehen. Dort können E-LKW beim Stop and Go Verkehr ihre Stärken ausspielen. Das Ziel ist es binnen 10 Jahren den Anteil der mittelschweren LKW mit hybriden oder voll elektrischen Antrieb auf 20% der Neuzulassungen zu steigern.