Ein recyclebares Auto? – Die Konzeptstudie Noah!

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Konzeptstudie Noah
Konzeptstudie Noah

Die aktuell produzierten Elektrofahrzeuge haben noch immer eine hohe Intensität an verbrauchten Ressourcen. Kommt jetzt die Revolution in der Fahrzeugherstellung? – Mit der nun vorgestellten Konzeptstudie Noah wagen sich Studenten aus den Niederlanden an ein 100-prozentiges Nachhaltigkeitsversprechen: Ein Elektroauto, dass in geschlossenen Kreisläufen vollständig recyclebar ist.

Wer steckt hinter Noah?

Der Vorstoß zu Noah stammt von der niederländischen TU/ecomotive in Eindhoven. Mit einem Team von 21 Bachelorstudenten hat sich die TU/ecomotive zum Ziel gesetzt, jedes Jahr ein innovatives eFahrzeug zu bauen. Nach den vorherigen Modellen Penny, Isa, Nova und Lexy haben die Studierenden in diesem Jahr mit Noah das erste recyclebare Fahrzeug der Welt vorgestellt. Dass die Holländer mit ihren Vorstößen immer wieder erfolgreich sind, hat unter anderem auch die Auszeichnung zum Very Trustee Member of the Automotive Campus Community 2014 gezeigt. 

Wie funktioniert Noah? 

Der Zweisitzer besteht zum Großteil aus einem Hightech-Material, einer Mischung hauptsächlich aus Flachs und einem Kunststoff auf Zuckerbasis. Dabei bildet ein Flachsverbundstoff die Karosserie, die Sitzbezüge werden aus unteren Tierhautschichten gefertigt, die bei der Lederherstellung normalerweise weggeworfen werden. Aufgrund der eingesetzen Materialien wiegt Noah nur 350 Kilogramm. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Elektromotor von Ashwood, als Stromspeicher dienen sechs je 10kg schwere Akkus von Cleantron. Das kleine eFahrzeug leistet 15 Kilowatt (ca. 20 PS) und kann auf rund 100 km/h beschleunigen. Aufgrund der begrenzten Reichweite von 240 km ist das Fahrzeug eher für den Einsatz im innerstädtischen Bereich konzipiert.

Konzeptstudie Noah
Konzeptstudie Noah 1
Konzeptstudie Noah
Konzeptstudie Noah 2

Innovation an Bord

Dennoch verzichtet Noah nicht auf digitale Instrumente und Vernetzung. Dabei, so Cas Versteppen, Sprecher der TU/ecomotive, arbeite man mit den Herstellern zusammen, die jeweils das umweltverträglichste Produkt produzieren. An Bord sind unter anderem NFC-Scanner in den Türen, die das Fahrzeug für CarSharing-Angebote attraktiv machen sollen. Noah ist so in der Lage, von mobilen Endgeräten geöffnet und gestartet zu werden, den einsteigenden Benutzer über das Smartphone zu identifizieren und das Fahrzeug direkt auf seine Präferenzen abzustimmen.

Wie geht’s weiter?

Das Forscherteam plant noch in diesem Jahr eine Straßenzulassung für den Prototyp zu erhalten und ihn in mehreren europäischen Städten zu testen. Dennoch ist auch den Forschern bewusst, dass die Studie ein Prototyp bleiben wird, sofern kein Automobilindustrie sich für das Recyclefahrung interessiert. „Natürlich ist Recycling nicht der einzige Weg, aber es ist einer von mehreren Lösungsansätzen“, sagt Versteppen. Er hofft darauf, dass sich die Autoindustrie für das Fahrzeug interessiert und sich beim Forscherteam meldet.

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