An jedem Dienstag präsentieren wir unsere Innovation der Woche. Heute und damit letztmals im Jahr 2018 geht diese Auszeichnung an e-troFit, eine Idee aus dem Hause in-tech. Mit e-troFit gehört in-tech zu den zehn Preisträgern des Deutschen Mobilitätspreises, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerufen wurde. Ich selbst habe die in-tech Kollegen auf einer Messe in München getroffen und bin vom Ansatz dieses Umrüstkits für gewerbliche Fahrzeuge begeistert.

in-tech selbst gestaltet die Digitalisierung in Automobilindustrie, für Kommunen und in der Industrie. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für die Bereiche Smart Mobility, Automotive, Elektromobilität und Smart Factory. Die Entwickler und Ingenieure von in-tech arbeiten beispielsweise an Themen wie autonomes Fahren, Elektromobilität, multimodale Mobilität oder smarte Industrieproduktion. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist seither konsequent auf Wachstumskurs. in-tech beschäftigt derzeit rund 1.500 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Österreich, USA, China, UK, Tschechien und Rumänien.

Initiative „Deutschland – Land der Ideen“

Im Rahmen des Wettbewerbs prämierten die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits im November wegweisende Best-Practice-Projekte zum Schwerpunktthema Nachhaltigkeit. Eine hochkarätig besetzte Expertenjury unter dem Vorsitz von Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, wählte die Preisträgerprojekte aus.

Smarte Lösung für umweltfreundlichen Nahverkehr in den Städten

in-tech hat diese neuartige Nachrüstlösung für Nutzfahrzeuge selbst entwickelt. Mit ihrem Umrüstkit unter dem Namen ‘e-troFit’ können Dieselbusse künftig ein „zweites Leben“ als Elektrobus führen. Damit gelingt in-tech eine umweltfreundliche, smarte und nachhaltige Alternative zum Neukauf. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Emissionswerte in den Städten eine zukunftsweisende Technologie: „Hohe Emissionswerte setzen die Kommunen unter Zugzwang“, so Andreas Hager, Leiter der Business Unit New Mobility Solutions bei in-tech, „viele Betreiber suchen daher den Einstieg in die Elektromobilität“.

Bestehende Busflotten komplett gegen neue Elektrofahrzeuge auszutauschen ist jedoch weder wirtschaftlich noch nachhaltig – ein neuer Elektrobus ist erheblich teurer als ein konventioneller Dieselbus. Bei der Umrüstung fallen bis zu 50% weniger Anschaffungskosten an, zudem sparen die Betreiber nach eigenen Recherchen bei einer Laufzeit von 10 Jahren rund 100.000 Euro für Kraftstoff ein.

Strategische Partnerschaft mit ZF – die Umrüstung gelingt mit Serienqualität

Für die Markteinführung von e-troFit hat in-tech sich mit dem bekannten Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG einen starken Partner gesichert. Helmut Ernst, Leiter der Aftermarket-Division von ZF erläutert: „Zusammen mit in-tech bieten wir für die Umrüstung eine One-Stop-Shop-Lösung an“. ZF liefert mit den elektrischen Antriebssystemen CeTrax und AxTrax AVE zukunftsorientierte Produkte.

„CeTrax kann“, so Helmut Ernst, „direkt in die bestehende Fahrzeugplattform installiert werden, ohne größere Änderungen beim Fahrwerk, den Achsen oder dem Differenzial vornehmen zu müssen.“ Darüber hinaus stellt ZF das benötigte Fachwissen samt den Werkstattkapazitäten zur Verfügung und fungiert als Handels- sowie Servicepartner. Eine klassische Kombination von erfolgreichem, weltweit vertretenen Tier1 und einem innovativen Startup.

Vom Pilotprojekt zur Serie

„Unsere Vision ist, den Verkehr vor allem in den Städten umweltfreundlicher zu gestalten“, so Andreas Hager. „Daher freuen wir uns natürlich sehr über die Auszeichnung mit dem Deutschen Mobilitätspreis. Viele kommunale Betreiber zeigen bereits großes Interesse an unserer Lösung – das zeigt, dass wir mit e-troFit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität in den Städten leisten können“. Der erste e-troFit Bus wurde gerade im Rahmen eines Pilotprojekts mit den Stadtwerken Landshut umgebaut und soll im nächsten Jahr den Linienbetrieb aufnehmen.

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