Jetzt ist der Moment gekommen, auf den wir so lange schon gewartet haben: E-Scooter kommen nach Deutschland – jetzt auch mit offizieller Zulassung. Das wurde soeben vom Bundesrat bekanntgegeben. Und das pünktlich zum Frühlingsanfang!

Kaufen oder ‚sharen’: wie bekommt man einen E-Scooter?

Die kleinen elektrischen Tretroller kann man ‘sharen’ oder kaufen.

Wer sich entscheidet, zukünftig auf E-Scooter umzusteigen, kann dies durch Sharing- oder Kaufangebote tun.

E-Scooter Sharing: auch ohne den eigenen E-Scooter flexibel auf der letzten Meile

In manchen deutschen Städten werden die elektrischen Tretroller bereits zum Sharing getestet. Man sucht über eine App des jeweiligen Sharing-Anbieters einen Scooter in seiner Nähe und mietet diesen mit einem Klick. Der Prozess schnell und einfach, die Mobilität flexibel und emissionsfrei.

Wo gibt es Sharing-Angebote für E-Scooter in Deutschland?

Obwohl die E-Tretroller bisher nicht auf den deutschen Straßen zugelassen waren, werden sie schon in zwei deutschen Städten getestet. Mobility Startup Bird testet seine E-Scooter in Bamberg und Mobility Startup Tier Mobility in Berlin.

Das US-amerikanische Startup Bird plant, seine elektrischen Tretroller in Zukunft im bayerischen Bamberg zum Sharing anzubieten. Aktuell befinden sich 15 E-Scooter des Startups in Bamberg im Test. In einer Kooperation mit den Stadtwerken Bamberg erhielt Mobility Startup Bird eine Sondergenehmigung, um die elektrischen Tretroller auf den Bamberger Straßen zu testen. Mit der Neuigkeit der offiziellen Zulassung der E-Scooter in Deutschland plant Bird nun, seine Bamberger E-Scooter Flotte auf 100 Fahrzeuge zu steigern.

Auch in Berlin werden E-Scooter bereits getestet. Auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg werden zur Zeit 20 E-Scooter des Berliner Mobility Startups Tier Mobility getestet. Nutzer, die sich per App registrieren, können auf dem Gelände des EUREF-Campus die elektrischen Tretroller kostenlos testen.

Und in dieser Woche hat das skandinavische E-Scooter Startup VOI angekündigt, gleich in 30 deutschen Städten mit seinem Sharing Service zu starten.

E-Scooter kaufen anstatt ‚sharen’: was sollte man beim Kauf des eigenen elektrischen Tretrollers beachten?

Weltweit gibt es zahlreiche Anbieter für elektrische Tretroller, und auch in Deutschland ist mit der offiziellen Zulassung nun ein Aufmarsch zu erwarten. Doch E-Scooter ist nicht gleich E-Scooter. Es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen: billig, teuer, leicht, schwer, und mit unterschiedlichster Ausstattung. Doch worauf sollte man bei dem Kauf des eigenen E-Scooters achten? Hier ein paar Tipps von uns.

E-Scooter Kauf: wir geben Tipps zu Preis, Gewicht und Fahrgefühl

Wer einen E-Scooter mit wenig Gewicht möchte, der leicht zu transportieren ist, muss mit einem weniger komfortablen Fahrgefühl rechnen. Generell gilt: leichtere Tretroller sind zwar kompakter und daher auch leichter zu transportieren, dafür aber oft unbequemer zu fahren.

Auch preislich unterscheiden sich die verschiedenen Modelle. Wer Geld sparen möchte, bekommt einen E-Scooter für unter 500 Euro. Diese Modelle sind jedoch oft qualitativ nicht so hochwertig wie die teureren Alternativen. Billigere Modelle sind oft mit aufladbaren Bremsen ausgestattet, die bei leeren Batterien keine Sicherheit gewährleisten. Dazu kommt oft eine geringere Reichweite.

Auch optisch unterscheiden sich verschiedene Tretroller deutlich. Dabei sollte man jedoch beachten, dass der gekaufte E-Scooter mit der in Deutschland vorgeschriebenen Ausstattung bestückt ist. Obwohl E-Scooter in Form von Hoverboards durchaus interessant sind, erfüllen diese nicht die deutschen Vorschriften, da sie nicht über eine Lenkstange verfügen. Mehr zu den Vorschriften zur E-Scooter Nutzung in Deutschland kann man im Folgenden lesen.

Offizielle Zulassung der E-Scooter: was sind die Vorschriften in Deutschland?

Wer ab jetzt einen E-Scooter auf den deutschen Straßen fahren möchte, muss folgende Regeln beachten:

  • E-Scooter dürfen eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten.
  • Das Mindestalter für das Führen eines E-Scooters beträgt 14 Jahre bei einem Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h.
  • Für das Fahren eines E-Scooters besteht keine Führerschein- oder Helmpflicht. Klar ist jedoch, dass wir zu einem Helm aufgrund unserer eigenen Erfahrungen durchaus raten. Neun von zehn Verletzungen bei E-Scooter Unfällen in den USA führen zu Kopfverletzungen, da kann ein Helm tatsächlich lebensrettend sein, auch wenn er, wie gesagt, nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Jeder E-Scooter muss mit zwei separaten Bremsen, einer Lenkstange, Scheinwerfern, Seitenreflektoren, einer Schlussleuchte und einem Rückstrahler ausgestattet sein. Zudem muss jeder elektrische Tretroller als Elektrokleinstfahrzeug versichert werden.

Wo dürfen die E-Scooter gefahren werden?

Die elektrischen Tretroller sollen hauptsächlich auf Radwegen unterwegs sein; auf Straßen dürfen sie nur ausweichen, wenn kein Radweg vorhanden ist. Das Befahren von Fußgängerwegen mit einem E-Scooter ist untersagt. Der Grund dafür: sie stellen eine zu große Gefahr für Fußgänger dar.

Unser Fazit zum offiziellen Start der E-Scooter in Deutschland

Es hat zwar ein bisschen gedauert, doch endlich geht es jetzt auch bei uns in Deutschland los. Die E-Scooter können in deutschen Städten eingesetzt werden. Die elektrischen Tretroller sind hauptsächlich für die letzte Meile gedacht, als verkehrs- und umweltentlastendes Transportmittel. Je mehr Leute zukünftig ihre Strecken auf der letzten Meile per E-Scooter zurücklegen, desto weniger Autos befahren die Straßen in den deutschen Innenstädten.

Ideen, wie die E-Tretroller genau eingesetzt werden können, gibt es auch schon. Durch ihr klappbares und kompaktes Design lassen sie sich leicht transportieren. So kann man beispielsweise mit dem Zug zum Bahnhof fahren und dann mit dem Tretroller – als Sharing- oder Privatfahrzeug – den Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen.

Die Zulassung der E-Scooter in Deutschland ist noch jung, ihre Zukunft also ganz frisch. Es bleibt abzuwarten, ob die E-Scooter in den deutschen Städten die erwarteten Ziele der Verkehrs- und Umweltentlastung erreichen. Für den Einsatz auf der letzten Meile und als Spaßmobil für den Tourismus sind E-Scooter absolut geeignet. Wir berichten weiter.