Auf dem Genfer Autosalon wird deutlich, Fokus der operationalen Strategie des Autoherstellers Nissan liegt auf der Elektrifizierung seiner Kunden. Bestes Beispiel ist der Nissan Leaf. Er wird in Europa alle 12 Minuten neu bestellt und ist mit 19.000 Bestellungen Europas meist- und schnellst verkauftes Elektroauto. In seinem Zukunftskonzept formuliert das Unternehmen Intelligent Mobility als nachhaltiges und vernetztes Leben. So werden Kunden kommender Generationen der Crossover-Modelle eine größere Auswahl an elektrischen Motoren haben. Und mit Nissan M.O.V.E to 2022 visioniert das Unternehmen, wie Intelligent Driving, Intelligent Power und Intelligent Integration in naher Zukunft aussehen können.

Nachhaltige Energielösungen für Kunden

Die strategische Partnerschaft mit E.ON fokussiert Lade-Infrastrukturen, eine Netzintegration sowie dezentrale, erneuerbare Energieprojekte und fügt sich somit nahtlos in die Zukunftsstrategie Nissans ein. So soll auch eine Expansion in verschiedene europäische Märkte unterstützt werden. Es geht also nicht nur darum, Kompetenzen im Bereich Elektromobilität zu bündeln, sondern eben auch darum, Champion in dezentraler Energieerzeugung und -speicherung zu werden. E.ONs Expertise in den Bereichen Solar- und Speicherlösungen soll Kunden künftig eine breitere Auswahl erneuerbarer Energielösungen bieten. Beide Unternehmen sehen die Möglichkeit mit der Kooperation Elektromobilität voranzutreiben und weiter in der Gesellschaft zu etablieren.

Dänische Kunden des Nissan Leaf profitieren bereits

Wie das aussehen kann, zeigen die Kooperationspartner in Dänemark. Es geht darum, Kunden durch eine Kombination bidirektionaler Ladetechnologien und Lade-Infrastrukturen, eine Optimierung in Energieverbrauch und Kosten anzubieten. Entsprechend erhalten Kunden in Dänemark beispielsweise beim Kauf eines Nissan Leaf das Rundum-Sorglos Paket, was eine Ladestation für zuhause und eine Energieflatrate zum Laden der Batterie umfasst.

„Wir sind auf einer Mission, um jede Barriere zu überwinden, die den Besitz von Elektrofahrzeugen beeinträchtigt. Die spannende Partnerschaft mit E.ON ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg. Wir wollen, dass Nissan als führender Automobilpartner für Energieservices wahrgenommen wird, verbunden mit dem ultimativen Ziel, dass wir unseren Kunden kostenlosen Strom für ihre E-Autos zur Verfügung stellen.“

Paul Willcox, Chairman von Nissan Europe

Wir sind gespannt, ob dieser Ansatz Elektromobilität tatsächlich noch attraktiver macht und welche Lösungen die Unternehmen Kunden in Deutschland bald liefern können.

Bild: www.eon.com

Frank Meyer, Head of Innovation & B2C-Solutions bei E.ON (links), and Paul Willcox, Chairman of Nissan Europe bei dem Genfer AutosaloN.