E-Busse – Ein Zukunftsmarkt

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Elektrobusse sind nur ein Segment des gesamten Elektrobereichs. Aber die Fakten zeigen, dass E-Busse ein großer Teil der Zukunft der E-Mobilität sein könnten. Viele verschiedene praktische Erprobungen und Tests mit E-Bussen zeigen die Vorteile des elektrischen Personennahverkehrs.

Deutschland

Die Bundesregierung hat sich entschieden, eine Milliarde Euro für die Einführung von E-Bussen im öffentlichen Nahverkehr zu investieren, um Schadstoff-Probleme zu lösen. Studien zeigen, dass die etwa 22.000 Dieselbusse in Deutschland für rund 20 Prozent der Abgase verantwortlich sind. Aus diesem Grund werden die E-Busse in 45 Städten landesweit getestet. Interessant ist, dass die meisten Hersteller dieser E-Busse nicht aus Deutschland kommen, obwohl Deutschland einer der größten E-Bus Produzenten ist.

E-Busse bieten heute eine Reichweite von mindestens 250 bis 400 Kilometern im Realbetrieb. Der Elektrobus nutzt die bekannte Lithium-Ionen Technologie bis hin zur Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Für die Aufladung über Nacht in Depots kann man auch Energie aus regenerativen Quellen nutzten. Alternativ kann an der Bushaltestelle aufgeladen werden. Die Aufladetechnik ist abhängig von der jeweiligen Stadt, in der man sich befindet: In Oberhausen wird während der Fahrt aufgeladen, in Düsseldorf nur bei Nacht im Depot und in Hannover werden beide Möglichkeiten kombiniert genutzt.

Als Pionier im E-Bus Bereich lässt sich die HafenCity-Hamburg betiteln. Hamburg soll schon vor dem kommenden Sommer eine kleine „Bühne“ für fahrerlose und elektrisch betriebene Busse werden. Hier wird von einem speziell für Hamburg entwickelten Fahrzeugtypen gesprochen, den Hamburg gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie plant.

Berlin

Obwohl die Stadt Berlin bereits im Jahr 2014 in E-Busse investierte, hat Berlin heutzutage mehrere Probleme. Ein Beispiel ist, dass jeder vierte E-Bus nur 150 Kilometer schafft. „Linienbusse stoßen 16 Prozent der Stickoxide im Berliner Straßenverkehr aus“ – aus diesem Grund lässt sich der Schluss ziehen, dass eine Investition in E-Busse in Berlin eine tolle Idee ist. Aber wo liegt das Problem? Die Antwort liegt in Steuerungs-, Antriebs- und Ladetechnik.

In Bezug auf das genannte Problem wird man eventuell bei der 9th VDV Academy Conference eine Lösung finden, die in Berlin von 6. bis 7. März stattfindet. Das Forum für Verkehr und Logistik organisiert diese Veranstaltung zum Thema Electric Buses – Market of the Future! and ElekBu 2018. Ziel ist es, über Aufladetechnik und technische Konzepte zu sprechen und Ideen mit dem internationalem Markt auszutauschen.

Europa

Letzte Woche wurden 15 Elektrobusse in Madrid von Irizar zur Verfügung gestellt. Irizar, ein Nutzfahrzeughersteller, der im Bereich Elektromobilität auf dem Territorium von Spanien, Brazil, Marokko, Mexico und Süd Afrika arbeitet. Neben Bussen Irizar liefert auch Ladestationen wurden auch Ladenstationen von Irizar geliefert. Jeder Bus bietet Kapazitäten für 76 Leute und eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern mit einer Aufladung. Es ist geplant, dass die Aufladung bei Nacht stattfindet.

Fazit

Es zeigt sich ein Trend, dass die Elektrobusse erfolgreich in den europäischen Städten verkauft werden und immer weiter an Beliebtheit gewinnen. Polens Bushersteller Solaris verkaufte letztes Jahr sein Solaris’ Urbino Elektro Modell in Frankreich, Deutschland, Norwegen, Italien und Litauen. Es gibt die Information, dass Polens Regierung geplant hat, 1000 Elektrobusse bis 2020 herzustellen. Weitere drei Modelle sind von diesem Hersteller im Jahr 2018 geplant: Solaris Trollino 24, Solaris Urbano 12 sowie der Solaris Urbano 12 LE.

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