Daimler, die Muttergesellschaft von Mercedes-Benz, stand Tesla einst sehr nahe und rettete mit einer Investition 2009 das Startup. Inzwischen geht man mit Tesla getrennte Wege, ist jedoch für eine erneute Zusammenarbeit mit den Kaliforniern offen.

Frühere Geschäftsbeziehung

Sie sind inzwischen auseinander gegangen. Tesla wurde zu einem Disruptor im Premium-Autobereich und Mercedes-Benz geht seinen eigenen Weg mit der EQ-Submarke.

Bereits im Jahr 2009 investierte Daimler 50 Millionen US-Dollar für rund 9% der Aktien von Tesla. Die Investition kam inmitten der Finanzkrise, die die Autohersteller ziemlich hart traf, und Musk gab später zu, dass Tesla wahrscheinlich untergegangen wäre, wenn es die Investition nicht gegeben hätte.

2014 veräußerten die Schwaben ihre letzten Aktien am amerikanischen Elektroauto-Pionier und erhielten für die damaligen Anteile in Höhe von 4 % rund 780 Millionen Dollar. Laufende Projekte waren von dem Verkauf nicht beeinflusst. Die Aktie war damals mit 230 Dollar laut Analysten hoch bewertet, ihr jetziger Stand liegt bei rund 300 Dollar.

CEO Dieter Zetsche über den vielleicht „verfrühten“ Verkauf: „Wir sind die Aktion losgeworden und ich habe es keinen Moment lang bereut.“ (Rzeczpospolita)

Zusammenarbeit

Früher beauftragte der deutsche Automobilhersteller Tesla mit der Lieferung von Elektroantrieben für Smart und die Mercedes B-Klasse. Daimler war ein bedeutender Interessenvertreter und Tesla half bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen. Das war 2014. Vier Jahre später gibt Daimler-Chef Dieter Zetsche an, dass sie immer noch offen sind, wieder mit Tesla zusammenzuarbeiten.

„…ich habe es keinen Moment lang bereut. Aber das schließt die Zusammenarbeit in Zukunft nicht aus.“ (Rzeczpospolita)

Keine neuen Aktien

Zetsche fügte hinzu, dass sie nicht planen, Aktien wieder zu kaufen, und dass sie es vorziehen, Tesla als Wettbewerber zu sehen.

Fazit

Tesla ist zu einem wichtigen Akteur geworden und die Autohersteller sehen die Kalifornier mittlerweile als ernst zunehmenden Konkurrenten. Unsere deutschen Hersteller können noch an einigen Punkten von der Erfahrung von Tesla profitieren. Auf der anderen Seite hatte Tesla einige Anlaufschwierigkeiten bei der Massenproduktion, ein Thema bei der unsere Hersteller jahrzehntelange Erfahrung aufweisen. Vielleicht ergeben sich bei einer erneuten Zusammenarbeit tolle Synergieeffekte. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

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