Der Volkswagen Konzern hat seit dem Dieselgate-Skandal mehrere ehrgeizige Forderungen an seine elektrischen Bemühungen gestellt. Der neuste Anspruch: die Elektrofahrzeuge von Volkswagen sind bis 2020 so gut wie die von Tesla für die Hälfte des Preises.

Investitionen werden sich auszahlen

„Hier sind wir jetzt sehr stark. Wir haben 30 Milliarden in die Elektromobilität investiert, wir haben bereits ein Werk in Zwickau umgewidmet, und wir bauen ein Elektrofahrzeugwerk in Shanghai. Wir werden 2020 mit Fahrzeugen kommen, die alles wie Tesla können und um die Hälfte billiger sind.“ VW-Chef Herbert Diess in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“

Erstes Werk in China

Das Werk in China ist speziell für die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen der MEB-Plattform konzipiert worden. Man will eine Kapazität von 300.000 Autos pro Jahr erreichen.

Mit dem Joint Venture SAIC Volkswagen hat man am Standort Anting, Shanghai, den Grundstein gelegt. Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommentierte den Meilenstein wie folgt:

„Mit dem Bau der ersten speziell für die MEB-Produktion konzipierten Fabrik eröffnen wir gemeinsam mit unserem Joint Venture-Partner SAIC VOLKSWAGEN ein neues Kapitel in der chinesischen Automobilindustrie. Wir verstärken unsere Aktivitäten im schnell wachsenden chinesischen E-Mobilitätsmarkt.“

Vergleich mit Tesla

Bereits Michael Steiner, Mitglied des Vorstands für Forschung und Entwicklung bei Porsche rechnete dem Start-up aus Kalifornien den Fortschritt der Elektromobilität hoch an: „Für uns, die wir den Wettbewerb sehr genau beobachten, war das inspirierend“. Es macht „Freude zuzusehen“, wie schnell sich Tesla entwickle, und „wie anregend das für die Industrie ist“.

Letztes Jahr sagte Diess, dass er Tesla als ihren Hauptkonkurrenten sieht. Tesla schreibt mittlerweile schwarze Zahlen und konnte einen Rekordumsatz von 6,8 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 312 Millionen US-Dollar im Q3 2018 einfahren.

Konkurrenzprodukt zu Tesla

Wenn Diess von einem eAuto spricht, welches „so etwas wie Tesla kann“ und „halb so teuer ist“, bezieht er sich vermutlich auf das I.D.-Konzept, das voraussichtlich „Neo“ genannt wird. Dieses Modell will man bei VW 2020 auf den Markt bringen.

“Die Proportionen, die Designakzente und die Radgröße werden wie beim Konzeptauto ausfallen. Es sieht aus wie das Showcar”, sagte Bischoff im Gespräch mit Autocar über den I.D. “

Fazit

Was den Preis betrifft, so hat VW ihn noch nicht bestätigt, aber man sprach bereits von 25.000 Euro (~28.000 Dollar), was 7.000 $ vom Basismodel des Model 3 entfernt liegt, aber nicht der Hälfte des Preises entspricht..

2 KOMMENTARE

  1. Ja, das sind alles „Pläne“ und würden funktionieren, wenn die „Welt“ still hält . Das tut sie aber nicht. Chinesen, Franzosen und andere werden auf den Markt drängen. Der TESLA Vorsprung ist evident. Ich fahre seit 2 Monaten en mod X100d.- (Das beste Fahrzeug was ich jeh mit meinen 60 Jahren gefahren bin. Emissionsfrei, darüber freue ich mich jeden Tag ! )Klingt teuer, aber nur auf den 1. Blick. – Keine Servicintervalle, keine Ventile die klappern, kein Öl nachzufüllen, keine Kupplungsbeläge, keine Bremsbeläge, Keine Zahnriemen, keine Auspuffanlage, kein Treibstoff.ecet… Das Geschäftsmodel der Mobilität ändert sich momentan komplett. 8 Jahre Garantie auf die Batterie…
    Ich hoffe das wissen die VW Manager, es hat nämlich nicht mehr viel mit dem zu tun was sie bisher gemacht haben.

  2. In den Worten der VW-Manager spricht die pure Angst, etwas Wichtiges verpasst zu haben und die Erkenntnis, die entstandene Lücke evtl. nicht mehr schließen zu können. In den Jahren, die VW jetzt noch braucht, werden sich auch Tesla, BYD usw. ebenfalls weiterentwickeln und die Lücke mitunter größer werden lassen. Im Jahr 2020 hat Tesla bereits 12 Jahre Erfahrung mit Elektroautos.

    Und: Ganz schön dreist, von ‚Tesla zum halben Preis‘ zu reden, wenn der Basis-ID-Neo 28.000$ kosten soll.

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