1994 kam mit dem RAV4 ein Spaßmobil und einer der ersten Kompakt-SUVs seiner Klasse auf den Markt. Fünfundzwanzig Jahre später, seit Januar diesen Jahres, verkauft Toyota den neuen RAV4. Dieser kommt als Benziner und Hybrid daher – auf einen Diesel verzichtet Toyota komplett.

Was hat der Toyota RAV 4 an Neuigkeiten zu bieten?

Mit 4,60 Metern Länge reiht der Japaner sich ein in eine Reihe mit Fahrzeugen, wie dem VW Tiguan, Ford Kuga, Hyundai Kona und Co. Er eignet sich damit perfekt als Familienauto.

Das Design des neuen Toyota RAV4 ist polygonal

Während der RAV4 von 1994 bekannt war für seine runde Form, kommt die fünfte Generation des RAV4 geradezu brachial daher. „Polygonal Design“ nennt Toyota das fast schon überzogene Zusammenspiel aus Flächen, Ecken und Kanten. Abgerundet wird das Ganze wahlweise mit einem Dach in Kontrastfarbe lackiert, das den 1,69 Meter hohen SUV deutlich länger erscheinen lässt.

Die Motorisierung des neuen Toyota RAV4

Neben einem 2,0-Liter-Benziner mit 175 PS, setzt Toyota auch beim neuen RAV4 auf die Hybrid-Technologie. Dieser kommt mit stolzen 218 PS daher, als 4×4-Version AWD-i mit Elektromotor an der Hinterachse gibt Toyota sogar 222 PS an.

Der Kompakt-SUV ist dementsprechend alles andere als untermotorisiert. Den Sprint auf 100 schafft der frontgetriebene RAV4 in gerade einmal 8,4 Sekunden. Der allradgetriebene AED-i schafft das sogar in 8,1 Sekunden. Bei beiden Fahrzeugen wird allerdings bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 Km/h nach oben hin abgeriegelt.

Die Verbrauchsergebnisse des Toyota RAV4 sind bei vorsichtiger Fahrweise sehr moderat

Beide Modelle des RAV4 sollen nach Werksangaben von Toyota unter 6 l/100 Km liegen. Folgt man den ersten Tests vom ADAC werden diese Werte allerdings nur bei äußerst behutsamer Fahrweise erreicht. Etwas sportlicher unterwegs stellen sich schnell Werte um 9l/100 Km ein. Für einen SUV bedeuten selbst diese 9l jedoch gute Werte.

Der neue RAV4 basiert auf der TNGA-Plattform

Der RAV4 basiert auf der Toyota New Global Architecture, kurz TNGA – einer modularen Unibody-Plattform, auf der auch der Prius und der neue Corolla aufsetzen. Nach Angaben von Toyota ist die neue Basis deutlich verwindungssteifer, sie verfügt über eine 1,5 Zentimeter höhere Bodenfreiheit und einen drei Zentimeter größeren Radstand mit nunmehr 2,66 Metern.

Auch der Kofferraum wird einem Familienauto gerecht

In den Kofferraum des RAV4 der fünften Generation passen rein rechnerisch rund 580 Liter Gepäck. Mit Umklappen der Rückbank des Fünfsitzers passen sogar stolze 1.690 Liter in den Kofferraum des SUV.

Toyota ist Vorreiter bei alternativen Antrieben

Auch wenn Toyota sich in der Vergangenheit etwas zögerlich aussprach, was das rein elektrische Auto angeht, hat der japanische Automobilkonzern mit dem Prius den Hybridantrieb populär gemacht. Toyota agiert seither als Vorreiter auf dem Gebiet alternativer Antriebe und beweist große Innovationskraft mit einer Vielzahl an Konzepten zur Elektromobilität.

Folgt man den Nachrichten um Toyota, so will der Konzern bis 2030 die Hälfte seiner weltweiten Neufahrzeuge elektrifiziert haben, ob als Elektroauto, Brennstoffzellenauto oder Hybrid. Erst im Januar hat Toyota verkündet ein Joint Venture mit Panasonic für die Fertigung von prismatischen Lithium-Ionen-Zellen für Elektroauto-Akkus zu prüfen.

Diese Form der Batteriezelle soll künftig etwas höhere Energiedichten und damit noch reichweitenstärkere Akkus ermöglichen. Auch Toyota denkt über modulare, austauschbare Akkus wie etwa beim Nio nach – wir werden sehen, wo die Reise hingeht!

Der RAV4 als grundsolider Hybrid passt daher aktuell strategisch voll ins Bild von Toyota auch wenn es scheint, dass Toyota künftig noch so einiges aus dem Köcher zaubern möchte – nur etwas behutsamer – Toyota steht ja nicht umsonst für die Lean-Management-Bewegung. Bei Toyota, so scheint es, wird nichts überhastet angegangen.