Die Anzahl der Ladestationen in einer Region wirkt sich unmittelbar auf die Anzahl der Elektrofahrzeuge aus. Deshalb investiert das Energieunternehmen Lechwerke (LEW) bis zum Frühling 2018 in neue Ladestationen in der Region Bayerisch-Schwaben. Die bisherigen 65 Ladestationen sollen im Rahmen eines hierfür ausgearbeiteten Konzeptes um weitere 67 Stück aufgestockt werden.

Hier verdoppelt also ein Anbieter innerhalb von 9 Monaten die Anzahl seiner Ladestationen. So geht Elektromobilität und so kommt Schwung in die Diskussion rund um die Reichweitenangst, auch und insbesondere in Deutschland. Es ist an der Zeit.

Einige neue Schnellladestationen für die Region

Das “Bundesprogramm Ladeinfrastruktur” des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Vorhaben mit 720.000 Euro. Wir hatten über dieses Investitionsvorhaben bereits berichtet.

Für die Errichtung entstehen insgesamt Kosten von zwei Millionen Euro. Aufgrund der 19 Schnellladestationen, wird deren Anzahl in der Region auf 21 Stück anwachsen. Die Errichtung erfolgt in unmittelbarer Nähe zu großen Verbindungsstraßen, wie der A7 oder der B17. Sie sollen ebenfalls entlang größerer Strecken zwischen Ortschaften im ländlichen Raum stehen. Mit diesen Stationen ist bei den aktuellen Elektrofahrzeugen eine Ladung innerhalb einer halben Stunde kein Problem. Die Verteilung der restlichen Normalladestationen im ländlichen und suburbanen Raum erfolgt nach Bedarf.

Die neuen Stationen sollen bis Ende Mai 2018 in Betrieb gehen und werden, wie die bereits bestehende Ladeinfrastruktur des Unternehmens, ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben. Für das LEW-Vorstandsmitglied, Norbert Schürmann, sind regenerative Energien, Elektromobilität und die Energiewende untrennbar miteinander verknüpft. Der Klimaschutz im Verkehr ist für das Unternehmen ein elementarer Bestandteil einer klimafreundlichen Region Bayerisch-Schwaben.

Die Ladestationen sind nicht nur für Kunden gedacht

Der Zugang zu den neuen Ladestationen erfolgt auf unterschiedlichen Wegen. Eine Möglichkeit ist die Bezahlung über Kreditkarte oder PayPal mittels der “innogy eCharge-App”. Diese Option steht allen Fahrern von Elektrofahrzeugen offen.

LEW sorgt im kommenden Jahr für ein sehr dichtes Netz aus Ladestationen. Somit dürfte die Angst, mit einem Elektrofahrzeug liegen zu bleiben, der Vergangenheit angehören. Immerhin stehen auch Nicht-LEW-Kunden ab dem Frühjahr 2018 über die innogy-App insgesamt 3.800 Ladepunkten zur Verfügung. Dank der Schnellladesäulen können nun auch längere Strecken deutlich spontaner gefahren werden. Es geht voran mit den Ladestationen im Land.