Der elektrische Weg von Norwegen

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Zugegeben, es ist ein sehr emotional gehaltener Film, den uns hier die norwegische ‚Electric Vehicle Association‚ präsentiert, aber schön sind die Bilder allemal.

50 Elektroautos auf dem emissionslosen Weg zur ‚World Heritage Site‘ Geiranger. Für diese Fahrt wurden 30 neue Elektro-Ladestationen installiert. Die Fahrt auf den Berg Dalsnibba, 1500 Meter hoch oberhalb des Parks gelegen erfolgte in Kolonne.

Getreu dem norwegischen Motto: grün – sauber – für die nächsten Generationen.

Norwegen

Das Land mit dem weltweit größten Anteil von Elektrofahrzeugen hat einen weiteren Rekord geschafft. Im Juni diesen Jahres überstieg die Zahl der Neuzulassungen von Fahrzeugen mit einem Elektromotor erstmals die der reinen Verbrennungsmotoren.

Knapp 30 Prozent reine Elektrofahrzeuge

53 Prozent der Neuzulassungen hatten im Juni einen Elektromotor an Bord. Diese unterteilten sich auf 27 Prozent reine Elektrofahrzeuge, ca. 15 Prozent Plugin-Hybride und ca. 10 Prozent Vollhybride. Unter den Top drei der meistverkauften Fahrzeuge befinden sich zwei deutsche Hersteller. Der e-Golf fand die meisten Käufer. Der BMW i3 erreichte den dritten Platz. Der Opel Ampera-e liegt in diesem Ranking auf Platz fünf. Umso mehr verwundert es, dass die in Deutschland heimischen und sehr beliebten Marken so wenig für den Erfolg der Elektromobilität im eigenen Land tun. Auch GM könnte den hierzulande heiß begehrten Ampera-e sicherlich sehr erfolgreich vermarkten.

Der Erfolg hat Gründe

Wer in Norwegen ein Elektrofahrzeug kauft erhält beträchtliche, finanzielle Nachlässe. So entfallen die Mehrwert-, Import- und Kfz-Steuer. Zudem müssen Käufer auf neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bis zu 85% Luxussteuer auf den Neupreis drauflegen. Die Fahrt mit einem Elektroauto birgt ebenfalls viele Vorteile. Elektrisch betriebene Fahrzeuge dürfen auf öffentlichen Parkplätzen kostenlos stehen. Die Ladung mit Strom an öffentlichen Ladesäulen ist ebenfalls kostenlos. Busspuren wurden für Elektrofahrzeuge geöffnet, sodass man im Berufsverkehr relativ zügig am Stau vorbeifahren kann. Das war allerdings etwas zu erfolgreich und diese Regelung wurde abgeändert. Denn es fuhren in einigen Städten schlagartig so viele Elektrofahrzeuge auf den Busspuren, dass es auch dort zu Staus kam und die Busse erhebliche Verspätungen hatten. Nun müssen mindestens zwei Personen in einem Elektrofahrzeug sitzen um die Busspur nutzen zu dürfen. Der ÖPNV kommt wieder gut voran.

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