Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eines der vielen E-Scooter Sharing Unternehmen eine neue Nachricht hinaus sendet. Wir fassen hier die Neuigkeiten der abgelaufenen Woche zusammen.

VOI begrüßt die Entscheidung für die freie Verwendung von E-Scootern in Deutschland

Den Anfang machte der skandinavische E-Scooter Sharing Anbieter VOI. Fredrik Hjelm, Gründer und CEO von VOI, kommentierte die Entscheidung, elektrische Scooter nun endlich auch in Deutschland zuzulassen freudig: “Der E-Scooter ist aufgrund des großen öffentlichen Interesses zu einem Symbol der Aufbruchstimmung geworden: Ich erwarte mir durch das grüne Licht für den E-Tretroller auch einen generellen Schub für alternative Verkehrsmittel – und damit für eine bessere Zukunft für die Städte, die für die Menschen gemacht sind, mit besserer Luft und weniger Autos, mit sicheren E-Scootern und E-Bikes, die im ÖPNV-System intelligent vernetzt sind.”

Wir hatten vor wenigen Wochen bereits einen längeren Post zu VOI hier auf unserem Blog. Damals war unter anderen der Berliner Venture Capitalist Project-A beim Mobility Startup eingestiegen.

Nico Rosberg steigt bei E-Scooter Startup TIER Mobility aus Berlin ein

Dazu passte dann auch kurz darauf das Statement des Wettbewerbers TIER Mobility, einem der drei Berliner E-Scooter Mobility Startups. Der ehemalige Formel-1 Weltmeister Nico Rosberg tritt der Investorengemeinschaft von TIER bei. Bislang wurden bereits 32,4 Mio. Euro in das Berliner Startup investiert und erst im letzten Monat gab TIER Mobility bekannt, dass es den Meilenstein von 1 Million Fahrten schneller erreicht hat als jedes andere E-Scooter-Unternehmen zuvor.

Nico Rosberg verkündete dann auch, dass aus seiner Sicht E-Mobilität ein wesentlicher Faktor des anhaltenden Wandels im Verkehrssektor werden wird. “Ich bin beeindruckt von der nachhaltigen Vision und Innovationskraft von TIER Mobility und fest davon überzeugt, dass das Unternehmen einer der Gewinner der E-Mobilitätsbranche sein wird.” TIER Mobility startete seinen Geschäftsbetrieb im Oktober 2018 und ist heute in 20 Städten in 10 europäischen Ländern tätig. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Berlin und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter.

Flash kauft in Spanien den E-Scooter Anbieter koko

Mitte der Woche kam dann die nächste Meldung über eine Akquisition in Spanien. Das E-Scooter Startup Flash von Mehrfachgründer Lukasz Gadowski hat den spanischen Wettbewerber koko gekauft, um den umkämpften Markt für Elektroroller in Madrid anführen zu können. Gemeinsam mit koko ist Flash jetzt mit 2.296 Lizenzen und einem Marktanteil von 26% klarer Marktführer in der spanischen Hauptstadt.

“Das Ziel des Kaufs ist es, auf der Erfahrung der koko Gründer aufzubauen” und “in Spanien schneller wachsen zu können”, erklärte Diana Morato, die neue CEO von Flash in Spanien. Koko war das erste spanische Unternehmen, das in den lokalen E-Scooter Markt einstieg. Auf einer Pressekonferenz erklärte Diana Morato: “Wir haben jetzt eine Flotte, die jeden Punkt der Stadt von Nord nach Süd abdeckt”. Flash ist damit neben Spanien auch in Deutschland, Frankreich, Belgien, Portugal, Österreich und der Schweiz vertreten.

Ab dem 15. Juni geht es dann richtig los mit den E-Scootern auf deutschen Straßen

Gute Nachrichten für alle diese Wettbewerber dann in Sachen Planbarkeit für den Launch in Deutschland. Am 15. Juni sollen nun endgültig die elektrischen Scooter in Deutschland auf den Straßen fahren dürfen. Bleibt noch genug Zeit um in möglichst vielen Städten mit einer eigenen Flotte anzugreifen. Oder eben Zeit genug, um sich weitere der kleineren Marktteilnehmer einzuverleiben. Es ist ein spannender Markt für den Transport auf der letzten Meile. Wir bleiben dran, versprochen.