Der chinesische Bike-Sharing Pionier Meituan Dianping kauft nach Meldung von Techcrunch das Bike-Sharing Unternehmen Mobike für einen satten Betrag von 2,7 Milliarden US Dollar. Das chinesische Unternehmen ist selbst mit ca. 30 Milliarden US Dollar bewertet.

Am gestrigen Mittwoch wurde zunächst das Gerücht in den Finanzmärkten gestreut. Doch Techcrunch berichtet, man habe aus zwei seriösen Quellen die Bestätigung, dass der Deal vonstatten gehen würde. Der Präsident und Co-Founder von Mobike Hu Weiwei postete Berichten zufolge eine WeChat Nachricht mit dem vielsagenden „ein neuer Beginn“ stünde an. Dann brachte die South China Morning Post die Nachricht, dass der CEO Wang Xing des Käufers Meituan die Katze aus dem Sack gelassen habe. „Wir bauen eine neue Zukunft gemeinsam mit Mobike.“

Asiatische Bike-Sharing Anbieter waren in Deutschland zuletzt eher negativ aufgefallen. In München hatte der Wettbewerber obike aus Singapur im März seine mehr als 1000 Fahrräder sogar von der Straße nehmen müssen. Zu viele der kleinen Räder waren dem Vandalismus zum Opfer gefallen.

In Berlin hingegen sollen ca. 9000 Räder für das Bike-Sharing durch Mobike zur Verfügung stehen, trotz des großen Wettbewerbs von Sharing Rädern von deezer/nextbike, Lidl oder der Deutschen Bahn. Hier mein Bericht zur internationalen Expansion von Mobike aus dem letzten Jahr:

Bike Sharing nimmt Fahrt auf in China

Am Mittwoch morgen asiatischer Zeit wurde der Deal dann bestätigt, allerdings ohne Nennung des Kaufpreises. Mobike soll den Berichten zufolge als eigenständige Marke mit eigenem Management Team bestehen bleiben. „Wir glauben, dass das Einbringen von Mobike’s Ressourcen zu unserer Plattform ein wichtiger Schritt ist, um unseren Kunden eine noch besseren Service zu bieten – sie sollen nicht nur ‚besser essen‘ sondern auch ‚besser leben‘.“

Meituan Dianping ist Plattform für 320 Millionen Kunden in China

Zur Erklärung: Meituan Dianping ist besser bekannt für seine Essens-Auslieferungen mit elektrischen Fahrrädern. Das ist jedoch nur ein Teil des Plattform Angebotes. Unter der Marke O20 verbindet Meituan Dianping lokale Einzelhändler mit seinen Kunden und bedient so etwa 320 Millionen aktive Kunden. Entstanden ist Meituan Dianping im Jahr 2015 aus dem Zusammenschluss der beiden größten (und überlebenden) Gruppenkaufseiten, vergleichbar dem Angebot von Groupon. Kürzlich hatten die Investoren 4 Milliarden US Dollar in das Unternehmen gesteckt, um weitere Expansionsschritte finanzieren zu können.

MOIA und ViaVan bekommen chinesischen Wettbewerb

Meituan Dianping hatte sich zuletzt verstärkt auf Transportservices ausgerichtet. Jüngstes Beispiel ist das Ausrollen von Ride-Hailing Services für Fahrzeuge im letzten Monat in Shanghai. Hier sehen wir ja gerade in Deutschland mit MOIA und ViaVan ganz ähnliche Konzepte am Start. In China wird als der große Gewinner hinter diesem Merger der Internet Konzern Tencent gesehen. Er ist bereits sowohl in Meituan Dianping als auch Mobike investiert.

Einen Bericht zum Launch des ViaVan Services in Amsterdam findet ihr hier

ViaVan startet in Amsterdam mit Ridepooling

 

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