Kilometerbasierte Tarife und damit schon vorab kalkulierbare Kosten verspricht das Startup drive-by ab Frühjahr in Berlin. Nach dem Motto ‘drive by miles not minutes’ fallen Staus und Wartezeiten an Ampeln dann nicht ins Gewicht – in Großstädten mit ausgedehnten Fahrten zur Rush Hour ein echtes Plus.

Unterscheidungsmerkmale

Weitere Unterscheidungsmerkmale sind, dass Fahranfänger willkommen sind und die Registrierung ganz einfach und bequem über die App auch direkt vor Fahrtbeginn in 5 Minuten zu bewältigen sein soll. Die Registrierung der ersten 3.000 zukünftigen Nutzer ist denn auch schon gut angelaufen – die ersten 1.000 bekamen 35 Freikilometer, die nächsten 1.000 25 km und Stand gestern nachmittag sind nur noch wenige Hundert ‘Early Adopter-Pakete’ mit 15 Freikilometern zu haben.

Die Benutzung soll dann wie bei den bekannten Branchengrößen Car2Go, DriveNow & Co. funktionieren – Registrieren, Auto finden, Losfahren, Parken. Die Idee mit der Vorabkalkulation gab es vor einiger Zeit in Berlin schon einmal – Spotcar war nach wenigen Monaten aber wieder von der Bildfläche verschwunden.

Namensgebung drive-by heiß diskutiert

Die Namengebung wird natürlich in den Foren heiß diskutiert – da fühlen sich manche eher an Gangsta Rapper erinnert. Doch überzeugen soll laut den Gründern Haus und Knössel die eigenen Flotte, die mit 25 bis 50 Autos im Kern innerhalb des S-Bahn-Rings unterwegs sein sollen und dann auf 150 Ende des Jahres und sukzessive auf 400 Fahrzeuge ausgebaut werden soll.

Der Preis soll pro gefahrenem Kilometer je nach Fahrzeugmodell bei ca. 0,75€ liegen – 5 km also für 3,75 €. Bleibt die Frage, wie schnell die Flotte mit einer wahrnehmbaren Stückzahl aufgebaut werden kann und wie sich das Pricing auf die Deckungsbeiträge der Fahrzeuge auswirkt?

Fahrzeugflotte drive-by

Über den Fahrzeugtyp wurde übrigens auf Facebook abgestimmt – gewonnen haben der Fiat 500 sowie der Audi A1, der seit dem Fotoshooting vor 14 Tagen die Facebook-Seite schmückt. Für den weiteren Ausbau fordert das Startup seine Mitglieder auf, weitere Vorschläge und Wünsche mitzuteilen, die dann berücksichtigt werden sollen – klingt nach echter Community. Der eMobilitätblog würde sich natürlich noch ein paar flotte eFahrzeuge wünschen!