Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG) hat einen Vertrag über die Lieferung von Batterien im Wert von 1 Milliarde US-Dollar zur Unterstützung der künftigen Produktion von Elektrofahrzeugen unterzeichnet.

BMW bezieht derzeit seine Elektrofahrzeugbatterien von Samsung SDI, hat aber jetzt einen Vertrag mit CATL, Chinas größtem Batteriehersteller, geschlossen, um die zukünftige Produktion von Elektrofahrzeugen sicherzustellen. Der deutsche Autohersteller hat dabei ein Vertragsvolumen von über einer Milliarde Euro (1,16 Milliarden Dollar) bestätigt. (Reuters)

CATL

Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) ist ein chinesischer Hersteller von Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Das Unternehmen ist der gößte Batterieproduzent in China und wurde 2011 gegründet. Insgesamt beschäftigt CATL etwa 10.000 Mitarbeiter. CATL verwendet hauptsächlich LiFePo- und NCM-Chemikalien in prismatischen Zellenformaten und ihre Batterien wurden hauptsächlich für die Produktion von elektrischen Bussen und Plug-in-Hybriden verwendet.

CATL Kooperationen

Contemporary Amperex Technology Co. Limited hat kürzlich einen Liefervertrag mit dem SAAB-Nachfolger National Electric Vehicle Sweden (NEVS) unterzeichnet, um die Produktion von Hunderttausenden reinen Elektroautos pro Jahr zu ermöglichen. Es wird auch gemunkelt, dass Apple mit CATL im Gespräch ist.

Börsengang von CATL

Der Batteriehersteller verfügt bereits über eine Produktionskapazität von 17,5 GWh und plant derzeit einen Börsengang, um 2 Milliarden US-Dollar aufzubringen und damit eine neue Fabrik aufzubauen. Man plant die Produktion im Werk auf 24 GWh bis 2020 zu erhöhen.

Europäisches Werk

Interessanterweise handelt es sich bei dem Deal mit BMW nicht um Batterien die CATL in China herstellen soll, sondern um eine neue europäische Fabrik für das Unternehmen. Eine neue europäische Fabrik würde die Gesamtkapazität erhöhen und CATL beginnt Berichten zufolge bereits sich Standorte anzusehen.

Keine eigene Batteriezellen-Fertigung bei BMW

Frühere Gerüchte besagten, dass BMW planen könnte eigene Batterien herzustellen. Die damaligen Pläne hingen mit den ehrgeizigen Zielen von BMW zusammen, bald 100 000 Elektroautos pro Jahr zu verkaufen. Hierbei wäre es nicht mehr möglich gewesen, zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen  täglich über den Seeweg aus Korea kommen zu lassen. Deshalb lohnt sich ab einer gewissen Größe die Eigenfertigung oder in diesem Fall ein Standort in Europa.

Der Autohersteller konzentriert sich auf die Batteriemodultechnologie und arbeitet mit Lieferanten für Batteriezellen zusammen. Mehrere große Autohersteller machen das gleiche und versuchen, eine langfristige Batterieversorgung sicherzustellen.

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